Noch eine Lektion von Jeremia

12. Januar 2022

Jeremia hatte eine sehr undankbare Aufgabe. Er musste eins übers andere Mal dem Volk das Gericht Gottes voraussagen, die Zerstörung Jerusalems und die babylonische Gefangenschaft. Und zugleich liess Gott ihn wissen, dass er damit das Gericht nicht würde abwenden können, weil es beschlossene Sache war und das Volk nicht umkehren würde. Gott sagte sogar zu Jeremia:

„So bitte du nun nicht für dieses Volk und tue kein Flehen noch Gebet für sie; denn ich will sie nicht hören, wenn sie zu mir schreien in ihrer Not.“ (Jeremia 11,14)

Mit seinen Voraussagen stand Jeremia oft in Konfrontation gegen eine ganze Reihe anderer Propheten, die das Gegenteil sagten. (Siehe z.B. Kapitel 26, 27 und 28.) In den Augen der Öffentlichkeit musste es so aussehen, als ob die anderen Propheten, die in der Mehrheit waren, die Stimme Gottes verkörperten, während Jeremia der falsche Prophet war, der Querdenker und Verführer.

Dann kam der Tag, als Jeremia die Erfüllung seiner Voraussagen erlebte. Er befand sich als Gefangener im Hof des Palastes des Königs, als dieser seinen misslungenen Fluchtversuch unternahm und von Nebukadnezar gefangengenommen wurde (Kapitel 39). Daraufhin eroberten und zerstörten die Babylonier die Stadt, und führten die meisten Einwohner gefangen nach Babylon.

Die Babylonier befreiten Jeremia und erlaubten ihm zu wählen, ob er nach Babylon mitkommen oder in Jerusalem bleiben wollte (40,1-6). Jeremia hatte mehrmals prophezeit, dass die Juden nach Babylonien gehen müssten, und Gott ihnen dann gnädig sein würde; während es jenen, die in Juda blieben, schlecht gehen würde (24,5-10; 27,11). Von daher ist seine Entscheidung, in Jerusalem zu bleiben, schwer verständlich. Es waren Gerüchte im Umlauf, Jeremia sei ein Verräter im Dienst der Babylonier. Blieb er in Jerusalem, um diesen Gerüchten nicht noch mehr Auftrieb zu verleihen? Oder war es Gottes Wille, dass wenigstens einer seiner treuen Propheten bei diesem Häufchen der „Geringen im Lande“ bliebe? Wir wissen es nicht.

Jedenfalls war Jeremia jetzt ganz klar als ein echter Prophet Gottes bestätigt worden. Alle seine Voraussagen waren in Erfüllung gegangen. Man sollte denken, das Volk würde ihn jetzt ernstnehmen und auf ihn hören.


Da gibt es eine deutliche Parallele zur Gegenwart. Zwar gibt es leider in der gegenwärtigen westlichen Christenheit keinen Propheten vom Format eines Jeremia. (Der letzte war wahrscheinlich David Wilkerson mit seinen Voraussagen über den moralischen und wirtschaftlichen Zusammenbruch der USA. Aber er lebt nicht mehr.) Doch scheint mir, Gott hat einige „Weltmenschen“ berufen, um wenigstens aus dem Blickwinkel ihrer weltlichen Expertise Licht zu bringen in einige Entwicklungen der Gegenwart.

So haben z.B. einige Investigativjournalisten schon seit manchen Jahren gewarnt, die USA (und evtl. auch andere Länder) würden dereinst unter ein „medizinisches Kriegsrecht“ gestellt. Wie Jeremia wurden auch sie als falsche Propheten und Verräter verschrieen. Aber siehe da, ihre Voraussage hat sich erfüllt.

Edward Snowden sagte bereits im März 2020:

„Wir verlieren Rechte, für die wir in Revolutionen gekämpft haben, für die Bewegungen gegründet wurden, die in jahrhundertelangen Bemühungen errungen wurden, und dann verlieren wir sie in einem Moment der Panik (…)
Wann haben Sie zum letzten Mal eine kurzfristige Aufhebung unserer bürgerlichen Rechte erlebt? (…) Notrechtsmassnahmen werden beharrlich. Die Behörden finden Gefallen an ihren neuen Befugnissen, auch nachdem die ursprüngliche Notsituation vorbei ist. Sie finden einfach neue Anwendungen ihrer neuerworbenen Gewalt. Dann versuchen sie neue Gesetze einzuführen, um diese Gewalt permanent zu machen. (…) Die Regierung braucht nicht einmal die Polizei hinter Ihnen her zu schicken. Zum voraus programmierte Computer-Algorithmen sorgen dafür, dass Sie automatisch Ihre Arbeit verlieren (…).
Die Regierung wird immer ihre Macht missbrauchen. Die einzige Art, eine bessere Regierung zu bekommen, ist der Widerspruch. Wenn das Volk aufsteht und sagt: ‚Das geht zu weit, damit bin ich nicht einverstanden, da mache ich nicht mehr mit (…)‘. Das ist Demokratie.“

Die etablierten Nachrichtenmedien haben natürlich nicht über diese Warnung berichtet. Aber auch diese Voraussage hat sich erfüllt. Was als eine „vorübergehende Massnahme von zwei Wochen“ begann, ist zu einer permanenten Entrechtung der Menschheit und Ausserkraftsetzung des Rechtsstaates geworden.

Analysten haben schon in der ersten Hälfte 2020 gewarnt, die hemmungslose Ausschüttung von staatlichen Geldspenden, bei gleichzeitiger Unterdrückung der Güterproduktion und -verteilung, würde zu einer unkontrollierbaren Inflation führen. (Das ist so grundlegende Wirtschaftskunde, dass sogar ich als Laie das verstehen kann.) Sie wurden lächerlich gemacht oder überhaupt nicht zur Kenntnis genommen. Aber jetzt beginnen sogar die etablierten Nachrichtenmedien ab und zu über besorgniserregende Inflationswerte zu berichten. (Nur dass sie diese anderen Ursachen zuschreiben.)

Ärzte und medizinische Forscher haben 2020 aufgrund ihrer Erfahrung und früheren wissenschaftlichen Untersuchungen gewarnt, die überstürzt eingeführte und nicht genügend getestete Präventionstherapie zur angeblichen Eindämmung der aktuellen Modekrankheit würde den umgekehrten Effekt haben und viele Menschen noch anfälliger machen. Sie wurden verlacht oder zum Schweigen gebracht; einige verloren ihre Arbeitsstelle und ihre akademische Anerkennung. Die Statistiken aus den in der „Prävention“ am weitesten fortgeschrittenen Ländern, die jetzt allmählich ans Licht kommen, zeigen aber, dass sie recht hatten.


Man sollte also denken, auch heute würde das Volk diese „säkularen Propheten“ jetzt ernstnehmen und auf sie hören. Aber was geschah zur Zeit Jeremias?

Die Voraussagen Jeremias erfüllten sich weiterhin. Die Zurückgebliebenen in Juda erlebten einen blutigen Aufstand nach dem anderen. Schliesslich heisst es: “ …sie wollten nach Ägypten ziehen vor den Chaldäern. Denn sie fürchteten sich vor ihnen, weil Ismael (…) den Gedalja (…) erschlagen hatte, den der König von Babylon über das Land gesetzt hatte.“ (41,17-18)
Doch bevor sie diesen Schritt unternahmen, kamen „alle Hauptleute des Heeres und alles Volk“ zu Jeremia und baten ihn: „Bitte für uns (…), dass uns der Herr, dein Gott, zeige, wohin wir ziehen und was wir tun sollen.“ (42,2-3). Sie versprachen sogar: „Sei es Gutes oder Böses, wir wollen der Stimme des Herrn, unsers Gottes gehorchen … damit es uns gut gehe …“ (42,6)

Nach zehn Tagen erhielt Jeremia die Antwort Gottes:
„Wenn ihr in diesem Land bleibt, dann werde ich euch aufbauen und nicht zerstören; ich werde euch pflanzen und nicht ausreissen (…) Wenn ihr aber nach Ägypten zieht, dann wird euch in Ägypten das Schwert treffen, vor dem ihr euch fürchtet; und der Hunger, um den ihr euch sorgt, wird euch dort in Ägypten anhangen, und ihr werdet dort sterben.“ (42,10.15-16)

Alles klar? Jeremias ist nach dem Eintreffen seiner Prophezeiungen vor aller Augen als Prophet Gottes gerechtfertigt; das Volk hat versprochen, jetzt Gott zu gehorchen; und Gott gibt ihnen eine klare Anweisung.

Aber siehe da: „Da sagten Asarja (…) und Johanan (…) und alle hochmütigen Männer zu Jeremia: ‚Du lügst; Gott hat dich nicht zu uns gesandt (…), sondern Baruch (…) hetzt dich auf, damit wir den Chaldäern übergeben werden, damit sie uns töten und uns nach Babylon wegführen.“ (in dieser Reihenfolge? Man sieht, dass das Denken dieser Männer schon nicht mehr ganz kohärent ist…) (43,2-3)

So zogen die Übriggebliebenen nach Ägypten, und führten auch Jeremia und Baruch mit sich. Dort in Ägypten erhielt Jeremia seine letzten beiden Prophetien. „Nebukadnezar wird seinen Thron über diesen Steinen hier errichten, und er wird in Ägypten töten, wer getötet werden muss; gefangen führen, wer gefangengeführt werden muss; und mit dem Schwert erschlagen, wer mit dem Schwert erschlagen werden soll.“ (43,9-13)
Und schliesslich hielt er noch eine längere Rede, in der er die Juden daran erinnerte, wie all die früheren Ankündigungen des Gerichtes Gottes eingetroffen waren, weil sie Gott verlassen und anderen Göttern gedient hatten. „Warum tut ihr so viel Böses gegen euer eigenes Leben (…) und erzürnt mich mit dem Werk eurer Hände und räuchert anderen Göttern in Ägypten (…), damit ihr ausgerottet werdet (…)? Habt ihr das Unglück eurer Vorfahren vergessen, das Unglück der Könige Judas und ihrer Frauen, dazu euer eigenes Unglück (…)?“ (44,1-14)

Ganz erschütternd ist jetzt die Antwort des Volkes auf diese letzte Prophetie, das letzte Reden Gottes vor ihrer endgültigen Vernichtung:

„Dieses Wort, das du uns im Namen des Herrn geredet hast, wollen wir von dir nicht hören; sondern wir werden jedes Wort tun, das aus unserem Mund hervorgeht; wir werden der Himmelskönigin räuchern und ihr Trankopfer opfern, wie wir und unsere Vorfahren, unsere Könige und Fürsten getan haben in den Städten Judas und auf den Gassen Jerusalems. Damals hatten wir Brot genug, es ging uns gut und wir sahen kein Unglück. Seit wir aber aufgehört haben, der Himmelskönigin zu räuchern und Trankopfer zu opfern, fehlt es uns an allem, und wir sind durch Schwert und Hunger umgekommen.“ (44,16-18)

Es gibt jetzt offenbar keinerlei Gemeinsamkeit mehr, aufgrund derer Jeremia und das Volk hätten miteinander kommunizieren können. Das Volk lebt jetzt in einem parallelen Universum; es betrachtet die Realität durch eine ganz andere Brille, hat ein völlig anderes Narrativ, ein völlig anderes Paradigma übernommen. In den Augen des Volkes ist jetzt Gott der Bösewicht; die falschen Götter sind die Erlöser; und Jeremia ist der vom wahren Glauben Abgefallene. Da das Volk in der Mehrheit ist, sieht es dieses Paradigma als die „Normalität“ an. Um es mit modernen Begriffen zu sagen: Jeremia ist beim Faktencheck vollends durchgefallen, und seine Prophetie ist als Fake-News gekennzeichnet worden; er muss jetzt „gecancelled“ werden.

