95 Thesen über die Lage der evangelischen (evangelikalen) Gemeinden (1.Teil)

EINLEITUNG

Am 31. Oktober 1517 versuchte Martin Luther, eine öffentliche Diskussion in Gang zu setzen über den Zustand der Kirche seiner Zeit, und schlug einige Reformen vor. Das Ergebnis war viel radikaler, als er es sich vorgestellt hätte: statt die Kirche zu reformieren, entstand eine grosse Oppositionsbewegung gegen die Kirche; während die katholische Kirche selbst sich weigerte, sich zu reformieren.

Gegenwärtig haben die evangelischen und evangelikalen Kirchen ihrerseits eine Reformation nötig. Werden sie dieses Mal auf den Ruf des Herrn hören, oder werden sie die Geschichte wiederholen und wieder so handeln wie damals die katholische Kirche?

Viele der Beobachtungen in den folgenden Thesen kommen aus meiner eigenen Erfahrung im peruanischen Hochland. Die Situation ist in anderen Kulturen vielleicht anders. Aber ich erhielt ähnliche Berichte von so unterschiedlichen Orten wie Nordamerika, Europa und Afrika, sodass ich annehmen muss, dass zumindest einige der beschriebenen Missstände weltweit verbreitet sind.

Die meisten dieser Thesen sind einfache Vergleiche zwischen der Gemeinde des Neuen Testamentes und den heutigen evangelischen bzw. evangelikalen Kirchen. Wenn man mit offenen Augen diesen Vergleich vornimmt: wie weit sind wir davon entfernt, die Gemeinde zu sein, die Gott möchte?

Anmerkungen zur spanischen Originalausgabe:

- In diesen Thesen erscheint häufig der Ausdruck: “die evangelischen Kirchen … im allgemeinen”. – Ich bin mir bewusst, dass es unter den evangelischen Kirchen eine grosse Vielfalt gibt. Wahrscheinlich ist kaum eine Einzelgemeinde von allen aufgeführten Punkten betroffen. Aber wir alle sind verantwortlich, uns vor dem Wort Gottes zu prüfen.

- Dieses Dokument wurde nicht als fertige Lehrunterlage verfasst, sondern möchte zur Fürbitte und zu einer weiten Diskussion Anlass geben. Deshalb befindet es sich in einem provisorischen Zustand, und verschiedene Teile bedürfen evtl. einer Revision. “Thesen” bedeutet ja: Standpunkte, die zur Diskussion vorgeschlagen werden; nicht eine fertig ausgearbeitete Lehrunterlage. Die Veröffentlichung war erst für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen; aber ich kam zu der Überzeugung, dass diese Botschaft dringend ist und deshalb so bald wie möglich veröffentlicht werden sollte.

Anmerkungen zur deutschen Übersetzung:

Zum Zeitpunkt dieser Übersetzung sind über vier Jahre vergangen seit der Originalfassung. Die Reaktion darauf übertraf meine Befürchtungen noch: Es fand überhaupt keine Diskussion statt. Stattdessen wurden die vorliegenden Thesen von evangelikalen Leitern als “Unrat” bezeichnet, zensuriert, verleumdet, oder zu “verbotener Lektüre” erklärt. Diese negativen Reaktionen richteten sich unerwarteterweise mehrheitlich nicht gegen die eher kontroversen Thesen über Gemeinde und Gemeindeleitung, sondern gegen die These Nr.1, von welcher ich angenommen hatte, diese sei zumindest im evangelikalen Bereich noch unbestritten (göttliche Inspiration und Irrtumslosigkeit der Bibel). Mehrere evangelikale Organisationen und Leiter brachen öffentlich und ohne Begründung ihre Beziehungen zu mir ab. Ähnlich reagierten auch einige Leiter im deutschen Sprachgebiet, als sie sich einigen Grundgedanken dieser Thesen gegenübersahen. Zu einer konstruktiven Kritik auf biblischer Basis war bis heute (Januar 2011) niemand fähig. Deshalb konnte ich auch noch keine Revision dieser Thesen vornehmen. Sie erscheinen deshalb auch in dieser Übersetzung noch in der als “provisorisch” vorgestellten Erstfassung (mit einigen wenigen zusätzlichen Anmerkungen).

Aus den genannten Gründen wird diese Artikelserie in der Kategorie “Zensurierte Artikel” veröffentlicht.

So traurig auch diese Vorgänge sind, so bestätigen sie doch gerade eine meiner Hauptthesen: Die Kirchengeschichte ist in einem grossen Kreis zur Situation vor der Reformation zurückgekehrt. Nur dass heute die evangelischen und evangelikalen Kirchen die Rolle der damaligen katholischen Kirche spielen. Wenn sie mit klaren Aussagen der Heiligen Schrift konfrontiert werden, die ihren eigenen Traditionen widersprechen, dann reagieren sie nicht anders als die katholische Kirche des Mittelalters auf Luther.

