Das „Tier“ in der Offenbarung, das Milgram-Experiment und die Kirchen (Teil 2)

In der ersten Folge habe ich einige Wesenszüge des „Tieres“ in Offenbarung 13 untersucht. Wir haben gesehen, dass es sich dabei um eine „Instutionalisierung“ handelt, die den Einzelmenschen entpersönlicht. Ich habe dann kurz das Milgram-Experiment beschrieben; ein psychologisches Experiment, das die Bereitschaft von Menschen zur blinden Unterordnung untersucht. Mit dem erschreckenden Ergebnis, dass 60 bis 70% der Bevölkerung auf die Anordnung einer Autoritätsperson hin so weit gehen, einem Mitmenschen grausame Schmerzen zuzufügen und ihn sogar in Lebensgefahr zu bringen!

Da ich vorwiegend an christliche Leser denke, stelle ich mir jetzt die Frage: Wie gross ist die Gefahr der christlichen Kirche, zu „vertieren“?

Auf meinem Weg durch eine Vielzahl christlicher Gemeinden und Institutionen begegneten mir leider auf Schritt und Tritt die Anzeichen einer solchen Institutionalisierung oder „Vertierung“.

Ein Gemeindeleiter sagte mir, als ich gewisse administrative Gebräuche seines Gemeindeverbandes ausser acht gelassen hatte: „Du weisst noch nicht, wie die Dinge im Reich Gottes funktionieren.“ (Womit er anscheinend die Gebräuche seines Verbandes mit dem Reich Gottes gleichsetzte.)
Ein anderer Gemeindeleiter, der sich durch eine meiner Schriften angegriffen fühlte, fragte mich: „Hast du etwas gegen die organisatorische Struktur unseres Verbandes?“ Von der Bibel her hatte er jedoch nichts zu antworten auf das, was ich geschrieben hatte.
An Vorstandssitzungen einer sogenannt christlichen Organisation wurden anstössige Vorfälle innerhalb der Organisation nicht darnach beurteilt, was Jesus dazu sagt, sondern ob die Leute draussen darüber redeten oder nicht, und ob dies dem Ansehen der Institution schadete oder nicht. Je nachdem konnte ein und dieselbe Handlung entweder mit Schweigen zugedeckt oder drakonisch bestraft werden.
In einer anderen Organisation herrschte die Ansicht, man könne ohne weiteres lügen oder eine Unterschrift fälschen, wenn dies den Zwecken der Organisation diente.

Solche Anzeichen deuten darauf hin, dass in allzuvielen „christlichen“ Organisationen die „Interessen der Institution“ und das „Ansehen der Institution“ mehr gelten als die Interessen Gottes und das Ansehen Gottes. Diese Institutionen sind zu ihren eigenen Götzen geworden; sie haben sich selbst an die Stelle Gottes gesetzt.

Demgegenüber fällt auf, dass das Neue Testament keine „institutionelle“ Sprache benützt – zumindest wenn man diese nicht von aussen her hineinliest. Manche Bibelübersetzungen sind leider sehr von der gegenwärtigen institutionellen Kirche geprägt und übersetzen daher „Gemeinde“ (oder „Versammlung“) als „Kirche“, „Aufseher“ als „Bischof“, „Diener“ als „Diakon“, „Hirte“ als „Pastor“, „Dienst“ als „Amt“, usw. Ursprünglich hatte aber keines dieser Wörter eine „institutionelle“ Bedeutung. Sie beschrieben einfach, was diese Menschen taten, ohne dass dies mit einer hierarchischen „Stellung“ oder „Amt“ verbunden gewesen wäre.

Jesus und die Apostel bewegten sich ausserhalb jedes institutionellen Rahmens. Sie hatten keinerlei offizielle Anerkennung oder „Position“. Es ist bezeichnend, dass sie ihre schärfsten Zusammenstösse genau mit den religiösen Institutionen ihrer Umgebung hatten: mit den Synagogen und deren Leitern, und mit dem Hohen Rat. Sie traten zwar nicht aus der Synagoge aus, aber ihr ganzes Leben und ihre Lehre stellten dieses System radikal in Frage.