So kommt es, wenn ein Volk sich von Gott abwendet. Es gibt dann keinen Weg mehr, das Volk zur Umkehr zu bringen. Selbst nachdem es die Erfüllung der Prophetien erlebt hat; selbst nachdem öffentlich bewiesen worden ist, was Wahrheit ist und was Lüge – die Herzen bleiben verhärtet, das Volk beharrt auf seiner Verblendung und rutscht immer tiefer hinein. „Gott hat sie dahingegeben“ (Römer 1,24) an ihre eigenen Begierden und ihr eigenes verkehrtes Denken.

In dieser Situation hört Gott auf zu sprechen bis zum bitteren Ende, wo er die Faktenchecks der Menschen mit seinem eigenen Realitäts-Check konfrontiert. Nebukadnezar stellte tatsächlich seinen Thron in Ägypten auf, und die abtrünnigen Juden mussten mit ihrem Leben bezahlen. Von Jeremia hören wir nichts mehr. Es muss angenommen werden, dass tragischerweise auch er selber dort in Ägypten umkam.


Viele der sogenannten Faktenchecks kommen auch heute noch auf dieselbe Weise zustande. In Wirklichkeit geht es gar nicht um Fakten, sondern um die Übereinstimmung mit dem herrschenden Narrativ. Wenn eine wissenschaftliche Untersuchung nicht mit diesem übereinstimmt, dann wird so lange gesucht, bis man einen Grund oder Vorwand findet, die beobachteten Fakten in Misskredit zu bringen.

Die zurückgebliebenen Juden wurden nicht durch Vernunftsargumente in ihrem neuen Narrativ bestärkt, sondern indem sie „der Himmelskönigin räucherten“. Die ständige Wiederholung eines Rituals führt dazu, dass dieses als „neue Normalität“ gilt. Alle Ereignisse werden dann innerhalb dieses Bezugssystems interpretiert: Wenn es uns gut geht, dann ist es dank unserem Ritual. Wenn es uns schlecht geht, dann geschieht das, weil wir in unserem Ritual nachlässig waren. – Dazu kommt die okkulte geistliche Bindung, die bei solchen Ritualen entsteht (1.Kor.10,20).

Sehen wir die Parallele? „Die Fallzahlen sind gesunken; das ist, weil wir Abstand hielten, weil wir Masken trugen, weil wir uns stechen liessen, …“- „Die Fallzahlen sind gestiegen; das ist, weil die Massnahmen nicht genügend eingehalten wurden, weil sie nicht genügend streng waren, weil sich nicht genügend Leute stechen liessen, …“ – Die so behaupteten Zusammenhänge sind nie statistisch nachgewiesen worden; aber wo es um Rituale geht, spielen Vernunftgründe keine Rolle mehr.

Neu ist nur, dass heute auch die „Wissenschaft“ von diesem Narrativ vereinnahmt wird. Früher galt als Wissenschaft die unparteiische Wahrheitssuche und der freie Wettbewerb der Ideen, wo sich jene Modelle durchsetzen konnten, welche die beobachteten Phänomene am einleuchtendsten erklärten. Als wichtiges Kriterium galt dabei dasselbe wie beim Erkennen eines echten Propheten: Erfüllen sich die gemachten Voraussagen? – Heute gilt als „wissenschaftlich“, was mit dem herrschenden Narrativ übereinstimmt. Wenn die Voraussagen der Gegenseite eintreffen, dann muss diese Nachricht totgeschwiegen werden; und wenn die Voraussagen des herrschenden Narrativs sich als falsch herausstellen, dann muss die Statistik angepasst werden, bis sie wieder mit dem Narrativ übereinstimmt. Deshalb ist auch heute nicht anzunehmen, dass die bereits erfüllten Voraussagen zu irgendwelchem Umdenken in der breiten Bevölkerung führen würden.

Nun sind aber manche der von den heutigen „Jeremias“ gemachten Voraussagen noch hängig. Ich möchte diese deshalb hier erwähnen, weil vielleicht doch noch nicht die ganze Welt unter der „Macht der Verführung“ (2.Thess.2,11) steht, und einige Menschen vielleicht ins Nachdenken kommen, wenn auch das folgende eintrifft.

Hier die wichtigsten:

  • Es wird keine Rückkehr zu freiheitlichen, demokratischen und rechtsstaatlichen Staatsformen geben, wie sie bis 2019 in der westlichen Welt üblich waren. Allenfalls werden äussere Formen beibehalten werden; aber die rechtstaatliche Substanz wird nicht wiederhergestellt werden.
  • Finanzielle Transaktionen werden nur noch digital getätigt werden können, wodurch sie vollständig überwacht und sogar „programmiert“ werden können: Bestimmte Beträge können von den Überwachern mit einem Verfalldatum versehen werden, an dem sie ihren Wert verlieren; oder mit einer Zweckbindung, sodass man damit z.B. zwar Lebensmittel kaufen kann, aber nicht einen Computer oder ein Bahnticket; oder umgekehrt.
  • Die z.Z. eingeführten digitalen Gesundheitsausweise werden verbunden werden mit der digitalen biometrischen ID, mit dem digitalen Zahlungsmittel (siehe oben), mit dem Handy, mit dem Strafregister, und mit anderen Werkzeugen. Dies ermöglicht es, jedem Menschen einen Punktestand zuzuteilen gemäss seinem Gesundheitszustand, Wohlverhalten, Arbeitsleistung, religiösen und politischen Ansichten, usw, und ihm demgemäss den Zugang zu den verschiedenen Aspekten des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens zu ermöglichen oder zu verweigern. (China macht es bereits vor.)
  • Diese Werkzeuge werden international vereinheitlicht werden, wodurch die Souveränität der einzelnen Nationen immer geringer wird bis zur Bedeutungslosigkeit.
  • Die kommende Weltwirtschaftskrise und evtl. Hungersnöte werden eine wichtige Rolle spielen als Begründung bzw. Vorwand zur Einführung der erwähnten Massnahmen.
  • Aufgrund der postulierten Klimakrise werden gewisse Kreise sich als „Beschützer des Planeten vor den Menschen“ positionieren, und in dieser Eigenschaft die verbliebenen Freiräume der übrigen Menschheit noch drastischer einschränken als bisher geschehen. Ein grosser Teil der Menschen wird glauben, sie seien tatsächlich eine „Plage“, und es wäre besser, sie wären gar nicht am Leben. Auf das Klima wird sich das alles kaum auswirken; dennoch wird das Narrativ aufrechterhalten werden mit den inzwischen hinlänglich bekannten Methoden.
  • Was die gegenwärtige Modekrankheit betrifft, so wird eine immer grössere Zahl der „Geschützten“ sterben; die Schuld daran wird aber den „Ungeschützten“ zugeschoben werden, um diese noch weiter ins Abseits zu drängen. Das dient der schnelleren Einführung der obengenannten Punkte.
  • Die grosse Mehrheit der institutionellen Kirchen und deren Leiter werden die obengenannten Entwicklungen befürworten und sogar bei deren Durchsetzung mitwirken.

Einige der genannten Voraussagen beruhen übrigens auf tatsächlichen offiziellen Verlautbarungen der Planer selber. In diesem Fall handelt es sich also nicht um „Prognosen“ aufgrund von beobachteten Entwicklungen, sondern um angekündigte Pläne. Deren Erfüllung würde dann aber noch davon abhängen, ob die Menschheit nicht unvorhergesehenerweise doch noch Widerstand leisten würde. Mit Bestimmtheit kann aber vorausgesagt werden, dass es weltweite Bestrebungen geben wird, die obengenannten Punkte zu erfüllen.
Sollten sich diese Voraussagen als falsch herausstellen, dann dürfen wir die heutigen Jeremias als falsche Propheten verurteilen – aber erst dann.

Bibellesende Christen mögen jetzt fragen: „Und wo ist die geistliche Botschaft? Mag ja sein, dass diese Voraussagen eintreffen – aber was dann?“

Darüber habe ich in früheren Artikeln schon einiges geschrieben. Deshalb hier nur zwei Zitate als Zusammenfassung:

„Denn es ist Zeit, dass das Gericht anfange beim Haus Gottes.“ (1.Petrus 4,17)

„Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen gegen die Heiligen und sie zu besiegen.“ (Offb.13,17)

Warum das „Haus Gottes“ gerichtsreif geworden ist, dazu können ja eine ganze Menge Gründe genannt werden. Der aktuellste besteht aber sicher darin, dass diese Institutionen sich beim gegenwärtigen Trend zur Vergötzung des Staates zu Komplizen gemacht haben. Das ist qualitativ nichts anderes, als „der Himmelskönigin zu räuchern“. Ich weiss nicht, ob eine tiefgreifende Bussbewegung diesen Trend noch umkehren könnte. Zur Zeit sehe ich aber leider keine Anzeichen, dass eine solche Bewegung überhaupt beginnen könnte.

Gesundheit ist eine persönliche Angelegenheit

27. Dezember 2021

Schon seit Jahrzehnten werden wir gehirngewaschen mit der Idee, Gesundheit sei Sache des Staates. Das Zauberwort, das diesen Glauben einführt, heisst „öffentliche Gesundheit“. Das ist derselbe Trick wie mit den „öffentlichen Schulen“, die in Wirklichkeit weder einer Einsichtnahme durch die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich sind, noch einer wirksamen Kontrolle von seiten der Öffentlichkeit unterworfen sind. Richtiger sollten sie „Schulen unter staatlicher Kontrolle“ heissen. Und so bedeutet auch „öffentliche Gesundheit“ in Wirklichkeit: „Gesundheit unter staatlicher Kontrolle“. (Siehe dazu auch: „Der Staat ist nicht Gott„.)

In Wirklichkeit gibt es so etwas wie eine „öffentliche Gesundheit“ gar nicht. Gesundheit ist eine persönliche Angelegenheit. Nur Einzelpersonen können im medizinischen Sinn als „gesund“ oder „krank“ diagnostiziert werden; nicht aber die „Öffentlichkeit“.

Bis vor kurzem galt in den zivilisierten Ländern das Arztgeheimnis: Ärzten war es verboten, Daten über die von ihnen behandelten Patienten und deren Gesundheitszustand weiterzugeben. In letzter Zeit fordern aber Regierungen auf der ganzen Welt immer aggressiver Zugang zu den Gesundheitsdaten der ganzen Bevölkerung, und erlassen Befehle, welche Menschen diskriminieren aufgrund ihres Gesundheitszustandes oder aufgrund erhaltener Behandlungen.

Lange Zeit galt zumindest in den Industrieländern auch die freie Arztwahl als ein Grundrecht. Man durfte nicht gezwungen oder genötigt werden, sich von einem Arzt behandeln zu lassen, den man nicht kennt oder nicht als vertrauenswürdig ansieht.
Es sollte zu denken geben, dass z.B. in den USA schon seit längerem „ärztliche Behandlung“ als dritthäufigste Todesursache auftritt. Darin sind nicht nur die Fälle eklatanter Fehlbehandlung enthalten, sondern auch eine grosse Zahl Fälle, wo Ärzte korrekt „nach Vorschrift“ gehandelt haben, und dennoch die Behandlung tödliche Folgen hatte. Ärztliche Behandlung ist nicht immer lebensrettend; es kann sogar das Gegenteil der Fall sein.

