Einige Bilder aus unserer Umgebung – Stadt und Land

Im folgenden einige Bilder von der Umgebung, wo ich wohne: das peruanische Hochland, genauer gesagt die Gegend von Cusco.

Stadt…

Die Stadt Cusco

Ein Teil der Stadt Cusco, von einem der umliegenden Berge aus betrachtet.

Links: Cusco war die alte Hauptstadt der Inkas. Heute ist sie das wichtigste Touristenziel in Perú und hat ca. 300’000 Einwohner. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 3400 Metern über Meer – etwa die Höhe des Jungfraujochs. Als Neuankömmling muss man sich zuerst ein paar Tage lang an die dünne Höhenluft gewöhnen!
Rechts: Ein Schuhputzer in der Innenstadt von Cusco. Manche Kinder verdienen sich so ein Neben- oder auch Haupteinkommen: als Schuhputzer, als Fahrgeldeinnehmer in Bussen, oder als Verkäufer von Süssigkeiten, Handarbeiten, Ansichtskarten, usw. – Einige leider auch als Diebe…

Unten: Strassenbild im Zentrum einer kleineren Stadt. Hier gibt es noch kaum Autos. Auf dem Bild sind die Hauptverkehrsmittel in solchen Städten zu sehen: "Mototaxis" (mit Plastik verkleidete dreirädrige Motorräder mit Sitzen für zwei oder drei Passagiere), und "Triciclos" (dasselbe ohne Motor, mit Fahrrad-Tretantrieb). Von den "Triciclos" gibt es zwei Ausführungen: eine mit Passagiersitzen und eine mit Ladefläche für Lasten. Sie haben die Passagiersitze bzw. Ladefläche vorne statt hinten, was diese Fahrzeuge im Strassenverkehr äusserst unberechenbar macht: sie können abrupt ohne Vorwarnung wenden, quer in die Strasse hineinfahren usw.- "Triciclos" werden auch als mobile Verkaufsstände verwendet, wie links im Bild zu sehen ist. Man sieht da auch, wie die Leute unbekümmert auf den Eisenbahnschienen umhergehen – schliesslich kommt nur einmal am Tag ein Zug.

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Plaza de Armas

Plaza de Armas

Oben: Zu jeder Stadt und zu jedem Dorf gehört ein Hauptplatz, die „Plaza de Armas“. Dort befinden sich jeweils nebeneinander zwei Gebäude: die katholische Kirche (links) und die Stadtverwaltung (rechts). Das symbolisiert bereits die beherrschende Rolle, die die katholische Kirche auch heute noch in Gesellschaft und Politik spielt.


…und Land

Unten: Eine typische Landschaft im gebirgigen Hochland. Die Gegend sieht idyllisch aus, aber das Leben ist hart hier. In solchen Gegenden sind Landwirtschaftsmaschinen noch unbekannt, und Gegenstände müssen auf dem eigenen Rücken oder mit Pferden und Eseln transportiert werden.

Landschaft im Hochland

Landschaft im Hochland

Unten: Der Baustil dieser einfachen Hütten aus Adobe-Lehmziegeln hat sich seit der Inkazeit nicht verändert. Jedes Häuschen hat nur einen einzigen Raum; braucht man einen weiteren Raum, baut man ein weiteres Häuschen. Das Dach ist mit Stroh gedeckt; an weniger abgelegenen Orten benützt man stattdessen Wellblech. Fenster gibt es keine – wozu auch, man verbringt ja fast den ganzen Tag im Freien bei der Feldarbeit. Ohne Fenster ist man besser gegen die Kälte geschützt. Wir befinden uns hier auf ca. 4000 Metern über Meer, da wird es auch in tropischen Breiten nachts empfindlich kalt (in der kalten Jahreszeit bis minus zehn Grad). Das ist aber noch nicht das Äusserste: es gibt Siedlungen bis zu einer Höhe von über 4800 Metern !

Rechts: Im Hochland weiden Lamas und Alpacas.
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Unten: Dies ist ein Teil eines "Dorfes", bzw. einer "comunidad" (bäuerliche Gemeinschaft). Die wenigen Häuser sind kilometerweit über die Hochebene verstreut!

Hochland in der Regenzeit

Hochland in der Regenzeit


Obige Foto entstand während der Regenzeit (ca. Dezember bis März). Zu dieser Jahreszeit ist das Wetter äusserst wechselhaft, es kann schlagartig von Sonnenschein zu Gewitter oder Regen umschlagen. Die Hochebene verwandelt sich in einen Sumpf mit vielen kleinen Seelein. – Das ist eigentlich der „Sommer“, aber wegen der starken Bewölkung wird es nicht wesentlich wärmer als im „Winter“. Nur nachts spürt man den Unterschied: in der Regenzeit ist die Abkühlung nicht so gross wie in den klaren Nächten der Trockenzeit.
– Auf der unteren Foto sind wir in derselben Gegend, aber in der Trockenzeit (ca. Mai bis August).  Die Sümpfe und Seelein verschwinden, das Gras verdorrt, und statt der grünen Farbe herrschen Gelb- und Brauntöne vor. Frühmorgens ist alles steinhart gefroren. Es gibt aber kaum je Schnee, weil in dieser Jahreszeit praktisch kein Niederschlag fällt. Der Himmel ist meistens tiefblau mit einigen wenigen Schönwetterwolken.

Frühmorgens im Hochland

Frühmorgens im Hochland

Unten: Schneebedeckte Bergketten der Anden. (Die Schneegrenze liegt auf etwa 5000 m.ü.M.)

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