Sprachliche Anmerkungen:

Eine Übersetzung ins Deutsche war nicht ganz einfach, denn die deutsche Sprache gebraucht einige spitzfindige Unterscheidungen, die in anderen Sprachen nicht vorkommen. So z.B. die Unterscheidung zwischen “evangelisch” und “evangelikal”. Um nicht überall das Doppelwort “evangelisch/evangelikal” schreiben zu müssen, gebrauche ich das Wort “evangelisch” für beide. Wo spezifisch die reformierten Landeskirchen gemeint sind, schreibe ich “reformiert”.
Ebenso wird im Deutschen je nach konfessioneller Kultur entweder “Pfarrer” oder “Pastor”, entweder “Kirche” oder “Gemeinde” gesagt. Auch diese Begriffe sind in den folgenden Thesen meistens austauschbar. In der Regel bevorzuge ich “Kirche”, wo eine menschliche Organisation gemeint ist, und “Gemeinde”, wo die neutestamentliche Gemeinschaft der Christen gemeint ist.
Betr. persönliche Fürwörter richte ich mich nach der Gepflogenheit des vor-feministischen Zeitalters, als bei Verallgemeinerungen das männliche Fürwort ausreichte, um alle, auch Frauen, einzuschliessen. Ich tue dies nicht, weil ich Frauen ablehnen würde, sondern lediglich weil mir der ständige Gebrauch von Doppelwörtern wie “er/sie”, “ihm/ihr”, zu umständlich ist.


95 THESEN

I) Über die Auslegung der Bibel

1. Die Bibel ist in ihren Originalhandschriften Gottes inspiriertes Wort, irrtumslos und unfehlbar.
- Obwohl die heutigen evangelischen Kirchen im allgemeinen dies in ihrem Glaubensbekenntnis festhalten, geben viele in der Praxis der kritischen Theologie Raum, welche die Bibel als ein menschliches Wort ansieht, das Irrtümer enthalten kann.

(Im deutschen Sprachraum haben viele reformierte Kirchen bereits die kritische Theologie zu ihrer offiziellen Theologie erklärt und sind hierin also wenigstens konsequent. Im Raum der Freikirchen dürfte aber die beschriebene Inkonsequenz – die in Lateinamerika allgemein verbreitet ist – auch vorzufinden sein.) Wenn einmal die Türen geöffnet sind für die kritische Theologie, folgen unvermeidlich weitere Irrtümer in der Lehre.

2. Die heutigen evangelischen Kirchen legen im allgemeinen die Bibel durch den Filter ihrer eigenen Tradition und gemeindlicher Gewohnheiten aus. Diese Tradition hindert sie daran, zu sehen, was die Bibel wirklich sagt.
Wenn sie “Kirche” oder “Gemeinde” lesen, stellen sie sich eine heutige Kirche vor, und sind sich nicht bewusst, dass die Gemeinde des Neuen Testamentes sehr anders war. Wenn sie “Bekehrung” lesen, stellen sie sich eine Person vor, die an einer Evangelisationsveranstaltug ein “Übergabegebet” nachspricht, und sind sich nicht bewusst, dass eine Bekehrung im Neuen Testament etwas ganz anderes war. Wenn sie “Pastor” (“Hirte”) lesen, stellen sie sich einen Pfarrer einer heutigen Kirche vor, und sind sich nicht bewusst, dass ein “Hirte” im Neuen Testament etwas ganz anderes war. (Die Beispiele könnten beliebig vermehrt werden.)

3. Die Apostelgeschichte und die apostolischen Briefe sind Beschreibungen des Normalzustandes der Gemeinde, gemäss Gottes Willen für alle Zeiten.
Der Herr ist derselbe in allen Zeiten; Sein Wort besteht für immer (Jes.40,8, Matth.24,35); und wenn er irgendeine Änderung vorgesehen hätte für die Zeit nach dem Abschluss des Neuen Testamentes, dann hätte er dies zum voraus prophetisch angekündigt.
Die heutigen evangelischen Kirchen betrachten im allgemeinen die Apostelgeschichte nur als einen Bericht aus vergangenen Zeiten; oder sie interpretieren deren Inhalt um und passen ihn ihrer jeweiligen konfessionellen Tradition an; und auf beide Arten wird die Botschaft der Apostelgeschichte nicht wirklich auf heute angewandt. Dies ist ein schwerer Fehler, der die Kirchen blind macht dafür, wie weit sie sich von Gott entfernt haben.