Eine persönliche Vertrauensbeziehung zwischen Patient und Arzt ist sehr wichtig für einen erfolgreichen Heilungsprozess. Ein vertrauenswürdiger Arzt wird nicht einfach routinemässig ein von der Regierung vorgeschriebenes Protokoll abwickeln. Er wird die Situation des Patienten individuell beurteilen, die besonderen Umstände seiner Krankheit oder Verletzung in Betracht ziehen, und die spezifischen Reaktionen seines Körpers auf bestimmte Behandlungen. Er wird den Patienten wahrheitsgemäss über die verfügbaren Behandlungsoptionen informieren, und über die zu erwartenden Wirkungen und Risiken. Er wird in dieser Hinsicht die Entscheidungen des Patienten respektieren. In einer solchen Vertrauensbeziehung fühlt sich auch der Patient ruhig und sicher, was wiederum die Heilung begünstigt.

Aber in den Institutionen der „öffentlichen Gesundheit“ geht es ganz anders zu und her. Das Personal, das dort arbeitet, agiert als Regierungsfunktionäre. Sie sind primär dazu angestellt, die Politik der Regierung umzusetzen, nicht die Gesundheit der Patienten zu verbessern. Sie nehmen sich selten Zeit, um die individuelle Situation jedes Patienten zu verstehen; und sie werden selten für negative Folgen ihrer Behandlungen zur Rechenschaft gezogen, da sie sich hinter der Institution verstecken können. Nicht selten werden sie sogar mit vorgegebenen bürokratischen Zielsetzungen von seiten der Regierung oder der grossen Pharmakonzerne unter Druck gesetzt: es müssen so und so viele Atemwegserkrankungen behandelt werden; so und so viele Kinder geimpft werden; so und so viele Dosen eines bestimmten Medikaments verkauft werden; so und so viele Patienten davon abgebracht werden, sich andere, günstigere Medikamente zu kaufen; usw. Das alles schlägt sich natürlich auch psychologisch auf die Patienten nieder, deren Heilungsprozess dadurch beeinträchtigt wird.

Viele Probleme des staatlichen „Gesundheitssystems“ (besser „Krankenverwaltungssystems“) können parallel zu den Problemen des staatlichen Schulsystems gesehen werden, über die in diesem Blog ja mehrere Artikel zu finden sind.

Die meisten Kinder gehen nicht gerne zum Arzt, und haben Angst. So wie ich es sehe, können wir dabei zwei Komponenten unterscheiden:

1. Die Angst vor Schmerz und Leiden.
Diese Art von Angst sollten wir dem Kind allmählich zu überwinden helfen, mit viel Geduld und Verständnis. Schmerz und Leiden sind normale Bestandteile des Lebens, und manchmal sind sie sogar nötig, um bestimmte Ziele zu erreichen. Eine körperlich anstrengende Arbeit, eine lange Wanderung, ein intensives Sporttraining bewirken ebenfalls Schmerz. In dieser Hinsicht können schon Kinder anfangen zu lernen, Nachfolger Jesu zu sein, der „um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete“ (Hebräer 12,2).

2. Die Angst vor einer Invasion seiner körperlichen Privatsphäre.
Das ist eine gerechtfertigte Angst, die wir nicht ignorieren oder auf die leichte Schulter nehmen dürfen. Es ist nur natürlich, dass wir nicht wollen, dass andere Personen unseren Körper auf eine uns unangenehme Art berühren. Es ist diese selbe Angst, die das Kind vor körperlichem und sexuellem Missbrauch schützt, denn sie löst im Kind einen Alarmzustand aus und lässt es spüren, dass etwas nicht in Ordnung ist, wenn jemand es auf unangemessene Art berührt. Wenn wir diese Alarmglocke einfach abzustellen versuchen, und wenn wir dem Kind zu verstehen geben, dass diese Angst irgendwie „falsch“ oder gar „ungehorsam“ sei (z.B. vor einer ärztlichen Untersuchung), dann versetzen wir das Kind in einen Zustand, in dem es allzuleicht Opfer von Missbrauch werden kann.
Das ist ein weiterer Grund, warum der Arzt eine Vertrauensperson sein sollte, die wir selber frei auswählen aufgrund einer persönlichen Beziehung. Es ist weder weise noch sicher, unsere Kinder von Unbekannten in einer unpersönlichen staatlichen Institution untersuchen und behandeln zu lassen.

Auch wir als Erwachsene haben es nötig, unser Selbstvertrauen wiederzuerlangen bezüglich unseres Rechts, selber über unseren Körper und unsere Gesundheit zu entscheiden. Das (bis vor kurzem) international anerkannte Prinzip der informierten Zustimmung („informed consent“) legt fest, dass niemand ohne sein freiwilliges Einverständnis einer medizinischen Behandlung unterzogen werden darf. Ein solches Einverständnis ist ungültig, wenn es mithilfe von Manipulation, Zwang, oder des Einflusses von Autoritätspersonen erzielt wurde; oder wenn der Patient nicht wahrheitsgemäss und vollständig über die möglichen Risiken informiert wurde. (Zusammengefasst aus der englischsprachigen Wikipedia.)
Das ist äusserst wichtig heutzutage, wo durch Druck oder Manipulation von Autoritätspersonen in Millionen von Menschen potenziell schädliche Substanzen injiziert werden, ohne dass diese in angemessener Weise darüber aufgeklärt werden, dass ein Risiko lebenslanger Behinderung oder gar des Todes besteht. Viele von uns Erwachsenen haben sich ebenfalls daran gewöhnt, wo es sich um medizinische Angelegenheiten handelt, unsere innere Alarmglocke auszuschalten, die uns sagt: „Es tut mir weh und es macht mir Angst, wenn sie das mit meinem Körper tun wollen.“

Wenn Gesundheit eine persönliche Angelegenheit ist, und wenn die „informierte Zustimmung“ noch irgendwelche Bedeutung haben soll, dann hat keine Regierung der Welt das Recht, bestimmte medizinische Interventionen als obligatorisch zu erklären, und andere zu verbieten. Auch wenn es vielen Menschen heutzutage befremdlich erscheinen mag: Wir brauchen keinen Regierungserlass, um unsere Zähne zu putzen, unsere Hände zu waschen, oder uns gesund zu ernähren. Entscheidungen über solche Dinge sind Privatangelegenheiten.

Nun sagt uns die Regierungspropaganda, eine bestimmte medizinische Intervention müsse unbedingt durchgeführt werden, weil wir sonst andere gefährden würden. Aber genau diese Behauptung hat keinerlei wissenschaftliche Grundlage. Im Gegenteil, sie ist bereits in vielfältiger Weise von der Realität widerlegt worden. Siehe Beispiele hier und hier, sowie hier die Graphiken über Vietnam und Thailand.


Um also zu einer gesünderen Perspektive über Gesundheit und Krankheit zu gelangen, schlage ich vor, dass wir zuerst einmal die regierungsamtlich bestellten „Experten“ von ihrem Podest herunterholen. Es ist schon eine hochkomplizierte Wissenschaft, den Krankheitsverlauf eines einzelnen Patienten angemessen zu diagnostizieren und dementsprechend zu behandeln. Nicht umsonst wird von einem Arzt verlangt, dass er ein Doktoratsstudium absolviert. Noch viel komplizierter ist es, die Ausbreitung einer Krankheit unter Millionen von Menschen zutreffend zu analysieren oder gar mit obrigkeitlichen Eingriffen in deren Lebensweise irgendwie steuern zu wollen. Das wäre mindestens so kompliziert, wie die ganze Wirtschaft eines Landes mit minutiösen Regierungsvorschriften komplett unter Kontrolle zu halten … Experimente wie die Sowjetunion oder Venezuela haben uns gezeigt, wohin das führt. Wer vorgibt, einen derart komplexen Vorgang so gründlich verstanden zu haben, dass er nun mit einschneidenden Vorschriften eine neuartige Seuche eindämmen oder gar ausrotten könne, der ist entweder ein Lügner, oder ist von einer krankhaften Selbstüberschätzung besessen. Die Realität der letzten zwei Jahre hat ja gezeigt, dass alle derartigen Versuche der sogenannten Experten kläglich versagt haben.

Sogar auf der Ebene des individuellen Patienten sollten wir unsere Einschätzung der medizinischen Möglichkeiten relativieren. Es ist nie der Arzt oder die Medizin, was uns „heilt“. Medizinische Behandlung kann lediglich dazu beitragen, dem Körper zu helfen, seine eigenen von Gott gegebenen Heilungsfunktionen effizienter auszuüben, wie z.B. die Funktionen des Immunsystems, oder die Mechanismen zur Reparatur beschädigter Gewebe.

Zweitens schlage ich vor, dass wir medizinische Behandlungsmöglichkeiten suchen und schaffen, die so weitgehend wie möglich vom staatlichen System unabhängig sind – und wenn möglich auch vom Einfluss der Grosskonzerne. Das wird in der gegenwärtigen Situation immer schwieriger, da der allgemeine Trend dahingehend gesteuert wird, die staatlichen Systeme immer stärker zu begünstigen und zu finanzieren, und unabhängige Ärzte aus ihrem Beruf zu drängen. (Auch in dieser Hinsicht haben wir eine exakte Parallele zur Schulpolitik.) Aber je mehr Menschen Anstrengungen unternehmen, ihre Unabhängigkeit diesem System gegenüber zurückzufordern, desto mehr Arbeitsmöglichkeiten wird es wieder geben für unabhängige Ärzte.

Und drittens, aber nicht etwa weniger wichtig: Geben wir Gott den Platz zurück, der ihm gebührt. Unsere Körper sind kein Staatseigentum; sie sind Schöpfung Gottes. Er ist Herr über Gesundheit und Krankheit. Suchen wir in der Krankheit zuerst Gott, und erst dann den Arzt. Und wenn wir zum Arzt gehen, dann wählen wir einen gottesfürchtigen Arzt.
Auf Gott zu vertrauen schliesst meiner Meinung nach auch ein, von den Heilkräften der Pflanzen und anderer Elemente von Gottes Schöpfung Gebrauch zu machen. So können wir die Abhängigkeit von synthetischen Medikamenten weitgehend verringern, welche oft unerwünschte Nebenwirkungen haben.
Und schliesslich, wenn wir Gott als Herrn anerkennen, dann anerkennen wir auch, dass er die Dauer unseres Lebens bestimmt. Das Leben ist nicht der höchste Wert. – „Denn deine Güte ist besser als das Leben“ (Psalm 63,3). – „Ebensowenig erachte ich mein Leben als wertvoll für mich selber, wenn ich nur meinen Lauf mit Freude vollende …“ (Apg.20,24). – Es ist sicher nicht gottgefällig, aufzuhören mit dem, was Gott uns aufgetragen hat (z.B. zu arbeiten; einander gegenseitig zu helfen; uns zu versammeln, um uns gegenseitig im Glauben aufzuerbauen; usw), in dem Bestreben, so vielleicht unserem Leben oder dem Leben anderer Menschen einige Monate hinzuzufügen. Oder wie ein Rabbiner es kürzlich auf den Punkt brachte: „Die religiösen Leiter sagen uns jetzt, wir sollten Gott dienen, indem wir aufhören, ihm zu dienen.“
Und die Behauptung, solche Einschränkungen würden Leben retten, ist ja weiterhin unbewiesen. – Wenn Gott der Herr ist über das Leben, dann kann in Wirklichkeit niemand seiner vorbestimmten Lebensdauer auch nur eine Sekunde hinzufügen oder wegnehmen.
Aus Gottes Perspektive ist es unwesentlich, ob unser Leben lang oder kurz ist; wesentlich ist, dass wir es zu seiner Ehre leben. Jesus lebte nur 33 Jahre auf der Erde; aber niemand hat mit seinem Leben und Sterben diese Welt so zur Ehre Gottes beeinflusst wie er. Lernen wir also, „unsere Tage zu zählen, damit unser Herz weise werde“ (Psalm 90,12).

Der wirklich epochemachende Unterschied – Teil 2

22. Dezember 2021

Ich möchte hier das Bild, das ich im ersten Teil gezeichnet habe, noch ein wenig weiter ausführen und abrunden.