Sie gründeten auch keine neue Institution. Die neutestamentliche Gemeinde wurde nicht von Organigrammen, Reglementen und Statuten zusammengehalten, sondern von einer Person: vom auferstandenen Herrn selber. Sein Konzept von „Kirche“ war äusserst einfach: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18,20)

In einer kleinen Begebenheit zeigte Jesus, dass er keine „Institution“ zu verteidigen hatte:

„Johannes antwortete: ‚Meister, wir haben jemanden gesehen, der in deinem Namen Dämonen austrieb, aber er folgt uns nicht; und wir haben es ihm verboten, weil er uns nicht folgte.‘ Aber Jesus sagte: ‚Verbietet es ihm nicht; denn niemand, der ein Wunder tut in meinem Namen, wird darauf Böses sagen können über mich.'“ (Markus 9,38-39)

Auch als die Gemeinde wuchs und die Aufgaben und Dienste vielfältiger wurden, war dies kein Anlass zur Bildung einer Hierarchie. Interessanterweise benutzt das Neue Testament nie die Wörter „über“ oder „unter“, wenn es von den Beziehungen zwischen verschiedenen Gliedern der Gemeinde spricht. Stattdessen ist die Rede von Dienern oder Aufsehern, die „bei euch“ oder „in eurer Mitte“ arbeiten, also auf gleicher Ebene. Die „Unterordnung“ in der neutestamentlichen Gemeinde war gegenseitig (Epheser 5,21).

Auch finden wir im Neuen Testament nicht „die Kirche“ als abstrakten Begriff mit einem institutionellen Eigenleben. „Kirche“ bzw. „Gemeinde“ bezieht sich jeweils klar auf die Gesamtheit der einzelnen Mitglieder als Menschen; öfters erscheint „Gemeinde“ austauschbar mit „die Jünger“ oder „die Heiligen“.

Einen interessanten Kontrast dazu bildet in der Apostelgeschichte der Silberschmied Demetrius, der mit der Anbetung der Göttin Artemis ein Geschäft machte. Als er durch den Einfluss von Paulus sein Geschäft gefährdet sah, wandte er sich an seine Angestellten und Berufskollegen mit den Worten:
„…Und nicht nur unser Handwerk läuft Gefahr, in Verruf zu geraten, sondern auch, dass der Tempel der grossen Göttin Artemis geringgeachtet wird, und ihre Grösse niedergerissen wird, die ganz Asien und die ganze Erde verehrt.“ (Apostelgeschichte 19,27)
– Demetrius spricht nicht über seine persönliche Betroffenheit, sondern apelliert an den „guten Ruf der Institution“ (seines Berufsverbandes) und deren Statussymbols, des Artemistempels. Somit sehen es die Silberschmiede als ihre „institutionelle Pflicht“, Demetrius zu unterstützen; und er bringt es fertig, die ganze Stadt in Aufruhr zu versetzen. Dieser Volksauflauf war eine deutliche Konfrontation zwischen der „Tiernatur“, die sich im „Geist einer Institution“ manifestiert, und dem Geist Gottes, der in seinen Dienern lebt. Nie hat hingegen ein Apostel das „Ansehen der christlichen Gemeinde“ als Vorwand benützt, um die Christen auf seine Seite zu ziehen, und sei es für ein noch so berechtigtes Anliegen.

Aber sobald die Apostel nicht mehr da waren, begannen sich die Gemeinden zu institutionalisieren, und gaben damit der „Tiernatur“ in ihrer eigenen Mitte Raum. Schon anfangs des 2.Jahrhunderts begann sich eine hierarchische Struktur auszubilden, indem in einigen Städten ein „Bischof“ sich eine Art „Befehlsgewalt“ über die anderen Ältesten der Gemeinde zusprach. Und „Ältester“ zu sein, war plötzlich nicht mehr eine natürliche Anerkennung geistlicher Reife, sondern wandelte sich zur Mitgliedschaft in einem „Leitungsgremium“.