II) Über die Wiedergeburt

4. Die Wiedergeburt ist eine Tat Gottes, nicht des Menschen (Joh.3,8, 6,44). Es ist Gott, der die Vorherbestimmten ruft und rechtfertigt (Röm.8,29-30). Die Verantwortung des Menschen besteht darin, auf den Ruf Gottes zu antworten mit Umkehr und Glauben (Markus 1,15, Apg.2,38, Röm.4,5).
Die evangelischen Kirchen heute (d.h. v.a. Freikirchen) glauben und lehren im allgemeinen, dass die Wiedergeburt eine Tat des Menschen ist (selbst wenn ihre offizielle Lehre anders ist) – das zeigt sich in ihren manipulativen Evangelisationsmethoden.
(Anm: Es geht mir bei dieser These nicht darum, eine spezifische Version der Prädestinationslehre zu diskutieren. Das genaue Zueinander von göttlicher Vorherbestimmung und menschlicher Verantwortung zu beschreiben, gehört zu den schwierigsten theologischen Fragestellungen überhaupt, und ich bin da durchaus offen für eine gewisse Bandbreite an Meinungen. Worum es mir vielmehr geht, ist die Grundsatzfrage, ob wir Gottes souveränes und übernatürliches Handeln in der Wiedergeburt anerkennen, oder ob wir eine Wiedergeburt als “menschlich machbar” ansehen – und um die praktischen Konsequenzen, die die Beantwortung dieser Frage z.B. für die Evangelisation hat.)

5. Die Wiedergeburt geschieht nicht durch das Wiederholen eines Übergabegebetes, oder andere menschliche “Methoden”. Es gibt kein Beispiel im Neuen Testament, wo jemand auf solche Weise wiedergeboren worden wäre.
- Die evangelischen Kirchen heute nehmen im allgemeinen jemanden als “bekehrt” an, wenn er ein Übergabegebet gesprochen hat (resp. die reformierten Kirchen, wenn jemand als Kind getauft wurde). Aufgrund dieser verfehlten Praxis sind die Kirchen verführt, und merken nicht, dass viele falsche Brüder unter ihren Mitgliedern sind.

6. Die wirkliche Umkehr besteht darin, Sünde zu bekennen und hinter sich zu lassen (Spr.28,13). Damit jemand zu einer solchen Umkehr kommt, muss er durch den Heiligen Geist von seiner Sünde überführt werden (Joh. 16:8-9).
Ein Sündenbekenntnis ohne vorausgehende Überführung durch den Heiligen Geist, und ohne den festen Entschluss, die Sünde hinter sich zu lassen, ist keine wirkliche Umkehr.

7. Die heutigen evangelischen Kirchen im allgemeinen verkündigen weder diese wirkliche Umkehr, noch praktizieren sie sie. Als traurige Konsequenz sind viele derer, die sich als Christen verstehen, nie wirklich von neuem geboren worden.

8. Der wahre Glaube, der auf das einmalige Opfer Jesu Christi zur Vergebung der Sünden und zu unserer Erlösung vertraut, führt zu einer Gewissheit, jetzt erlöst zu sein, nicht nur zu einer Hoffnung, “eines Tages” erlöst zu werden (Joh.5,24).

9. Dieser wahre Glaube kann erst dann wirksam werden, wenn jemand vom Heiligen Geist von seiner Sünde überführt worden ist und wirklich zur Umkehr gekommen ist; vorher nicht.
Wer versucht, auf das Opfer Jesu zu vertrauen, oder das “Geschenk der Erlösung” anzunehmen, ohne die Überführung von der Sünde erlebt zu haben, der lebt in einem falschen Vertrauen, weil er gar noch nicht weiss, von welcher Gefahr und welchem Urteil er erlöst werden muss.

10. Der wahre Glaube nimmt nichts von Gott “in Anspruch”, und macht auch keine “positiven Bekenntnisse” über etwas, was er sich nur vorstellt, während die Wirklichkeit anders ist. Derartige “Rezepte” stammen vom “positiven Denken” des New Age her, nicht von der Bibel.
Der wahre Glaube vertraut schlicht und fest darauf, dass Gott tun wird, was er versprochen hat, nicht was ich mir vorstelle.

11. Wer von neuem geboren wird, der erhält in seinem Geist das Zeugnis des Heiligen Geistes, dass er Gottes Kind ist (Röm.8,16).
Dieses Zeugnis ist nicht dasselbe wie die menschliche Vorstellung, erlöst zu sein; es ist auch kein menschlicher Akt, es “im Glauben in Anspruch zu nehmen”. Wer dieses Zeugnis erhält, der weiss mit Gewissheit, dass dieses Zeugnis nicht aus seiner eigenen Vorstellung noch aus seinem eigenen Willen entspringt. Wer dieses Zeugnis nicht in sich hat, ist nicht wiedergeboren (Röm.8,9).