Wir haben gesehen, dass weltweit der Respekt vor Gott aus dem öffentlichen Leben verschwunden ist. In der westlichen Welt geschieht das vor dem Hintergrund einer Ideologie des Pluralismus und der „Nichtdiskriminierung“, die verlangt, dass alle und alles „gleich“ behandelt werden soll. Vertreter dieser Ideologie (von denen es auch in den Kirchen viele gibt) können natürlich in den gegenwärtigen Entwicklungen keine antichristliche Tendenz sehen. Aus ihrem Blickwinkel werden Christen jetzt einfach „gleich“ behandelt wie alle anderen.

Das ist im Grunde nichts Neues. Kaum eine historische Christenverfolgung hat sich „ausdrücklich“ gegen Christen gerichtet. Im Römischen Reich z.B. wurden die Christen verfolgt, nicht weil sie Jesus nachfolgten, sondern weil sie sich weigerten, zu Ehren des Kaisers Weihrauch zu opfern. Das wurde von der allgemeinen Bevölkerung nicht einmal als ein religiöser Akt wahrgenommen, sondern eher als eine staatserhaltende, lebenswichtige Bürgerpflicht. Christen wurden also nicht wegen ihrer Religion verfolgt, sondern als Staatsfeinde. Und das galt genau so für Personen, die das vorgeschriebene Opfer aus anderen Gründen verweigerten.
Ähnlich galten im kommunistischen Ostblock Christen als „Konterrevolutionäre“ oder als Handlanger des westlichen Imperialismus; während offiziell Religionsfreiheit herrschte.
So ist es auch heute wieder. Natürlich sagen die Behörden nicht, die Kirchenschliessungen richteten sich gegen die Christen als solche; sie behaupten, es gehe um die „öffentliche Gesundheit“, und es würden alle gleich behandelt.

Aber vergleichen wir einmal diese Ideologie mit dem ganz anderen Weltbild, das z.B. in der Präambel der schweizerischen Bundesverfassung ausgedrückt wird: „Im Namen Gottes des Allmächtigen …“ Die Schweiz hat sich seit ihren Anfängen ausdrücklich und offiziell unter den Schutz und die Hoheit des biblischen Gottes gestellt. Das impliziert, einen Unterschied zu machen zwischen „heilig“ und „profan“. Im ursprünglichen Weltbild der Bundesverfassung wird der Dienst an Gott, und der Dienst am Mitmenschen im Namen Gottes, nicht gleich behandelt wie die Tätigkeiten irgendeines Kaninchenzüchter- oder Hobbyfunkvereins. Nichts gegen die Kaninchenzüchter und Hobbyfunker; aber ihre Tätigkeit kann nicht beanspruchen, der Sphäre des „Heiligen“ zuzugehören. Deshalb haben z.B. christliche Seelsorger früher immer, auch und gerade in Kriegs- und Krisenzeiten, Zutritt erhalten zu geschlossenen Einrichtungen wie Militär, Gefängnisse und Spitäler. Ebenso waren auch christliche Versammlungen meines Wissens immer erlaubt, auch wenn andere Arten von Versammlungen verboten wurden. Eben weil die Schweiz bis vor kurzem immer anerkannt hat, dass Gott alle Ehre gebührt, und dass ihm zu dienen „essenziell“ ist.
Mit den Massnahmen des letzten Jahres hat die Schweizer Regierung offiziell zu verstehen gegeben, dass sie mit diesem ursprünglichen Geist der Bundesverfassung radikal gebrochen hat. Gott, und der Dienst für ihn, gilt jetzt nicht mehr als heilig und „essenziell“, sondern lediglich als eine Art kulturelles Beiwerk unter vielen anderen.
Das ist zwar noch keine Christenverfolgung; aber ziehen wir jetzt diese Entwicklung logisch weiter. Der nächste Schritt wird sein, dass das Christentum als weniger „essenziell“ angesehen wird als die übrige Kultur. Man wird sagen, das Christentum sei unproduktiv, wissenschaftsfeindlich, ideologisch gefährlich, usw, und müsse deshalb stärker eingeschränkt werden als alle anderen Gesellschaftsbereiche.

Eine wirklich pluralistische Gesellschaft hat es nie gegeben. Die Gesellschaft hält ein Vakuum nicht für lange Zeit aus, auch im geistlichen Bereich nicht. Ohne ein gemeinsames, verbindendes Wertesystem und die zugrundeliegenden Glaubensinhalte zerfällt eine Gesellschaft. Die meisten Herrscher der Vergangenheit haben deshalb dafür gesorgt, dass in ihrem Herrschaftsbereich eine einheitliche Staatsreligion oder -philosophie galt. Interessanterweise waren es fast ausschliesslich biblisch-christlich geprägte Gesellschaften, die es sich leisten konnten, auf eine solche Staatsreligion oder -philosophie zu verzichten. Sie hatten damit Erfolg, weil die christlichen Werte eine ungeschriebene gemeinsame Grundlage bildeten. John Adams, einer der Mitbegründer der USA, war sich dessen klar bewusst. Er sagte 1798:
„Wir haben keine genügend starke Regierung, um gegen menschliche Leidenschaften zu kämpfen, die nicht von der Moral und der Religion gezügelt werden. Habsucht, Ehrgeiz, Rache, oder Wollust würden die stärksten Seile unserer Verfassung zerreissen, wie ein Wal durch ein Fischnetz bricht. Unsere Verfassung wurde nur für ein moralisches und religiöses Volk geschaffen. Sie ist völlig ungeeignet zur Regierung irgendeines anderen [Volkes].“

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass andere Strömungen den Raum des „Heiligen“ einnehmen werden, der dem Christentum nicht mehr zugestanden wird. In Ländern wie den USA oder Deutschland haben insbesondere zwei Strömungen bereits diesen Platz eingenommen:

Die Buchstabensalat-Bewegung behauptet, das Christentum sei „diskriminierend“, „homophob“, usw, und strengt Gerichtsprozesse an gegen jeden, der öffentlich an einer biblischen Sexualethik festhält.

Eine angeblich antirassistische Bewegung behauptet, das Christentum sei Ausdruck von „weissen Privilegien“ und müsse deshalb abgeschafft werden. (Obwohl Jesus kein Weisser war, und Weisse heute in der weltweiten Christenheit eine Minderheit darstellen.) Nur vor diesem Hintergrund wird verständlich, warum diese Bewegung von Persönlichkeiten wie z.B. Martin Luther King nichts wissen will. Einmal, weil er Pfarrer war, also ein Vertreter der verhassten Religion. Und dann auch, weil er davon träumte, dass „Schwarze und Weisse vereint Hand in Hand gehen“ würden. Das ist gerade das, was man bei dieser Bewegung nicht sagen darf. Mit Weissen gemeinsame Sache zu machen, wäre für sie „Rassenverrat“.

Genau diese beiden antichristlichen Bewegungen haben letztes Jahr ungehindert jede Menge Grossdemonstrationen durchführen dürfen ohne Beschränkung der Teilnehmerzahl, ohne Maskenpflicht, ohne Abstandhalten, und nicht einmal die dabei begangenen Sachbeschädigungen wurden geahndet. Die Massenmedien machten sogar Ärzte ausfindig, die Erklärungen abgaben in dem Sinne, derartige Demonstrationen seien „gut für die Volksgesundheit“. Gleichzeitig waren Demonstrationen jeglicher anderer Richtung strengsten Beschränkungen unterworfen oder überhaupt verboten, und galten natürlich als „Superspreader-Events“.
Kritik an diesen beiden Bewegungen wird in den Massenmedien und in den (a-)sozialen Netzwerken sehr weitgehend unterbunden und zensuriert. Vertreter dieser Bewegungen dagegen dürfen ungestraft alle Arten von gehässigen Anwürfen gegen Andersdenkende äussern.
Das alles zeigt, dass diese Bewegungen jetzt offenbar als „heilig“ und unantastbar gelten, hoch erhaben über den Rest menschlicher Tätigkeiten und Meinungen. Können wir sehen, was das für Christen in näherer Zukunft bedeutet?

Doch würde ich annehmen, dass diese Bewegungen bloss vorläufige Platzhalter sind. Sie sind Auflösungserscheinungen einer zerfallenden Kultur, aber kaum tragfähige Bausteine einer neuen Weltreligion. Mehr Potenzial in dieser Hinsicht haben Strömungen, die dem Staat bzw. der Weltregierung direkt eine messianische Rolle zuschreiben.


Eine andere Frage ist jetzt, ob eine „christliche“ Staatsform wie z.B. in der schweizerischen Verfassung, auch biblisch begründbar ist. Jene, die die Frage bejahen, stützen sich hauptsächlich auf alttestamentliche Stellen. Im alten Israel war tatsächlich Gottes Gesetz auch Staatsgesetz. Aber das war im besonderen Auftrag Israels als Gottes Volk begründet. Das neutestamentliche Volk Gottes hat keinen Auftrag, ein irdisches Staatswesen zu gründen. Im Neuen Testament wird anscheinend durchgängig vorausgesetzt, dass die Nachfolger Jesu auf dieser Erde als „Pilger und Fremdlinge“ leben (Hebräer 11,13), unter Regierungen, die ihnen gleichgültig oder gar feindlich gesinnt sind.

Es war ein grosser Segen, dass in den Reformationsländern Staatsformen entstanden und mehrere Jahrhunderte überdauerten, die auf biblischen Werten aufgebaut sind. Ausdrücklich vorgegeben ist das im Neuen Testament aber nicht.
Das Ende des „christlichen Zeitalters“ bedeutet deshalb aus historischer und biblischer Perspektive lediglich eine Rückkehr zu einem „Normalzustand“, wie er z.B. schon im Römischen Reich bis anfangs des 4.Jh. herrschte, und in grossen Teilen der Welt während derer ganzen Geschichte. Ein „Normalzustand“, der die Gefallenheit dieser Welt in Sünde widerspiegelt; aber gerade deswegen eben allgemein üblich, ausser wo Gott erlösend eingreift.

Das Neue Testament, und insbesondere die Johannesoffenbarung, wurde vor diesem Hintergrund eines gottfeindlichen Römischen Reiches geschrieben. Wenn wir jetzt wieder zu ähnlichen Zuständen zurückkehren, dann bedeutet das zugleich, dass die Weltbühne jetzt vorbereitet ist für die definitive Erfüllung der biblischen Endzeitprophetien.
Für Nachfolger Jesu bedeutet das: Wir sollten darauf vorbereitet sein, dass wir bald wieder so behandelt werden wie seinerzeit im Römischen Reich. Mehrere neutestamentliche Stellen legen nahe, dass Nachfolger Jesu Verfolgungen als den Normalzustand ansehen sollen (Matth.10,16-22, 24,9, 2.Tim.3,12, 1.Petrus 2,20-21). Wir dürfen aber auch wissen, dass gerade in dieser Situation Jesus verherrlicht wird. (Siehe z.B. Matth.10,17-20, 2.Kor.12,9-10, 1.Petrus 4,12-14.)
Für die „Welt“ bedeutet es, dass sie den Zusammenbruch der Errungenschaften erleben wird, die sie fälschlich als allgemein menschliche Fortschritte betrachtet, die aber in Wirklichkeit nur auf dem Boden eines christlichen Erbes wachsen konnten: Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Nichtdiskriminierung, Menschenrechte, gegenseitige Hilfe und Solidarität, gleiche Freiheiten für alle Bevölkerungsgruppen und nicht nur für gewisse Privilegierte. Wenn auch ein grosser Teil der Menschheit die Weltregierung anfangs als „wohlwollend“ erleben wird, so werden doch auch viele Nichtchristen später schockiert sein über die Unmenschlichkeit und Brutalität, die sie mitansehen werden müssen.