Später kam es so weit, dass bei Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Christenheit die Leiter der jeweiligen Parteien einander gegenseitig „aus der Kirche ausschlossen“. Eine solche Handlung hat eine ganz andere Färbung als die Anweisungen Paulus‘ an die Korinther (1. Korinther 5), mit unbussfertigen Sündern keine brüderliche Gemeinschaft zu haben, oder in einem besonders anstössigen Fall den Betreffenden „dem satan zu übergeben“. Letzteres, obwohl es hart klingt, ist immer noch eine persönliche Entscheidung auf der Basis persönlicher Beziehungen (die bei einer Umkehr des Schuldigen auch persönlich wiederhergestellt werden können, wie der 2.Korintherbrief bezeugt). Ersteres jedoch, „Ausschluss aus der Kirche“, ist eine offizielle Handlung im Namen einer „Institution“, unpersönlich und mitleidslos.

In einer „tierischen“ Institution werden selbst die mitmenschlichen Beziehungen und Freundschaften „institutionalisiert“. Man ist einander nicht mehr als Mitmensch wichtig, sondern nur als Förderer der institutionellen Ziele, die man miteinander teilt – nicht anders als in einem Wirtschaftsbetrieb. Das hat sehr traurige Folgen, die ich in meinem eigenen Leben mehrmals erlebt habe:
Man täuscht sich selber über die Qualität der Beziehungen, die man zu anderen hat. Was man als Nächstenliebe oder Hilfsbereitschaft wahrnimmt (bei sich selbst und bei anderen), ist oft nur ein zweckgebundenes Mittel, die Zusammenarbeit innerhalb der Institution zu verbessern. Bei einer institutionellen Krise zeigt sich dann das wahre Gesicht der Beteiligten, und es kommt zur grossen Enttäuschung.
Wenn sich die Institution aus irgendeinem Grund gegen einen wendet, dann verliert man mit einem Schlag alle Freundschaften, die man dort gehabt zu haben meinte. Diejenigen, die nur eine „zweckgebundene“ Beziehung pflegten, haben keinen Grund mehr, diese weiter zu pflegen; und jene, die echte Freunde waren, getrauen sich nicht mehr, die Freundschaft weiterzuführen, weil sie sonst selber von der Institution als „Feinde“ angesehen werden könnten.

Diese Institutionalisierung des Christentums kam zu ihrem Höhepunkt, als im 4.Jh. die Kaiser Konstantin und Theodosius die christliche Gemeinde praktisch dem Römischen Reich einverleibten (oder umgekehrt), indem das Christentum zuerst unter den persönlichen Schutz des Kaisers gestellt und dann zur Staatsreligion erklärt wurde. Jetzt wurde die Hierarchie der Kirche vollends dem römischen Verwaltungsapparat gleichgestaltet. (Man beachte, dass das Römische Reich die deutlichste Verkörperung des „Tieres“ in der damaligen Zeit war. Johannes spielt in der Offenbarung sogar an mehreren Stellen direkt auf Rom an.) Daraus entstand die römisch-katholische Kirche und ihre Zwillingsschwester, die orthodoxe Kirche Osteuropas.
Diese „konstantinische Wende“ ist von der Christenheit bis heute nicht überwunden worden. Der reformierte und evangelikal-pfingstliche Flügel del Christenheit hat zwar in den letzten 500 Jahren verschiedene Änderungen vorgenommen. Aber auch diese Gruppe blieb in ihrer Grundhaltung weitgehend konstantinisch und nicht biblisch: Kirche wird als eine Institution verstanden, die in irgendeiner Weise dem Staat angegliedert oder ihm nachgebildet ist. „Nicht-institutionelle“ Christen führten während der ganzen Kirchengeschichte nach dem Tod des letzten Apostels ein Schattendasein oder wurden blutig verfolgt; seien es die Waldenser im Mittelalter, die Täufer in der Reformationszeit, oder manche heutigen Hausgemeindebewegungen in China und anderswo.

Die Mehrheit der Christenheit denkt und lebt in institutionellen Paradigmen und bezeugt damit ihre Affinität zur „Tiernatur“. Diese Mehrheit wird sich sehr wahrscheinlich widerstandslos in das weltweite „tierische“ System eingliedern, wenn es so weit ist. Wer das nicht glaubt, der möge darüber nachlesen, wie die Mehrheit der deutschen Kirchenführer enthusiastisch Hitler unterstützten im Glauben, er sei einer der ihren. (Etwas mehr darüber im übersetzten Artikel: „Wir brauchen verzweifelt eine Bekennende Kirche“.)

