Nicht ganz weihnächtliche Grüsse…

Nein, ich konnte dieses Jahr keine Weihnachtsgrüsse versenden. In anderen Jahren habe ich das manchmal getan. Nicht, weil ich wirklich daran glaubte, Weihnachten sei ein echt christliches Fest; aber weil es eine Zeit des Jahres ist, in der einige Menschen immerhin etwas sensibler werden für die Person Jesu.

Doch dieses Jahr hatte ich einfach keine „guten Nachrichten“ zu versenden. Stattdessen ist mein Herz schwer von traurigen Nachrichten und traurigen Zuständen, sowohl in nächster Nähe wie auch weit weg. Zwei der „Nachrichten“, die mich besonders beschäftigen, stehen in den beiden Artikeln, die ich ebenfalls heute veröffentlicht habe. Sie sprechen Dinge an, bei denen man lieber wegsehen und weghören möchte. (Deshalb veröffentliche ich sie erst nach Weihnachten, um den Lesern die Freude am guten Weihnachtsessen nicht zu verderben…) Aber gerade diese Dinge müssen gehört werden, wenn wir Teil dessen sein möchten, was Gott heute tut.

Massaker an Unschuldigen: Das Christentum im Irak ist vom Aussterben bedroht

Wie gross ist diese Finsternis!

Die beiden Artikel, obwohl aus ganz unterschiedlichen Weltecken und Hintergründen, haben einen traurigen inneren Zusammenhang: Im Osten arbeitet die extrem-islamische Verfolgung gezielt und grausam auf die Ausrottung des Christentums hin. Im Westen erreichen die offiziellen Kirchen mit ganz anderen, aber ebenso wirksamen Mitteln dasselbe.

Ist das wirklich die Zeit, einander Weihnachtsgrüsse zu schicken, jene zu beschenken, die einen wiederum beschenken, und jene einzuladen, die einen wiederum einladen? Ist das nicht viel eher die Zeit, in Sack und Asche zu gehen, und einen dringenden Hilfeschrei zum Himmel zu erheben? Wie seinerzeit Jesaja ausrief:

„Blicke herab vom Himmel und schaue hernieder von deiner heiligen, herrlichen Wohnstatt! Wo ist dein Eifer und deine Stärke? das Wallen deiner Liebe und deines Erbarmens? Halte dich doch nicht zurück, denn du bist unser Vater! (…) Warum lässest du uns, o Herr, abirren von deinen Wegen? verhärtest unser Herz, dass wir dich nicht fürchten? Kehre wieder um deiner Knechte, um der Stämme willen, die dein eigen sind.
Warum schreiten die Gottlosen durch deinen Tempel, zertreten unsere Feinde dein Heiligtum? Warum sind wir geworden wie solche, die du nie beherrscht hast, die nicht nach deinem Namen benannt sind?
O dass du den Himmel zerrissest und führest herab, dass vor dir die Berge erbebten, gleichwie Feuer Reisig entzündet, wie Feuer Wasser ins Wallen bringt, damit dein Name deinen Feinden kundwürde und vor dir die Völker erzitterten, indem du furchtbare Dinge tätest, die wir nicht erhofften, wie man sie von Urzeit an nie vernommen! …“
(Jesaja 63,15-64,4 … usw, die ganze Fortsetzung von Kap.64)

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