Ein Gesundheitswunder?

17. Dezember 2021

Ein afrikanischer Elefant steht im Wohnzimmer. Er ist so unübersehbar gross, dass in diesem Fall selbst die etablierten Medien sich nicht davor drücken konnten, ihn wahrzunehmen.

So berichtet z.B. der „Spiegel„:

„Hier im M.P.-Shah-Krankenhaus in Kenias Hauptstadt Nairobi konnten sie vor Kurzem die gesamte Covidstation dichtmachen. „Seit drei Wochen mussten wir nicht einen einzigen Patienten aufnehmen. So ruhig war es noch nie seit Beginn der Pandemie“, erzählt die Leiterin der Infektionsabteilung (…)
Am Montag lag die Positivrate in Kenia bei 0,8 Prozent. Heißt: Weniger als jeder hundertste Coronatest erkannte eine Infektion. (…) Dabei liegt die Impfquote in Kenia landesweit bei gerade einmal sechs Prozent. Ein Corona-Wunder?“
(Diese Quote entspricht übrigens ungefähr dem gesamtafrikanischen Durchschnitt.)

Kenia ist keine Ausnahme. Andere Medienberichte erklären, Wissenschafter seien „verblüfft“ über die niedrigen Todeszahlen in (fast) ganz Afrika. Und das nicht etwa, weil die Pandemie dort eben erst angefangen hätte. Im Gegenteil, die Mehrheit der Bevölkerung sei dem Virus bereits ausgesetzt gewesen. In Nairobi z.B. liege die Durchseuchung inzwischen bei rund 70 Prozent, so der „Spiegel“:
Das ist schon fast Herdenimmunität„, sagt der kenianische Epidemiologe, der für die Washington State University arbeitet. (…) Doch Ngeres Studie sagt noch etwas anderes aus: „Die Fallsterblichkeit lag 20-mal niedriger als in anderen Ländern (…).“

Woran liegt das? Es werden verschiedene Erklärungsversuche angeboten, aber von geringer Überzeugungskraft. Z.B. wurde spekuliert, die geringe Sterblichkeit liege daran, dass Afrikas Bevölkerung im Durchschnitt „jünger“ sei als die übrige Weltbevölkerung. (Merkwürdig, dass in diesem Zusammenhang jetzt plötzlich betont wird, wie sehr das Risiko altersabhängig ist. Wenn es um andere Dinge geht, wie z.B. „Lockdowns“ oder Impfzwang, dann kommt dieser Punkt kaum zur Sprache …)
Das Alter ist bestimmt ein Faktor. Aber ebenso gibt es in Afrika andere Faktoren, die im Gegenteil nahelegen würden, die Menschen hätten dort wie die Fliegen sterben müssen. So fasst der „Spiegel“ zusammen:
„Zu Beginn der Pandemie kursierten allerlei Schreckensszenarien für Afrika: Die Städte dicht besiedelt, die Gesundheitssysteme marode, Hygiene in den Slums eine Herausforderung. Expertinnen und Experten rechneten mit einer rasanten Ausbreitung des Virus und katastrophalen Todeszahlen, sprachen von einer tickenden Zeitbombe.“

Eine andere Spekulation besagt, ein Grossteil der Afrikaner hätten durch frühere Begegnungen mit verwandten Viren eine Kreuzimmunität entwickelt, die sie jetzt schützt. Wenn diese Hypothese durch entsprechende Untersuchungen und Daten gestützt werden könnte, wäre das sehr interessant. Es würde dann auch bedeuten, dass diese natürliche Immunität jahrelang anhält, weil ja die Afrikaner diese früheren Infektionen kaum in koordinierter Weise alle ausgerechnet kurz vor Ausbruch der Pandemie erlebt haben, sondern eher Jahre früher.
Und dann müsste man natürlich auch fragen, warum sich die Afrikaner überhaupt noch einer präventiven Behandlung unterziehen sollten. Denn die vom „Spiegel“ zitierten Experten fordern ausnahmslos, auch Afrika müsse jetzt „durchgeimpft“ werden. Wozu, wenn schon „fast Herdenimmunität“ herrscht?

Dann erwähnt der „Spiegel“ noch, es werde zur Zeit untersucht, „ob auch Malaria einen solchen Schutz gegen schwere Covid-Verläufe auslösen könnte“. Das scheint mir etwas weit hergeholt, da ja Malaria eine ganz andere Art von Krankheit ist und nicht von Viren, sondern von Parasiten ausgelöst wird. Doch wird anderweitig berichtet, es könne tatsächlich eine gewisse Korrelation zwischen der Häufigkeit von Malaria und einer geringen Corona-Sterblichkeit beobachtet werden. Es fragt sich da, ob der Grund nicht ein anderer ist, der aber in den regierungstreuen Medien nicht ausgesprochen werden darf. Ob nämlich der Zusammenhang nicht zur Malaria als Krankheit besteht, sondern zu einem bestimmten Medikament, das in Afrika allgemein zur Bekämpfung der Malaria verwendet wird.
Ein ähnlicher Zusammenhang wurde ja auch zwischen geringer Virus-Sterblichkeit und der Verbreitung der Flussblindheit und anderen parasitären Erkrankungen gefunden – bzw. auch da im Zusammenhang mit einem bestimmten Medikament, das in Afrika zur Bekämpfung dieser Krankheiten verwendet wird. (Siehe in den Graphiken in diesem Eintrag.)

Und schliesslich sollte gefragt werden, ob Afrika vielleicht nicht trotz, sondern gerade wegen der niedrigen Präventivbehandlungsquote so weitgehend verschont geblieben ist. Falls die von den Experten geforderten Programme in nächster Zeit tatsächlich durchgezogen werden, dann wird sich diese Hypothese anhand der damit verbundenen Voraussage relativ leicht nachprüfen lassen: Sinken dann die Erkrankungs- und Todeszahlen weiter, dann ist diese Hypothese widerlegt. Steigen sie aber, dann wird damit diese Hypothese bestätigt.

Übrigens: Das afrikanische Land, das anscheinend am meisten unter der Pandemie leidet, ist Südafrika. Bitte gehe jetzt herausfinden, wie hoch die Impfquote in jenem Land ist, im Vergleich zum übrigen Afrika.

Der Fall Gibraltar

14. Dezember 2021

Gibraltar ist einsame Spitze. Dieser Fleck Erde hat eine I-Quote von 118%. (Sämtliche Einwohner, plus Grenzgänger, was den Überhang von 18% erklärt.) Somit müsste an jenem Ort, gemäss der offiziellen Politik- und Medienversion, Das Böse Virus restlos besiegt sein.

Doch hat vor wenigen Wochen die Regierung Gibraltars die Situation als so ernsthaft eingeschätzt, dass Weihnachtsfeiern verboten wurden. Auch Konsumenten der regierungstreuen Medien sollten diese Daten (siehe Link) nicht in Zweifel ziehen wollen, denn sie kommen ja von der Regierung selber.

Und wer ist jetzt schuld daran? Wir können nur schliessen, dass es die vor Krankheit geschützten „Superhelden“ (O-Ton eines Medikamentenherstellers) sein müssen, aus denen Gibraltars Bevölkerung zu 118% besteht. Jene andere Menschengruppe, die in den Medien ständig beschuldigt wird, existiert ja dort gar nicht mehr. Sie können es also nicht gewesen sein. Ausser sie hätten ein Komplott abgeschlossen, um mit irgendwelchen Geheimwaffen aus mehreren Kilometern Entfernung Viren nach Gibraltar zu schleudern. Das wäre jetzt endlich eine „V-Theorie“, an der die Medien ihre helle Freude haben könnten.

Plädoyer für wissenschaftliches Denken

4. Dezember 2021

Vorbemerkung für alle Möchtegern-Faktenchecker, Kritiker, Zensoren, usw:
Dieser Artikel enthält keine „Information“ und behauptet keine Tatsachen. Somit kann er auch nicht als „Falschinformation“ qualifiziert werden. Er stellt lediglich zwei verschiedene Theorien bzw. Denkmodelle einander gegenüber, von denen jedes für sich in Anspruch nimmt, die Wirklichkeit bzw. die Tatsachen befriedigend zu erklären. Alle Interessierten sind hiermit aufgefordert, sich selbständig aus zuverlässigen Quellen über die Tatsachen zu informieren, und von daher nach wissenschaftlichen Kriterien den Erklärungswert jedes der beiden Modelle zu bewerten.


Ich möchte an dieser Stelle dafür plädieren, unser rationales Denkvermögen zu reaktivieren, nachdem die Gehirne vieler Menschen aufgrund der allgemeinen medialen Massenpanik in einer Art Schockstarre verharrt haben. Bitte, lasst uns wieder anfangen wissenschaftlich zu denken.

Wissenschaftliches Denken bedeutet nicht, einfach zu glauben, was irgendein Wissenschafter, Regierungsexperte, Schulbuch oder Kommunikationsmedium behauptet. Im Gegenteil bedeutet es, selber nachzufragen; alle verfügbaren Daten in Betracht zu ziehen; und zu eigenen, unabhängigen Schlussfolgerungen zu kommen.

Ich behaupte nicht, diese Art des Denkens sei zur Bewältigung aller Lebens- und Wissensbereiche gleichermassen geeignet. Meiner Meinung nach taugt es zur Beurteilung psychologischer, soziologischer oder geistlicher Fragen eher wenig. Aber wenn es um naturwissenschaftliche Fragen geht, z.B. aus dem Bereich der Physik, Chemie, oder Medizin, dort hat sich diese Denkweise als ein wesentliches Instrument über Jahrhunderte bewährt.

Seit den Tagen Keplers und Newtons geht es in der Wissenschaft hauptsächlich um unvoreingenommene Wahrheitsfindung. Beobachtungen und Messungen werden gemacht, und aus diesen werden Theorien bzw. Denkmodelle abgeleitet, welche die Beobachtungen zu erklären und zu verallgemeinern suchen. Jedermann ist frei, in einem offenen Wettbewerb der Ideen seine eigene Theorie vorzuschlagen; aber diese Theorien müssen dann daraufhin überprüft werden:
a) ob sie die gemachten Beobachtungen zufriedenstellend erklären, und
b) ob sie in der Lage sind, die Ergebnisse gewisser zukünftiger Experimente und Beobachtungen zutreffend vorauszusagen.

Kriterium b) unterscheidet sich kaum von einem alten biblischen Kriterium zur Unterscheidung zwischen echten und falschen Propheten: „Wenn ein Prophet im Namen des Herrn spricht, und es erfüllt sich nicht und trifft nicht ein, dann hat der Herr dieses Wort nicht geredet. In seiner Überheblichkeit hat jener Prophet geredet; du sollst dich nicht vor ihm fürchten.“ (5.Mose 18,22).
Ich erwähne das, weil in den modernen Zeiten die Wissenschafter sozusagen den Platz der Propheten eingenommen haben. Und bis vor kurzem wurde dieses Kriterium ja tatsächlich auch auf die Wissenschafter der meisten Sparten angewandt. Erst kürzlich haben sich die Kriterien geändert: Als „wissenschaftlich“ gilt jetzt, was mit dem übereinstimmt, was die Politiker, die mächtigen Grossunternehmer, und die etablierten Massenmedien sagen. Wenn die Voraussagen der Genannten nicht eintreffen, dann werden die Statistiken so lange angepasst, bis sie den Voraussagen entsprechen. Und wenn die Voraussagen einer alternativen Theorie eintreffen, dann gelten die Informationen darüber als „Falschinformation“, und deren Verbreitung wird in den Massenmedien und in den (a-)sozialen Netzwerken so weit wie möglich unterbunden.