III) Über Evangelisation

12. Evangelisation im Neuen Testament ist: Menschen zur Überführung von der Sünde bringen, und zur Umkehr rufen, damit sie gerettet werden. (Matth.3,2, 4,17, Apg. 2,22-23.36-38, Röm.3,19-24)

13. Im Neuen Testament wurden keine Aufrufe gemacht, “Jesus anzunehmen” oder ähnliches.
Es wurde zur Umkehr gerufen; aber jeder musste diese Umkehr aus eigener Initiative bezeugen, nicht als rituelle Reaktion auf einen Aufruf. (Die Anweisung “Kehrt um und werdet getauft…” wurde nur jenen gegeben, die schon von sich aus gefragt hatten: “Was muss ich tun, um gerettet zu werden?” – Apg.2,37-38, 16,30-33).

14. Die heutigen evangelischen (Frei-)Kirchen im allgemeinen rufen in ihrem Eifer, mehr Mitglieder zu gewinnen, nicht-reuige Sünder dazu auf, “Jesus anzunehmen”. Dies bewirkt viele falsche Bekehrungen und sehr wenige echte Bekehrungen.

15. Im Neuen Testament brachten die Christen keine Unbekehrten zu den Versammlungen der Gemeinde.
Im Gegenteil, die Nichtgläubigen hatten Angst davor, sich mit der Gemeinde zusammenzutun (Apg.5,13). Nur nachdem sie sich bekehrten, begannen sie sich mit der Gemeinde zu versammeln. (Dies sollte nicht mit den öffentlichen Versammlungen auf öffentlichen Plätzen verwechselt werden, wo jedermann die Möglichkeit hatte, der Lehre der Apostel zuzuhören, ohne Teil der Gemeinde zu sein.)

16. Die heutigen evangelischen Kirchen bringen im allgemeinen Unbekehrte zu ihren Versammlungen; diese Unbekehrten beginnen sich dann äusserlich wie Christen zu verhalten, bis sie als “Brüder” angenommen sind, während sie in Wirklichkeit nie von neuem geboren wurden. So füllen sich die Kirchen mit falschen Brüdern.
Schon die Tatsache, dass Unbekehrte überhaupt keine Furcht mehr davor haben, sich mit der Gemeinde zusammenzutun, ist ein Zeichen, dass wir uns weit entfernt haben vom Zustand der Urgemeinde.

17. Im Neuen Testament bezeugte ein Sünder seine Umkehr, indem er sich taufen liess. (Apg. 2,38-41, 8,12, 8,35-38, 10,47-48, usw.)

18. Die heutigen evangelischen Kirchen, soweit sie die Erwachsenentaufe pflegen,
- zögern oft die Taufe wirklich Bekehrter unnötig hinaus; während dieser Wartezeit kann der Feind alle möglichen Zweifel, Versuchungen und Entmutigung in die Herzen der Bekehrten säen;
- taufen aus mangelndem Unterscheidungsvermögen Unbekehrte, die einfach gelernt haben, sich an die äusseren Formen des Christentums anzupassen, nachdem sie viel Zeit zusammen mit Christen verbracht haben.

Ein wirklicher Bekehrter muss mit der Taufe nicht warten; und ein unechter Bekehrter wird durch eine lange Wartezeit nicht zu einem echten.

19. Die Evangelisation im Neuen Testament versprach nie etwas anderes als die Erlösung und das ewige Leben.
Es wurde weder Heilung, noch die Lösung persönlicher Probleme, noch Wohlstand oder Glück versprochen als “Belohnung” für eine Bekehrung. Im Gegenteil, der Herr rief seine Nachfolger dazu auf, um seinetwillen alles zu verlieren, sogar ihr eigenes Leben (Matth.10,37-39, 16,24-26, Luk.9,57-62). Nur jene, die dem Herrn auf diese Weise nachfolgen, können dann auch die Verheissung erhalten: “… und alle diese Dinge werden euch hinzugetan werden” (Matth.6,33) – was sich lediglich auf die Grundbedürfnisse des Lebens bezieht.

20. Die heutigen evangelischen Kirchen versuchen im allgemeinen neue Bekehrte zu gewinnen mit Versprechen von Heilung, Lösung persönlicher Probleme, Wohlstand und Glück, usw. Auf diese Weise gibt es falsche Bekehrungen, weil sich die Menschen aus falschen und egoistischen Motiven “bekehren”.

21. So wie ein neugeborenes Baby nach Milch schreit, sucht ein wirklich wiedergeborener Christ von sich aus die Gemeinschaft mit dem Herrn und mit seinen Brüdern.
Wer nach der Bekehrung keinen solchen Hunger und Durst nach dem Herrn hat, ist nicht wirklich bekehrt.
Viele Mitglieder heutiger evangelischer Gemeinden müssen ständig “angespornt” oder “ermahnt” werden, weil sie von sich aus diesen Hunger und Durst nach dem Herrn nicht haben; aber das zeigt nur, dass sie in Wirklichkeit nicht wiedergeboren sind.