Ein weiteres Anzeichen dafür ist, wie die Kirchen während der letzten 150 bis 200 Jahre es nicht nur zugelassen, sondern aktiv unterstützt haben, dass die Regierungen dieser Welt ihnen ihre ureigensten Handlungsräume weggenommen haben. Während Jahrhunderten war es zumindest im Einflussbereich des Christentums klar, dass die Regierung für die Rechtsprechung und die Landesverteidigung zuständig war (Römer 13,3-5) und für nichts anderes. Aber heute scheint die Mehrheit der Christen und der christlichen Leiter nichts dabei zu finden, wenn der Staat z.B. die Kranken pflegt, die Armen versorgt und die Kinder erzieht – und alle diese Bereiche entsprechend kontrolliert und überwacht.

Früher wurden alle diese Aufgaben in erster Linie von der Familie und Verwandtschaft wahrgenommen, und in zweiter Linie von der „geistlichen Familie“, der christlichen Gemeinde. Aber mit der zunehmenden Institutionalisierung der Kirche wurden auch diese sozialen Aufgaben immer mehr von der Kirche als Institution übernommen. Damit fand eine Akzentverschiebung statt: Wenn ein Christ oder eine Gruppe von Christen aus persönlichem Mitleid einen Kranken pflegt oder einen Armen versorgt, den er persönlich kennt, dann ist dies eine Tat der Nächstenliebe. Wenn aber die Kirche als Institution dies tut, und die Christen wiederum dieser Institution ihr Geld oder ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen, dann werden diese Handlungen entpersönlicht. Der Christ, der hilft, erfüllt jetzt eine „institutionelle Pflicht“; und der, dem geholfen wird, sieht sich zu einem „institutionellen Fall“ degradiert.

Es war also nur der natürliche Fortgang dieser Entwicklung, als die Kirchen allmählich ihren politischen Einfluss verloren und die Staatsregierungen erstarkten, dass diese sozialen Aufgaben an die „Institution Staat“ übergingen. Institutionalisiert waren sie ja schon. Ich wäre deshalb nicht überrascht, wenn dieselben Kirchen zu einem zukünftigen Zeitpunkt dem Staat auch ihren letzten übriggebliebenen Handlungsraum überliessen: den eigentlichen „religiösen Bereich“. (Auch hierfür gibt es in der Geschichte bereits Präzedenzfälle.)

Als Folge wird der Staat totalitär. Alles, was der Staat leistet und finanziert, das überwacht er auch. Die „tierischen“ Bestrebungen werden immer ausgeprägter, der Institution (in diesem Fall dem Staat) immer mehr Macht und Einfluss zukommen zu lassen, und die Institution vor der Kontrolle durch die Öffentlichkeit abzuschirmen. Gleichzeitig nimmt die Feindseligkeit gegenüber jenen zu, die aus irgendeinem Grund als Bedrohung der „Interessen der Institution“ empfunden werden.

Ich zitiere nochmals John Taylor Gatto:

„Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich etwas verändert in Amerika. Es werden massive Anstrengungen unternommen, um eine zentral organisierte Kontrolle der Arbeitsplätze mit einer zentral organisierten Verwaltung der Schulbildung zu verbinden. Das wäre die amerikanische Entsprechung zum chinesischen „Dangan“ – eine persönliche Datei, die im Kindergarten begonnen wird (sie verzeichnet Schulleistungen, Haltungen, Verhaltensmerkmale, die Krankheitsgeschichte, und andere persönliche Daten), und mit allen Arbeitsmöglichkeiten verbunden wird. In China kann man dem Dangan nicht entfliehen. Er ist ein Teil eines Netzes der gesellschaftlichen Überwachung, die die Stabilität der Gesellschaftsordnung sichert; Gerechtigkeit hat nichts damit zu tun. Der Dangan kommt in die Vereinigten Staaten unter dem Deckmantel von geschickt ausgedachten Änderungen in der Medizin, Arbeitswelt, Schule, Sozialdiensten, usw, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Tatsächlich werden diese Teile koordiniert durch eine Verbindung zwischen Stiftungen, Regierungsstellen, die Subventionen vergeben, der Werbeabteilungen von Unternehmen, wichtigen Universitäten, und ähnlichen Stellen, die sich ausserhalb des Gesichtsfeldes der Öffentlichkeit befinden.“
(John Taylor Gatto, „The Underground History of American Education“, bei http://www.johntaylorgatto.com)