Historische Beispiele, z.B. aus Russland in den sieben Jahrzehnten von 1918 an, haben gezeigt, dass Wissenschaft unter diesen Voraussetzungen eher nicht so gut funktioniert. Lasst uns doch wieder zum freien Wettbewerb der Ideen zurückkehren.

Ich möchte also meiner Leserschaft im folgenden zwei Theorien über das aktuelle Geschehen zur Auswahl vorstellen, die offizielle und eine alternative. Überprüfen Sie bitte selber während den folgenden Monaten, welche der angeführten Voraussagen eintreffen werden.

[Weiterlesen]

Der wirklich epochemachende Unterschied

5. November 2021

Gewohnheitsmässigen Lesern meines Blogs dürfte dieses Thema bekannt sein. Aber um der Gelegenheitsbesucher willen, und um nicht den Wald vor lauter Bäumen aus dem Blick zu verlieren, möchte ich nochmals wiederholen, was ich als das wesentliche Thema unserer Zeit ansehe.

Warum sage ich, dass die Menschheitsgeschichte letztes Jahr in eine neue Epoche eingetreten ist?
Etwa weil die Nachrichten seither – und bis heute – voll sind von einer gewissen Krankheit?
Oder weil nach zwei- bis dreihundert Jahren Demokratiefreudigkeit das Pendel jetzt wieder in Richtung Diktatur und Totalitarismus schwingt?
Oder weil der Untergang der USA absehbar bevorsteht?
Oder weil zum ersten Mal (fast) alle Länder der Welt derselben Ideologie folgen, dieselben Geschichten erzählen und dieselbe Politik betreiben?

All das mag wichtig und aufsehenerregend sein; aber meiner Meinung nach trifft es nicht den Kern dessen, was vorgeht. Das Wesentliche ist vielmehr das Verschwinden jedes christlichen Bezuges aus dem öffentlichen Leben.
Das gilt insbesondere für jene Länder, deren Kultur jahrhundertelang vom christlichen Glauben und von biblischen Werten geprägt worden war, und die ungefähr das ausmachen, was man als „die westliche Welt“ zu bezeichnen pflegt. Bis vor wenigen Jahrzehnten galt es in diesen Ländern noch als selbstverständlich, dass nicht nur eine Bevölkerungsmehrheit sich als „Christen“ identifizierte, sondern dass auch hochrangige Verantwortungsträger in Politik und Gesellschaft den Gott der Bibel zumindest verbal respektierten und auf ihn Bezug nahmen. Noch 2001 gab es in den USA nach dem Fall der Zwillingstürme eine Bewegung des Gebets und der Umkehr zu Gott, die von führenden Politikern mitgetragen wurde, und über die in den Massenmedien positiv berichtet wurde. Diese Bewegung war zwar sehr oberflächlich, kurzlebig, und unbedeutend im Vergleich zu den grossen geistlichen Erweckungen, die jenes Land in der Vergangenheit erlebt hatte. Aber immerhin: die Krise war damals noch ein Anlass, öffentlich von und zu Gott zu sprechen.
Die persönlich wiedergeborenen Christen dürften kaum je einen bedeutenden Anteil der Bevölkerung ausgemacht haben. Aber sehr viele Menschen lebten eine Art kulturelles Christentum, und deshalb gab es einen grundsätzlichen Respekt vor Gott und seinem Wort. Viele Menschen gingen zur Kirche; die Kinder lernten die Bibel in der Schule; Wohlstand wurde als Segen Gottes betrachtet (man feierte z.B. Erntedank!); Politiker legten ihren Amtseid auf die Bibel ab. Vertreter der Kirchen hatten freien Zutritt zu „geschlossenen“ Institutionen wie Militär, Gefängnisse, Spitäler, usw. Auch in Kriegs- und Krisenzeiten, ja, gerade dann, waren ihre Dienste besonders gefragt.

Wäre eine Krise wie letztes Jahr unter den Umständen der alten Epoche eingetreten, dann hätten zumindest einige Politiker und gesellschaftlich angesehene Personen zur Fürbitte und zur Umkehr zu Gott aufgerufen, wie das z.B. während des Zweiten Weltkriegs in verschiedenen Ländern geschah. Bestimmt hätten mehr Menschen an christlichen Versammlungen teilgenommen als in sorgloseren Zeiten. Spitalleitungen hätten nach Dienern Gottes gerufen, die Kranken und deren Angehörigen Trost spenden könnten. Die Menschen im allgemeinen hätten sich darauf zurückbesonnen, dass in Zeiten äusserster Not Gott allein zuständig ist.
Was ist stattdessen geschehen? Das Wort „Gott“ kam in den Verlautbarungen der Politiker und in den Berichten der Massenmedien überhaupt nicht vor. Kranken wurde seelsorgerlicher Besuch verwehrt. Die wenigen Christen, die es wagten, gemeinsam Gott um Erbarmen anzuflehen, wurden unbarmherzig gebüsst und/oder verhaftet. Zum ersten Mal seit Kaiser Konstantin wurden auch in den Ländern, die sich „christlich“ nennen, christliche Versammlungen und Tätigkeiten als „unwesentlich“ erklärt und verboten. Kirchen gelten nur noch als Infektionsherde und sonst nichts – und die meisten Kirchenleiter haben diese Beurteilung kritiklos akzeptiert.

Um es nochmals klar herauszustellen: Krankheiten sind nichts Neues. Aber die Reaktion der Welt, insbesondere der ehemals „christlichen“ Länder, ist grundsätzlich und eklatant neu. Es ist so klar wie nie zuvor sichtbar geworden, dass wir von gottlosen Menschen regiert werden, die Gott in der untersten Schublade unter „Unwesentliches“ abgelegt haben. Und dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung, auch der kirchlichen Bevölkerung, ebenso gottlos geworden ist.

Das ist nicht nur die Schuld der Politiker. Es ist ebenso – oder noch mehr – die Schuld der Kirchen, die mehrheitlich nicht mehr Versammlungen von Gottes Volk sind, sondern soziale Klubs, welche die Parolen dieser Welt nachplappern.

Und die Folgen sind noch viel weitreichender. Der jahrhundertelange christliche Einfluss hatte eine Art gesamtgesellschaftlichen Konsens hervorgebracht, der seinen Mittelpunkt in biblischen Werten hatte wie Gottesfurcht, Wahrhaftigkeit, Nächstenliebe, Verantwortlichkeit, Fleiss, Barmherzigkeit, usw. Nicht dass etwa die Menschen – oder gar die Politiker – immer nach diesen Werten gelebt hätten. Aber wer es nicht tat, der war sich bewusst, dass seine Lebensweise nicht „richtig“ war, und hatte ein schlechtes Gewissen. Und nur auf der Grundlage dieser Werte konnten rechtsstaatliche, freiheitliche Demokratien funktionieren.

Wäre also die Krise unter den Umständen der alten Epoche eingetreten, dann hätten sich die Politiker, die Massenmedien und deren Geldgeber nicht getraut, die Statistiken so unverschämt zu fälschen. Ärzte, die wirksame und günstige Behandlungsmethoden fanden und darüber berichteten, wären nicht mit Berufs- und Publikationsverboten bestraft worden, sondern sie wären zu hochangesehenen Persönlichkeiten geworden, und ihre Methoden hätten weltweit Millionen von Menschenleben gerettet. Politiker, Unternehmer, Journalisten, Wissenschaftler und alle anderen Akteure hätten sich darauf beschränkt, gewissenhaft und ehrlich ihre Arbeit im Dienst ihrer Nächsten zu tun, statt ihre „Allmacht“ damit zu beweisen, das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben durcheinanderzubringen. Firmen, deren Produkte gesundheitliche Schäden oder gar Todesfälle verursachen, wären für diese Schäden haftbar gemacht worden, und die Öffentlichkeit wäre darüber informiert worden. Die einfachen Menschen hätten ihr Vertrauen auf Gott gesetzt, nicht auf machtgierige Politiker und geldgierige Unternehmer. Und ganz gewiss wäre nicht ausgerechnet das Beispiel der atheistischen, menschenverachtenden Regierung Chinas weltweit nachgeahmt worden.

Aber da man jetzt so tut, als ob Gott nicht existierte, so ist auch der ethische Konsens der ehemals christlichen Länder auseinandergebrochen. Deshalb findet man jetzt nichts mehr dabei, wenn Politiker ihre Macht mit Lügen zementieren; wenn Kranke nur noch um des Profits willen behandelt werden statt aus Nächstenliebe und zu ihrer Genesung; wenn Wissenschaftler und Journalisten nur noch das schreiben, was ihre Geldgeber befehlen, ungeachtet der Wahrheit; und wenn Dissidenten jetzt als Untermenschen behandelt und ihrer Rechte beraubt werden. Jesajas Worte über das abtrünnige Israel treffen auch heute zu:

„…mit Übertreten und Lügen gegen den Herrn und sich abwenden von unserm Gott und mit Reden von Frevel und Ungehorsam, mit Trachten und Dichten falscher Worte aus dem Herzen. Und das Recht ist zurückgewichen und Gerechtigkeit fern getreten; denn die Wahrheit strauchelt auf dem Marktplatz, und die Geradheit kann nicht kommen, und die Wahrheit ist dahin; und wer das Böse meidet, der muss jedermanns Raub sein.“
(Jesaja 59,13-15)

Neu ist vor allem, dass dies – zum ersten Mal seit der Ausbreitung des Christentums – wieder (fast) weltweit geschieht. In einzelnen Ländern hat es natürlich historische Vorläufer von atheistischen Gesellschaften und Regierungsformen gegeben. Und diese lehren uns, dass eine gottlose Regierung sehr schnell zu einer antigöttlichen Regierung werden kann. D.h.sie gibt sich nicht damit zufrieden, Gott zu ignorieren; sondern sie wird anfangen, sein Wort unter Zensur zu stellen und seine Nachfolger zu verfolgen. Und da die meisten Menschen ohne einen Gott, oder zumindest einen Gottesersatz, nicht leben können, wird diese Regierung auch anfangen, eine Ersatzreligion zu erfinden. Gut möglich, dass im Zentrum dieser Ersatzreligion eine Art falscher Christus stehen wird. Auch das wird jetzt wohl weltweit geschehen. Das heisst, wir stehen an der Schwelle vom nachchristlichen zum antichristlichen Zeitalter.

Das ist also der epochemachende Unterschied. Die anfangs erwähnten „aufsehenerregenden“ Entwicklungen – und was man in dieser Hinsicht sonst noch anführen könnte – sind bloss Begleiterscheinungen davon. Der geistliche Hintergrund ist die tiefere Ursache, die sie alle erklärt.

Diese Graphiken sagen eigentlich alles …

1. November 2021

Siehe hier

Die Könige der Erde

29. Oktober 2021

Vor einiger Zeit wurde ich durch einen zufällig gefundenen Artikel auf den biblischen Ausdruck „die Könige der Erde“ aufmerksam. So begann ich einige Bibelstellen zusammenzustellen, die diesen Ausdruck (oder einen ähnlichen) enthalten. Was sagt die Bibel darüber?