22. Die heutigen evangelischen Kirchen unternehmen im allgemeinen irrige Bemühungen, an falschen Bekehrten “Nacharbeit” zu machen, z.B. indem sie sie zum Gottesdienst schleppen, zu dem sie gar nicht gehen wollen; oder indem sie sie unter Druck setzen, sich “christlich” zu verhalten, während ihre unbekehrte Natur sie nach der anderen Seite zieht, usw. Das alles ist eine Verschwendung von Zeit, Kräften und anderen Mitteln, während die wirkliche Arbeit Gottes vernachlässigt wird: Menschen zu einer wirklichen Umkehr und einem wirklichen Glauben zu führen, gemäss den Prinzipien, die Gott selber aufgestellt hat.


IV) Über Heiligung und Heiligkeit

23. Das Neue Testament nennt nirgends einen Ungläubigen einen “Heiligen”, “Bruder” oder “Christ”; und nirgends nennt es einen wiedergeborenen Christen “Sünder”. Ein wiedergeborener Christ ist heilig, weil er der Sünde gestorben ist und für Gott lebendig ist (Röm.6,3-11).
Die heutigen evangelischen Kirchen sind im allgemeinen verwirrt, weil sich in ihnen Sünder befinden, die sich “Brüder” nennen, und Heilige, die sich “Sünder” nennen. – Luthers Ausdruck “Heiliger und Sünder zugleich” ist nicht biblisch.

24. Ein wiedergeborener Christ lebt gemäss dem Heiligen Geist (Röm.8,1.4.9.12-13), und mit der Hilfe des Geistes wendet er sich von der Sünde ab und erfüllt so die Gerechtigkeit, die Gott verlangt (Röm.8,4).
Er reinigt sich, weil er den wiederkommenden Herrn erwartet (1.Joh.3,2-3), und sündigt nicht bewusst (1.Joh.3,6-9). Ein wahrer Christ “folgt der Heiligkeit, ohne die niemand den Herrn sehen wird” (Heb.12:14).

25. Diese Heiligkeit erlangt niemand durch eigene Anstrengungen, sondern durch das Wirken des Herrn, “der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt” (Phil.2,13, 1.Kor.15,10, Joh. 15,4-6, Eph.2,10).
Ein wahrer Heiliger bemüht sich nicht, das Gute oder Richtige zu tun; aber er bemüht sich, in Christus zu bleiben (und als Ergebnis wird er effektiv das Gute tun).

26. Diese Heiligkeit hat nichts damit zu tun, religiöse Rituale oder äussere Vorschriften zu erfüllen; sondern sie hat mit der Integrität des Herzens zu tun, die Gott in allem gefallen möchte (Ps.40,6-8, Ps.51,6.10).
Die heutigen evangelischen Gemeinden verstehen “Heiligkeit” allgemein in einem rituellen Sinn (die “richtigen” und äusserlich “akzeptablen” Dinge zu tun). Sie unterwerfen sich äusseren Vorschriften, “du sollst nicht in die Hand nehmen, nicht kosten, nicht berühren…”, was einen Anschein von Weisheit hat, aber nichts ausrichtet gegen die Gelüste des Fleisches (Kol.2,20-23). Sie führen Rituale durch von “Gottesdienst”, “Lobpreis”, “Gebet”, “Bekehrung”, “Versöhnung” – alles der äusseren Form nach, aber die geistliche Realität fehlt. (Matth.15,7-9).

27. Die heutigen evangelischen Kirchen im allgemeinen verkündigen weder die wahre Heiligkeit, noch praktizieren sie sie.
In ihrer Mehrheit entschuldigen sie entweder die Sünde und übergehen sie leichthin; oder sie versuchen, die Heiligkeit durch menschliche Anstrengungen zu erreichen, die in Wirklichkeit fleischlich sind (Phil.3,4-9). Deshalb sagt die Welt: “Warum soll ich Christ werden, wenn sie auch nicht besser sind als ich?” Und der Name Gottes wird gelästert unter den Heiden durch unsere Schuld (Röm.2,24).

28. Viele Mitglieder evangelischer Kirchen nennen sich selbst “unwürdige Sünder”. Damit geben sie Zeugnis gegen sich selbst, dass sie nicht gerettet sind.
Viele benutzen diesen Ausdruck sogar als Entschuldigung, um weiter zu sündigen; und so zeigen sie, dass sie sich nie wirklich bekehrt haben. – Die Praktik, “um Vergebung zu bitten, um nachher wieder sündigen zu können”, ist völlig entgegen dem Willen Gottes (Jer.7,9-11).

29. Das Evangelium besteht (wie schon Luther hervorgehoben hat) grundsätzlich aus zwei Botschaften: die Botschaft des Gesetzes und die Botschaft der Gnade. Im Neuen Testament wird das Gesetz den Sündern verkündigt, damit sie von ihrer Sünde überführt und zu Jesus Christus geführt werden (Gal.3,22-24). Die Gnade wird den reuigen Sündern verkündigt, damit sie zum Glauben kommen (Röm.3,21-24), und den Gläubigen, damit sie in ihrem Glauben gefestigt werden (Röm.6,14, 1.Petrus 1,13).