Dasselbe geschieht schon fast weltweit – auch hier in Perú. Im hiesigen Gesundheitswesen ist z.B. jetzt eine neue interne Regelung in Kraft, wonach Kinder, die zu einer Untersuchung oder Behandlung zu einem staatlichen Gesundheitsposten gebracht werden, vom Personal nach ihrer Familien- und Schulsituation befragt werden und die entsprechenden Informationen an die übergeordnete Regionalstelle weitergeleitet werden müssen. Teenager werden zusätzlich nach ihrem Sexualleben befragt. Da praktisch das ganze Gesundheitswesen verstaatlicht ist, kann sich keine Familie dieser Überwachung entziehen (ausser man wird nie krank).

Schon vor vielen Jahren hat der Autor George Orwell diese „tierische Dynamik“ sehr gut verstanden, angesichts der damaligen Machtausweitung des Nationalsozialismus und des Kommunismus. Sein Klassiker „1984“ ist in dieser Hinsicht sehr instruktiv, wenn auch sehr pessimistisch. Leider scheint dieser Roman gegenwärtig – zu Unrecht – in Vergessenheit zu geraten.

Ich möchte aber nicht an diesem Punkt aufhören. Das Buch der Offenbarung wurde hauptsächlich zu dem Zweck geschrieben, eine „Ewigkeitsperspektive“ in die Weltereignisse hineinzubringen. Alle paar Kapitel, zwischen den Beschreibungen schrecklicher Dinge auf der Erde, wendet sich der Blick des Johannes wieder zum Himmel, von wo ihm Jesus erschienen ist, der Auferstandene und Lebendige. Dort sieht er Gott auf seinem Thron, wie er Engelsheere kommandiert und mit starker Hand die Weltereignisse regiert. Nichts kann geschehen ohne seine Einwilligung. Er sieht auch eine unzählbare Schar Erlöster, die nach einem leidvollen Leben jetzt vor Gottes Thron stehen, und „sie werden nicht mehr Hunger oder Durst haben, und die Sonne oder Hitze wird nicht mehr auf sie fallen; denn das Lamm (Jesus), das in der Mitte des Thrones ist, wird sie hüten und sie zu Quellen des Lebenswassers führen; und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen.“ (Offenbarung 7,16-17)

Das macht natürlich nur Sinn für jemanden, der erfahren hat, dass „Himmel“ und „Ewigkeit“ nicht leere Worte sind, sondern wirklichere und beständigere Realitäten als die gegenwärtige sichtbare Welt. (Aber wer diese Perspektive nicht kennt, wird vermutlich auch dem Rest dieses Artikels nicht viel Sinn abgewinnen können.)
Es gibt also in der letzten Zeit, wie in der Offenbarung beschrieben, nicht nur die institutionalisierte „Tier-Kirche“. Es gibt auch noch wirkliche Nachfolger von Jesus, die ihm wirklich begegnet sind und ihn persönlich kennengelernt haben. Diese echten Nachfolger Jesu lassen sich nicht so einfach in ein institutionalisiertes „System“ einspannen. Sie haben über sich eine höhere Autorität: Jesus selber. Und genau das ist den Anführern der institutionalisierten Kirchen ein Dorn im Auge: Sie möchten gerne selber die höchste Autorität sein. Sie ärgern sich über die einfachen Nachfolger Jesu, die sagen: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5,29).
Aber wir lesen in der Offenbarung auch, dass es dem „Tier“ nur für kurze Zeit erlaubt wird, die Welt zu beherrschen. Jesus selber wird kommen und das „Tier“ und sein Reich zunichte machen. Die Zukunft wird den einfachen Nachfolgern Jesu gehören, die zur Zeit noch verachtet, verfolgt und ausgeschlossen werden. Wenn wir sehen, wie sich gegenwärtig in der Welt alle die „tierischen“ Entwicklungen bewahrheiten, die in der Bibel vorausgesagt sind, dann haben wir allen Grund zu glauben, dass sich auch diese Voraussage bewahrheiten wird.

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