1. Gott ist Herr über die Könige der Erde.

Kein König darf regieren, wie er will. Dazu gibt es schon in 5.Mose 17,14-20 spezifische Verhaltensvorschriften für Könige. Insbesondere muss der König die Bibel abschreiben und täglich darin lesen, „damit er lerne, den Herrn seinen Gott zu fürchten, um alle Worte dieses Gesetzes zu halten und zu tun …“ (V.19).
Der König muss vor Gott Rechenschaft ablegen; und Gott richtet über die Könige. Das sollte eigentlich jedem bibellesenden Christen klar sein. Dennoch einige Zitate dazu:

„[Gott,] der den Fürsten den Mut nimmt und schrecklich ist unter den Königen auf Erden.“ (Psalm 76,12)

„Dann werden die Völker den Namen des Herrn fürchten, und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.“ (Psalm102,15)

„Zu der Zeit wird der Herr heimsuchen das hohe Heer, das in der Höhe ist, und die Könige der Erde, die auf Erden sind, dass sie versammelt werden als Gefangene in die Grube und verschlossen werden im Kerker und nach langer Zeit wieder heimgesucht werden.“ (Jesaja 24,21-22)

„… Jesus Christus, der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten, und der Fürst über die Könige auf Erden …“ (Offenbarung 1,5)

„Und die Könige auf Erden (…) verbargen sich in den Klüften und Felsen an den Bergen, und sagten zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes!“ (Offb.6,15-16)

Zu Jesaja 24 und Offenbarung 6 fragen wir uns, warum Gott zornig ist über die Könige der Erde, und warum sie als Gefangene in die Grube geworfen werden sollen. Als Antwort kommen wir zum nächsten Punkt:

2. Die Könige der Erde befinden sich in Rebellion gegen Gott.

„Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander gegen den Herrn und seinen Gesalbten …“ (Psalm 2,2, siehe auch Apg.4,26.)

In der Offenbarung wird dieses Thema weiter ausgeführt. Die Könige der Erde sind verbündet mit der „Hure Babylon“ und mit dem „Tier“:

„Komm, ich will dir das Urteil über die grosse Hure zeigen, die da an vielen Wassern sitzt; mit der die Könige auf Erden Unzucht getrieben haben …“ (Offb.17,1-2, siehe auch 18,3)

„Und die Frau, die du gesehen hast, ist die grosse Stadt, die Macht hat über die Könige auf Erden.“ (Offb.17,18)

„Und ich sah das Tier und die Könige auf Erden und ihre Heere versammelt, um Krieg zu führen gegen den, der auf dem Pferd sass [Jesus], und gegen sein Heer.“ (Offb.19,19)

Und warum rebellieren die Könige gegen Gott? Das letzte Zitat zeigt es am deutlichsten: Sie stehen unter der Führung des „Tiers“, das selber als Gott angebetet werden will. Und so möchten auch die Könige der Erde kleine „Götter“ sein. Je mehr Macht sie haben, desto mehr möchten sie noch dazu erwerben. Sie möchten gerne allmächtig sein. Sie möchten nicht den Beschränkungen unterworfen sein, die das Wort Gottes auch den Regierenden auferlegt. („Lasst uns ihre Bande zerreissen …“, Psalm 2,3.) Sie möchten selber festlegen, was Gut und Böse, Recht und Unrecht ist.

Das Wort Gottes ist das „Band“ oder der „Zügel“, der die Regierenden daran hindert, in der Ausübung ihrer Macht tyrannisch oder totalitär zu werden. Im alten Israel war es Gott selber, der durch sein direktes Eingreifen diese „Zügel“ in seiner Hand hielt. Zuerst gab es ja in Israel gar keinen König, sondern Gott berief bei Bedarf einen „Richter“ seiner Wahl; und dazwischen gab es auch Zeiten, in denen keine Einzelperson „regierte“. Als die Israeliten forderten, diesem System ein Ende zu setzen und zu einem Königreich zu werden, da warnte Gott sie eindringlich: „Sie haben (…) mich verworfen, dass ich nicht König sein soll über sie.“ (1.Samuel 8:7) Damit sagt Gott ganz klar, was er über die Könige der Erde denkt: Ein irdisches Königreich bedeutet die Verleugnung von Gottes Königtum.

Allerdings liegt die Schuld dafür oft nicht nur bei machthungrigen Königen. In 1.Samuel 8 war es „die Stimme des Volkes“, die ein Königtum forderte. Ganz ähnlich in einer späteren Situation: „Die Propheten prophezeien falsch, und die Priester herrschen durch ihre Hand; und mein Volk liebt es so.“ (Jeremia 5,31) Es mag seltsam erscheinen, dass ein Volk ganz bewusst ein Leben unter Ausbeutung, Unterdrückung und religiöser Manipulation wählen würde. Im Licht des Experiments von Milgram allerdings nicht ganz so seltsam: das scheint tatsächlich die Grundveranlagung einer Bevölkerungsmehrheit zu sein.

Deshalb wird das Auftreten von tyrannischen oder unmoralischen Königen in der Bibel nicht nur als eine Rebellion der Könige gegen Gott interpretiert, sondern auch als ein Gericht Gottes über ein gottloses Volk. Deutlich wird das am Ende von Samuels Rede in 1.Samuel 8: „Und an jenem Tag werdet ihr schreien wegen eurem König, den ihr euch erwählt habt; aber der Herr wird nicht auf euch hören an jenem Tag.“ (V.18) – So sagt Gott auch durch Hosea (13,11): „Ich gab dir einen König in meinem Zorn, und ich nahm ihn weg in meinem Grimm.“
Wenn das Volk sich von Gott abwendet, dann erlaubt Gott das Auftreten von gottlosen und tyrannischen Herrschern. Viele haben es noch nicht bemerkt; aber wir sind jetzt genau wieder an diesem Punkt.

3. Die Könige der Erde bereichern sich an der gottlosen Wirtschaftsmacht.

Ezechiel sagt über Tyrus:

„Als du deine Handelswaren über das Meer brachtest, da machtest du viele Länder reich; ja, mit der Menge deiner Reichtümer und deiner Waren hast du die Könige der Erde bereichert.“ (Ezechiel 27,33)

Im weiteren Zusammenhang wird der König von Tyrus mit dem gefallenen Engel verglichen, der Gott gleich sein wollte (Ezechiel 28,1-19). Auch hier also dasselbe Thema wie vorher: Die Könige der Erde lassen sich bestechen vom Reichtum einer bösen Macht, welche sie dahingehend beeinflusst, gegen Gott zu rebellieren und sich selber zu kleinen Göttern zu machen.

Die Offenbarung spricht ähnlich im Zusammenhang mit der „Hure Babylon“:

„… und die Kaufleute der Erde haben sich bereichert an der Macht deiner Üppigkeit. (…) Und die Könige der Erde, die mit ihr Unzucht getrieben und in Üppigkeit gelebt haben, werden über sie weinen und klagen, wenn sie den Rauch ihres Brandes sehen.“ (Offenbarung 18,3.9)

Regierende sind bestechlich. Die wahre Macht liegt deshalb oft nicht bei ihnen, sondern bei ihren Geldgebern. Diese sind es, zusammen mit der ganzen monopolisierten Handels- und Finanzmacht, die in den zitierten Stellen mit der Figur des Königs von Tyrus oder der Hure Babylon beschrieben werden.
Grosse Wirtschaftskrisen werden oft von Akteuren hinter den Kulissen bewusst herbeigeführt. Dennoch besteht auch hier das Gerichtshandeln Gottes darin, dass er diese Machenschaften zulässt und damit „Tyrus“ oder „Babylon“ zu Fall bringt.
Vielleicht sollte ich hier darauf hinweisen, dass schon vor über dreissig Jahren David Wilkerson in seinen prophetischen Warnungen Offb.18 für die Gegenwart auf die USA angewandt hat.

4. Die Könige der Erde lassen sich propagandistisch feiern, während sie das Volk unterdrücken.

Ja, auch die Staatspropaganda ist nichts Neues, wie Jesus bezeugt:

„Die Könige der Völker herrschen über sie; und die Gewalt über sie ausüben, lassen sich Wohltäter nennen. Ihr aber nicht so!“ (Lukas 22,25)

Das ist brandaktuell. Wir sollen es jetzt als Wohltat entgegennehmen, dass der Staat hemmungslos Geld ausschüttet (so etwa in Richtung „bedingungsloses Grundeinkommen“), während er gleichzeitig das Arbeiten stark einschränkt oder gar verbietet. (Und über die medizinischen Wohltaten darf man in diesem Zusammenhang gar nicht sprechen.) Zu spät werden die Leute merken, dass es aufgrund dieser Politik bald kaum noch Güter gibt, die sie mit diesem Geldsegen kaufen könnten – bzw. dass man Geld nicht essen kann. Nicht nur haben sie sich bereitwillig unterdrücken lassen; sondern die angeblichen Wohltaten waren gar keine.


Zusammenfassend sehen wir, dass die Bibel von den „Königen der Erde“ ein überwiegend negatives Bild zeichnet. Sie befinden sich in Auflehnung gegen Gott, sie sind mit antigöttlichen Mächten verbündet, und sie möchten sich selber zu Göttern machen. Deshalb muss Gott sie richten.

Warum sagt dann Paulus in Römer 13,3-4, die Regierung sei „Gottes Dienerin“ zum Lob des Guten und zur Bestrafung des Bösen?
Diese Verse sind oft aus dem Zusammenhang genommen worden, um Tyrannei zu rechtfertigen. Aber im Licht dessen, was die Bibel über die Könige der Erde sagt, kann das nicht der Sinn dieser Verse sein. Wir müssen realistisch sehen, dass sich die Regierungen dieser Welt in Auflehnung gegen Gott befinden; und dass eine Regierung, die ihre Untertanen ungerecht behandelt, den Zorn Gottes auf sich zieht. Dieser Hintergrund sollte bei der Auslegung von Römer 13 unbedingt berücksichtigt werden.
Ich behaupte nicht, die endgültige Antwort zu haben; aber ich möchte einige Vorschläge machen:

1. Auch eine gottlose oder unmoralische Regierung kann immer noch teilweise das Recht und das Gesetz Gottes aufrechterhalten. Auch eine Regierung, die Christen und Juden verfolgt, kann weiterhin Raub und Diebstahl ahnden, oder Massnahmen zur Verhütung von Verkehrsunfällen ergreifen. In dieser Hinsicht handelt sie dann weiterhin als „Gottes Dienerin“. Mit anderen Worten, die Regierung dient Gott, insofern ihre Rechtsprechung biblischen Massstäben entspricht.

2. Wahrscheinlich spricht also Paulus hier nicht von einem Ist-, sondern von einem Soll-Zustand. Nach dem ursprünglichen Willen Gottes (der aber in dieser sündhaften Welt oft nicht geschieht) soll die Regierung das Gute loben und das Böse bestrafen, nach biblischen Massstäben (siehe 5.Mose 17, anfangs angeführt). Wenn sie das nicht tut, kann sie vielleicht weiterhin „Gottes Dienerin“ genannt werden, aber sie ist dann eine ungehorsame Dienerin. Jedenfalls aber darf die Aussage nicht so aufgefasst werden, als ob die Regierung das Recht hätte, willkürlich eigene Massstäbe über Gut und Böse aufzustellen, im Widerspruch zu Gottes Wort.

3. Als Gründe, sich der Regierung zu unterstellen, nennt Paulus als erstes die „Furcht“ und das „Schwert“. D.h. die Unterordnung unter die Regierung hat zuerst einen ganz pragmatischen Grund: Wer sich ihr widersetzt, setzt sein Leben aufs Spiel.
Paulus war selber römischer Bürger, und er schreibt hier an Christen in der Hauptstadt Rom, in nächster Nähe des Kaisers. Es ist deshalb gut möglich, dass Paulus diesen ganzen Abschnitt zu einem praktischen Zweck schrieb: nämlich um die Christen zu warnen, nicht mit unüberlegten Handlungen den Zorn des Kaisers auf sich zu ziehen; und um zugleich dem Kaiser und seiner Umgebung zu signalisieren, dass Christen keine Staatsfeinde sind. (Der damalige Kaiser war Nero, der etwa sechs Jahre später tatsächlich die erste römische Christenverfolgung anzettelte.)