30. Die heutigen evangelischen Kirchen haben im allgemeinen diese Ordnung umgedreht: sie verkündigen die Gnade den nicht-reuigen Sündern, und das Gesetz den Gläubigen.
Dieser Fehler bewirkt zwei entgegengesetzte Übel, die ich im folgenden beschreiben werde. In den heutigen evangelischen Gemeinden, wo eines dieser Übel festgestellt wird, da wird häufig das andere Übel als Gegenmittel vorgeschlagen, während in Wirklichkeit beides sehr grosse Übel sind:

31. Die “billige Gnade” (Bonhoeffer) ist das Übel, das davon kommt, wenn den nicht-reuigen Sündern die Gnade verkündet wird.
Es ist nicht biblisch zu sagen, dass der Herr alle unsere Sünden vergibt, unabhängig davon, ob wir zur Umkehr kommen oder nicht (Lukas 13,3). Es ist nicht biblisch zu sagen, die Erlösung koste nichts (Matth 16,24-25, Matth.13,44-46). Eine solche Verkündigung produziert nicht-reuige Sünder, die zu Gott kommen und sagen: “Wir sind befreit, um weiterhin alle diese Greuel zu verüben” (Jer.7,8-11).

32. Das “Joch der Pharisäer” ist das Übel, das davon kommt, wenn den wiedergeborenen Gläubigen das Gesetz verkündigt wird.
Es ist nicht biblisch, die Heiligkeit eines Christen nach seiner Anpassung an äusserliche Regeln zu messen (wie z.B. die Häufigkeit seines Gottesdienstbesuchs, die Höhe seiner Spenden, usw.) – Siehe Matth.15,7-9.
Diese Verkündigung bewirkt, dass die Christen “von der Gnade fallen” (Gal.5,4) und wieder an ihrer Erlösung zweifeln; sie werden dazu verleitet, wieder aus eigener Kraft zu leben statt aus der Kraft Gottes; und so werden sie unter ein Joch gezwängt, das sie nicht erfüllen können, und beginnen mit der Zeit tatsächlich den Glauben zu verlieren.
Ausserdem bewirkt diese Verkündigung, dass die nicht-reuigen Sünder, die in der Kirche sind, sich so zu benehmen beginnen, als wären sie Christen, indem sie die äusserlichen Vorschriften erfüllen, während ihr Herz unbekehrt bleibt. Daraus entsteht eine derartige Verwirrung, dass es fast unmöglich wird, zwischen den echten und den falschen Christen in der Kirche zu unterscheiden.

33. Ebenso ist es das “Joch der Pharisäer”, über das Verhalten der Gemeindeglieder Kontrolle auszuüben mit Hilfe von Reglementen und Disziplinarverfahren über äusserliche Angelegenheiten und Menschengebote; oder dieselbe Art Kontrolle auszuüben mit Druckversuchen und persönlichen Drohungen.
Diese Art “Behirtung” verhindert die Entwicklung des Gewissens der Christen, und hält sie gefangen in einer immerwährenden Unreife.
(siehe No.61 und 62 über die “Gemeindezucht”)

34. Wenn in der Gemeinde des Neuen Testamentes Sünde war, dann kam diese Sünde ans Licht; und das führte zur Umkehr (oder wo nicht, zur Strafe Gottes); und in beiden Fällen war das Ergebnis Gottesfurcht. (Apg. 5,1-11, 8,18-24, Gal.2,11-14)
Es wurde als normal angesehen, dass ein Ungläubiger, wenn er zufällig in eine Versammlung von Christen geriet, dort durch Gottes Wirken von seiner Sünde überführt wurde (1.Kor.14,24-25).

35. In den heutigen evangelischen Kirchen geht im allgemeinen die Sünde weiter, ohne ans Licht zu kommen; und sogar wenn sie ans Licht kommt, gibt es keine wirkliche Umkehr.
In den Gemeinden geschieht Diebstahl, Betrug, sexueller Missbrauch, Ehebruch. Lüge und Verleumdung werden bereits als normal angesehen. Das übernatürliche Wirken Gottes, die Sünde ans Licht zu bringen und davon zu überführen, geschieht nicht mehr. Das ist ein Zeichen, dass die Kirche als ganze sich sehr weit vom Willen und Standard Gottes entfernt hat.

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9 Antworten zu „95 Thesen über die Lage der evangelischen (evangelikalen) Gemeinden (1.Teil)“

  1. karl gerd sagt:

    Das Neue Testament nennt nirgends einen wiedergeborenen Christen „Sünder“.
    … schreibst du.

