Zum Anfang: Warum „christlicher Aussteiger“?

Ich wage es jetzt einmal, dieses Blog zu eröffnen. In erster Linie soll es als Kommunikationsmittel zu meinen Freunden, Verwandten und sonstigen Interessierten – alten und neuen – im deutschen Sprachgebiet dienen.

Warum „christlicher Aussteiger“?

„Christlich“, weil ich für Jesus Christus leben möchte. Was ich darunter genau verstehe, hoffe ich in einem späteren Beitrag auszuführen.

„Aussteiger“, weil ich mich im Lauf meines Lebens immer wieder geführt sah, aus den verschiedensten Umgebungen, Organisationen und Systemen „auszusteigen“ – meistens eben gerade um Jesu willen.

Das sollte nicht überraschen. Hat nicht Jesus selber von seinen Nachfolgern einen radikalen „Ausstieg“ verlangt aus allem, was sie kannten und was ihnen lieb und wert war?

„Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert; wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert; und wer nicht sein Kreuz nimmt und mit mir geht, ist meiner nicht wert.“ (Matthäus 10,37-38).

„Willst du vollkommen sein, dann geh, verkaufe was du hast, und gib es den Armen, dann wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, geh mit mir.“ (Matthäus 19,21)

„Niemand, der die Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes.“ (Lukas 9,62 – übrigens mein Konfirmationsspruch.)

Als ich Christ wurde, bedeutete das einen persönlichen „Ausstieg“ aus manchen Gewohnheiten, Denkmustern und Ansichten, die mir bis dahin selbstverständlich und „natürlich“ gewesen waren.

Seit gut 15 Jahren wohne ich im Hochland von Perú. Das bedeutete den „Ausstieg“ aus meinem Heimatland, aus der mir vertrauten Kultur und Umgebung, und aus manchen Annehmlichkeiten, die mir bis dahin selbstverständlich gewesen waren (wie z.B. eine geheizte Wohnung, Trinkwasser aus dem Wasserhahn, zuverlässige Verkehrsmittel, etc.)

Als Familie sind wir aus dem gegenwärtig als „normal“ angesehenen Schulsystem „ausgestiegen“, weil wir fanden, dass es unseren Kindern nicht zuträglich war – und in Wirklichkeit ist es auch nicht „normal“; aber davon vielleicht ein anderes Mal.

Zudem kam es auch zum „Ausstieg“ aus den meisten Gemeinden und Organisationen, die sich „christlich“ nennen. Das ist wahrscheinlich der „anstössigste“ Aspekt an meinem Leben und an diesem Blog – zumindest für jene Freunde und Bekannten, die sich (noch) zu solchen Organisationen zählen. Aber auch das hat Jesus schon vorausgesehen, und sogar noch Schlimmeres:
„Sie werden euch aus den Synagogen (Kirchen) ausschliessen; und es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, denkt, er leiste Gott einen Dienst. Und das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich kennen.“ (Johannes 16,2-3)

Ich hoffe alle diese Aspekte mit der Zeit gebührend beleuchten zu können.

Soviel für den Anfang.

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