Anmerkungen zu 3:
– Das Beispiel von Jesus, der Apostel, und vieler Christen im Römischen Reich zeigt, dass ein Christ dennoch in gewissen Situationen mit zivilem Ungehorsam sein Leben aufs Spiel setzen muss; nämlich dann, wenn es um den Kern des christlichen Glaubens geht.
– Wurden sie durch solchen Ungehorsam dann doch zu Staatsfeinden? – Eine rechtmässige Regierung hat nichts zu fürchten von Menschen, die sich friedlich versammeln, um ihren Gott anzubeten, und im übrigen ein ehrbares und stilles Leben führen möchten. Eine Regierung aber, die sich selber zu einem Gott machen möchte, die wird den biblischen Gott als bedrohliche Konkurrenz ansehen, und wird dessen Nachfolgern Staatsfeindlichkeit und vielleicht sogar Umsturzpläne unterstellen. Eine solche Regierung wird dann auch ihre göttlichen Ansprüche geltend machen, indem sie immer neue Eingriffe ins Privatleben der Bürger erfindet, um diese aus immer geringfügigeren Anlässen des „Ungehorsams“ bezichtigen zu können. Auch das ist brandaktuell …
– Später im Text wird als weiterer Grund zur Unterordnung das „Gewissen“ genannt; aber erst, nachdem die Bedingungen klargestellt sind: falls die Regierung das Gute lobt und das Böse bestraft. Die Bibel ist aber klar darin, dass Gewissensentscheidungen über Gut und Böse anhand des Wortes Gottes getroffen werden sollen, nicht anhand von Regierungsbestimmungen.

4. Möglich ist auch, dass Paulus hier die Regierung nicht in dem Sinne als „Gottes Dienerin“ bezeichnet, als ob die Regierung tatsächlich dem Gesetz Gottes gemäss handeln würde; sondern vielmehr in dem Sinne, wie Gott z.B. Nebukadnezar als „mein Diener“ anspricht (Jeremia 25,9; 27,6; 43,10): Gott hatte Nebukadnezar dazu bestimmt, sein Gericht über Israel und die Völker auszuführen. Nebukadnezar tat dies aber nicht etwa in der Absicht, damit Gott zu dienen, sondern vielmehr im Bestreben, sein Reich und seine Macht auszuweiten. Er war also eher ein unwissentliches Werkzeug in der Hand Gottes und nicht jemand, der ihm bewusst diente. (Ausser in den wenigen Momenten, im Buch Daniel beschrieben, wo Nebukadnezar ausdrücklich den Gott Israels als den wahren Gott anerkannte.)
Auf dieselbe Weise können auch die römischen Kaiser und die heutigen Regierungen als „Diener Gottes“ verstanden werden in dem Sinne, dass sie mit ihren Handlungen unwissentlich einen von Gott bereits festgelegten Plan ausführen – sogar mit jenen Handlungen, die vordergründig gegen Gott und sein Volk gerichtet sind. Ja, in diesem Sinn hat Gott sogar dem „Tier“ in der Offenbarung, dem Anführer der letzten und grössten Rebellion gegen ihn, „exousía“ gegeben („rechtmässige Autorität“), so zu handeln (Offb.13,5.7). Das ändert nichts daran, dass diese Personen bzw. Institutionen gemäss den Zitaten im ersten Teil als Feinde Gottes betrachtet werden müssen.

Lernen Sie Neusprech …

2. Oktober 2021

… um sich in der gegenwärtigen neuen Normalität politisch korrekt auszudrücken! Lassen Sie sich nicht bei einem Gedankenverbrechen erwischen!

* „Neusprech“ heisst in Orwells „1984“ die künstliche Neubearbeitung der Landessprache, welche verhindern soll, dass politisch unerwünschte Meinungen ausgedrückt oder auch nur gedacht werden können.
Die meisten der nachfolgend aufgeführten Beispiele sind durch ihren Gebrauch in den Nachrichtenmedien ausreichend dokumentiert; sie mussten nur noch gesammelt werden.


N wie Normalität

Alles, was nach den Anordnungen der gegenwärtig herrschenden Klasse und im Widerspruch zu den veralteten Vorstellungen von Freiheit oder Menschenrechten geschieht, heisst „neue Normalität“.

Anmerkungen: – Der Begriff „Freiheit“ ist zur Abschaffung vorgesehen und wird demnächst durch „Egoismus“ ersetzt.
– Um der veralteten Vorstellung von „Menschenrechten“ nicht weiter Raum zu geben, werden diese jetzt definiert als synonym mit „weltweite Richtlinien“.
– Begriffe wie „Parteilinie“, „Staatsideologie“, „herrschende Doktrin“, und weitere ähnliche, sind abgeschafft. An ihrer Stelle ist „neue Normalität“ zu verwenden.

D wie Demonstration, Demokratie, Diktatur

Wenn Demonstranten gegen Rassismus ganze Strassenzüge ausplündern und in Brand stecken, sodass zwei Milliarden Dollar Sachschaden entstehen und Menschen verletzt werden und sterben, dann sind das „mehrheitlich friedliche Demonstrationen“.

Wenn Demonstranten gegen die Diktatur abgesperrte Räume vor einem Regierungsgebäude betreten, ohne Schäden anzurichten oder jemanden zu verletzen, dann ist das ein „gewalttätiger Sturm auf die Regierung“.

Ein Land, das mit Notstandsverordnungen regiert wird, wird „Demokratie“ genannt.

Ein Land, das seine Einwohner trotz Notstand reisen, sich versammeln und arbeiten lässt, statt sie durch Quarantänemassnahmen voreinander zu schützen, wird „Diktatur“ genannt.
(Es sei denn, das Land habe so gute Beziehungen zu den internationalen Organisationen wie Schweden. In diesem Fall hört es einfach auf zu existieren.)

F wie Falschinformation

Wenn Russland**, China** oder Nordkorea** die Wiedergabe bestimmter Nachrichten oder Informationen westlicher Medien unterbinden, dann nennt man das „Zensur“.

Wenn westliche Medien oder Internet-Monopolunternehmen die Wiedergabe von Nachrichten oder Informationen unterbinden, welche der neuen Normalität widersprechen, dann geschieht das zum Schutz der Bevölkerung vor gesundheitsschädigenden Falschinformationen.

**Sollte seit der Veröffentlichung dieses Artikels eine weltpolitische Wende eingetreten sein, ersetzen Sie bitte „Russland“, „China“ und „Nordkorea“ durch die gegenwärtig aktuellen Feindbilder.

G wie Gesundheit

Wenn sich eine grosse Anzahl von Menschen versammelt, um Sport zu treiben, zu singen, Gott anzubeten, oder gar gegen die neue Normalität zu protestieren, dann ist das eine schwerwiegende Gefährdung der öffentlichen Gesundheit.

Anmerkung: – Der Begriff „Gott“ ist zur Abschaffung vorgesehen, da gewisse Kreise angefangen haben, ihn als Antithese zu „Neue Normalität“ zu verwenden.

Wenn sich eine grosse Anzahl von Menschen versammelt, um die neue Normalität zu feiern, oder um gewissen Anliegen der neuen Normalität öffentlich Nachdruck zu verleihen, oder um Geburtstage oder Preisverleihungen an Menschen zu feiern, die sich um die neue Normalität verdient gemacht haben, dann ist das ein positiver Beitrag zur öffentlichen Gesundheit.

Wer keinerlei Beschwerden hat, aber von einem undurchsichtigen Laborverfahren als „positiv“ erklärt wird, ist ein „Krankheitsfall“.

Alle Krankheitsfälle, die einige Wochen oder Monate später sterben, egal unter welchen Umständen, sind „Coronatote“.

H wie Hass

Wer irgendwelche Aspekte der neuen Normalität oder die Personengruppen, welche diese vertreten, kritisiert, macht sich der „Hassrede“ schuldig.

Ausnahme: Wenn Moslems, die im Westen leben, westliche Menschen wegen ihrer sexuellen Ausrichtung kritisieren, dann ist das keine Hassrede, da die Moslems im Westen selber Opfer von Hassrede sind.

Wer zur Bestrafung oder Beseitigung von Personengruppen aufruft, welche die neue Normalität kritisieren, macht sich verdient um die „Bekämpfung von Hass“.

I wie Immunität

Eine experimentelle Gentherapie, die zwar Krankheitssymptome lindert, aber nicht vor Ansteckung schützt, wird „I“ genannt.
– Dokumentiert durch die kürzliche Definitionsänderung der amerikanischen Krankheitsbehörde, wonach I niemals irgendetwas mit dem Schutz vor Ansteckung zu tun hatte. Das I-Wort darf ich hier nicht ausschreiben.

„Immunität“ bedeutet die rechtliche Unanfechtbarkeit der I-Hersteller inbezug auf Schadenersatzansprüche. Ein anderer Sinn des Wortes „Immunität“ existiert nicht.

Wer nach der I krank wird, hat „Grippe“– eine vor dem Aufkommen der I als ausgestorben gemeldete Krankheit.

Wer ohne I krank wird, muss getestet werden und hat dann „Corona“.

Die Wörter „I-Komplikationen“, „I-Nebenwirkungen“, „I-Tote“ existieren nicht. Einen ursächlichen Zusammenhang zwischen I und irgendwelchen Gesundheitsschäden herzustellen oder auch nur zu vermuten, ist ein Gedankenverbrechen.

K wie Korruption

Im „Fall Odebrecht“ wurde bekannt, dass viele hochrangige lateinamerikanische Politiker von einer grossen brasilianischen Baufirma finanziert worden waren, in der Erwartung, dass diese im Gegenzug die besagte Firma bei der Vergabe von staatlichen Projekten bevorzugen würden. Das nennt man „Korruption“, und eine ganze Anzahl ehemaliger Staatsoberhäupter und hoher Funktionäre sitzen jetzt deswegen im Gefängnis.

Wenn die Weltkrankheitsorganisation mehrheitlich von pharmazeutischen Grossfirmen und deren Teilhabern finanziert wird, in der Erwartung, dass sie im Gegenzug deren Produkte anpreist oder gar als obligatorisch erklärt, während Konkurrenzprodukte schlechte Presse erhalten, dann nennt man das „Philanthropie“.

Q wie Quarantäne

„Quarantäne“ heisst die zwangsweise Isolierung von Gesunden, aufgrund des Prinzips der neuen Normalität, dass jeder Gesunde im Verdacht steht, ein Krankheitsfall zu sein.

Gross angelegte Einrichtungen, in denen tausende von Menschen gegen ihren Willen auf unbestimmte Zeit eingesperrt werden, ohne ein Verbrechen begangen zu haben, heissen „Quarantäneeinrichtungen“ – sofern sie sich in Kanada oder Australien oder sonst einem westlichen Land befinden, aber nicht in China**. Im letzteren Fall behalten sie ihre Altsprech-Bezeichnung bei, welche mit K beginnt.

**Siehe die Anmerkung unter F.

V wie Verschwörungstheorie

Die Veröffentlichung von Dokumenten und Aussagen einflussreicher Personen und Organisationen, welche Pläne zur bevorstehenden Einführung der neuen Normalität beschreiben, wird „Verschwörungstheorie“ genannt.

Sobald die Pläne ausgeführt und Wirklichkeit geworden sind, werden sie nicht mehr Verschwörungstheorien genannt, sondern „Entwicklungen, die niemand voraussehen konnte“.

W wie Wissenschaft

Informationen, die von Regierungsfunktionären in Ausübung ihrer Funktion und in Übereinstimmung mit der neuen Normalität bekanntgemacht werden, sind „wissenschaftlich“.

Informationen, die von Ärzten, Psychologen, Virologen, Epidemiologen, Biochemikern, Wirtschaftswissenschaftern, und anderen Fachleuten aufgrund ihrer Forschungen und Beobachtungen bekanntgemacht werden, sind „unwissenschaftlich“ und „gesundheitsschädigend“, sofern sie der neuen Normalität widersprechen.