    Wieso schreibt Paulus dann: WIR SIND allemal SÜNDER und ermangeln des Ruhms, den wir haben sollten.???
    Wieso schreibt Johannes an Christen: Wer sagt, er sündigt nicht, ist ein Lügner ???
    P.S. Ich finde deine Beiträge sehr erhellend. Aber ob 95 neue Thesen das organisierten Christentum auf den einfachen Jesusweg zurückführen, bezweifle ich. Das babylonische System der Religion kann nicht geheilt werden. Es ist die Krankheit.

    • NovumTestamentum sagt:

      Willkommen, Karl!

      Mit dem P.S. bin ich einverstanden … leider wurde mir das erst klar, als die Thesen schon veröffentlicht waren. Andererseits hoffe ich, die Thesen können vielleicht etwas zur Klärung beitragen für jene Christen, die zumindest mit den Grundlagen einverstanden sind (göttliche Inspiration und Unfehlbarkeit der Bibel; Notwendigkeit von Bekehrung=Umkehr, Glaube an Jesus und Wiedergeburt).

      Was Deine angeführten Bibelzitate betrifft, so sind sie etwas ungenau. Mit dem ersten Zitat nehme ich an, es ist Römer 3,23 gemeint. In der Lutherübersetzung 1912 heisst es “SIE sind allzumal Sünder”; Schlachter 1951 und Elberfelder 1905 “ALLE haben gesündigt” (klar, auch die Christen haben vor ihrer Bekehrung gesündigt). Von “WIR” steht da nichts. Im Textzusammenhang bezieht sich die Stelle klar auf Nicht-Wiedergeborene, denen unmittelbar darauf (Vers 24 ff) die Erlösung durch Jesus Christus angeboten wird.
      Die Johannes-Stelle bezieht sich, wie ich annehme, auf 1.Johannes 1,8? Wörtlich: “Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben…” – Hier kann ich jetzt nicht auf alle Einzelheiten eingehen (werde das einmal in einem Artikel tun); hier nur kurz: Falls hier wirklich von gegenwärtigen Sünden eines Christen die Rede ist (das steht vom Wortlaut her nicht fest, es könnten auch Sünden vor der Bekehrung gemeint sein), dann ist diese Stelle (Zusammenhang berücksichtigen!) nicht eine Aussage darüber, dass das Sündigen von Christen normal sei, sondern es ist eine Anweisung dafür, wie sie, WENN sie einmal gesündigt haben, so bald wie möglich von dieser Sünde gereinigt werden können. (Vers 9: “…und REINIGT UNS von aller Ungerechtigkeit”.) Zum unmittelbaren Textzusammenhang gehört auch Kap.2 Vers 1 (die Kapiteleinteilung reisst hier leider Zusammengehöriges auseinander): “Meine Kinder, ich schreibe euch dieses, AUF DASS IHR NICHT SÜNDIGT…” Noch klarer sind Kapitel 3, Verse 3 bis 10.

      Es ist ein entscheidender Bestandteil der Erlösungsbotschaft, dass Jesus Christus die an Ihn Glaubenden nicht nur von der Sünden-”Strafe” befreit, sondern von der Sünde selbst (d.h. von dem Zwang, sündigen zu müssen)! Dass diese Erlösungsbotschaft verneint wird, ist m.E. ein wichtiger Grund für den traurigen Zustand der gegenwärtigen Kirchen. – Damit möchte ich nicht abstreiten, dass manche Christen (auch echt wiedergeborene Christen) in der Praxis oft nicht in dieser Freiheit leben; aber das ist keine Grundlagenfrage mehr, sondern eine seelsorgerliche. Und gerade die Verneinung der biblischen Grundlagen in vielen Kirchen macht es diesen Christen schwer, an die Freiheit zu glauben, die Jesus ihnen anbietet, und darin zu leben.

  2. Thomas Rießler sagt:

    Insbes. zu Punkt 35: Wenn eine Kirche in einem derart schlimmen Zustand ist, stellt sich die Frage, ob sie geistig zur Hure Babylon gehört. In diesem Fall bestände der Auftrag für die Gläubigen nicht darin, die Kirche zu reformieren, sondern sie zu verlassen (Offb 18). Bei den sieben Gemeinden aus den Sendschreiben werden zwar ebenfalls gravierende Fehlentwicklungen beschrieben, jedoch greift hier Gott korrigierend ein, um Schlimmeres zu verhindern, vielleicht nicht gerade in Form von 95 Thesen, aber dafür konkret auf die Situation in der Gemeinde zugeschnitten. Soweit mein Verständnis der Aussage der Johannesoffenbarung in Bezug auf die Missstände in den Gemeinden.

  3. karl gerd sagt:

    Lieber Bruder!
    Du hast recht, ich habe Paulus etwas nachlässig zitiert und das Thema ist zu speziell für einen Thesenanschlag.
    Auch deine Ausführungen, daß wir nicht mehr sündigen MÜSSEN etc. , kann ich nur unterstreichen. Es gibt aber auch eine fleischliche ‘ Ich bin in Christus nur noch ein Highliger’-Überzeichnung, die mir z.B. bei der Wort & Geist-Theologie des Helmut Bauer begegnet. Da begegnet mir ein selbstinszenierter Perfektionismus der kleinen Götter.
    Was aus Gott geboren ist, kann nicht sündigen. sagt uns Johannes. Doch:
    «… dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der grösste BIN.’ sagt Paulus im NT in 1. Tim.1.15 Auch am Ende des Jakobusbriefes werden die Sünder in der Gemeinde aufgerufen Busse zu tun. Unsere vom Fleisch geprägte Seele ist in einem Verwandlungsprozess der Heiligung durch den Gott des Friedens. Wir sind bislang nur im Geist versetzt an himmlische Orte. Deswegen lasst uns im Geist die sündigen Werke des Fleisches töten.
    Gott ist gut. Sonst Keiner.

    • NovumTestamentum sagt:

      Ja, so kann ich das eher stehenlassen. Dass wir auch als Christen weiterhin in einem Kampf gegen die Sünde stehen, habe ich ja in den Thesen auch angesprochen.
      Dass es auch das andere Extrem, den übertriebenen Perfektionismus gibt, ist mir auch bewusst. Nur scheint mir diese Gefahr im gegenwärtigen Zeitklima nicht besonders gross zu sein, zumindest nicht in den “Mainstream”-Kirchen. Dort sehe ich viel eher die Tendenz zur billigen Gnade (“wir sind doch alle Sünder, da kommt es auf ein bisschen mehr sündigen nicht mehr an”). “Wort und Geist” ist ja, wenn ich richtig informiert bin, eher eine Sekte als eine evangelikale Kirche?

  4. 95 Thesen über die Lage der evangelischen (evangelikalen) Kirchen – 2.Teil « Christlicher Aussteiger sagt:

    [...] Christlicher Aussteiger Persönliches, Nachdenkliches, Provozierendes und anderes aus dem peruanischen Hochland « 95 Thesen über die Lage der evangelischen (evangelikalen) Gemeinden (1.Teil) [...]

  5. 95 Thesen über die Lage der evangelischen (evangelikalen) Kirchen – 2.Teil « GemeindeDNA Blog sagt:

    [...] Sinn und Hintergrund dieser „95 Thesen“, siehe das Vorwort im 1.Teil.  Hier die [...]

  6. Thomas Rießler sagt:

    Hallo NovumTestamentum,
    Im Bereich „Über die Auslegung der Bibel“ habe ich den Eindruck, dass die Wahl der zu verwendenden Auslegungsmethode (wörtlich, allegorisch, historisch-kritisch etc.) zentral ist. In dem Gottesdienst einer pietistischen Gemeinschaft wurde z. B. neulich folgende Auffassung gepredigt: „Wisst Ihr, man kann die Bibel wörtlich nehmen oder ernst, beides zusammen geht nicht.“ Im Anschluss kamen einige Spekulationen bzw. freie Interpretationen des biblischen Textes, was dann unter allgemeiner Zustimmung in eine Verkündigung von billiger Gnade mündete. Viele Unterschiede in der Lehre scheinen mir auf unterschiedlichen Herangehensweisen an den Text zu beruhen.
    Zweitens habe ich den Eindruck, dass nur wenige Menschen den biblischen Text selbständig und unvoreingenommen lesen. Meistens wird doch Sekundärliteratur anstelle der Bibel gelesen und falls doch mal in der Bibel selbst gelesen werden sollte, dann durch die konfessionelle Brille oder durch die Brille des Pastors, wie du schon geschrieben hast. Dies erschien mir schon immer sehr unnatürlich zu sein und das Wirken des heiligen Geistes zu behindern. Es ist doch viel natürlicher, sich selbst auf eine unbefangene Art und Weise mit dem biblischen Text zu beschäftigen und sich vom heiligen Geist leiten zu lassen. Damit reden sie der alten katholischen Vorstellung das Wort, dass die primitiven Bauernlümmel des Mittelalters doch unfähig seien, die Bibel selbstständig zu verstehen, so dass man die Auslegung der Geistlichkeit überlassen müsse. Von Luther ist mir (neben der Befreiung der Menschen von der römisch-katholischen Kirche) in erster Linie seine neue Bibelübersetzung im Gedächtnis geblieben. Ob er für eine Erweckung gebetet hat, ist mir nicht bekannt.

  7. Mein Glaubensbekenntnis? « Christlicher Aussteiger sagt:

    [...] die mir in der gegenwärtigen Situation wichtig und kritisch erscheinen, habe ich in den „95 Thesen über die Lage der evangelischen/evangelikalen Kirchen“ Stellung genommen. Aber diese Thesen stehen zur Diskussion offen, und wenn ich es in irgendeinem [...]

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