Durchschaut! – Oder: Kindliche Intuition gegen den Zeitgeist

Mit einigen Jahren „Verspätung“ wird auch hier in Perú die ganze postmoderne Agenda zum Umsturz der von Gott gegebenen Familien- und Gesellschaftsordnung offiziell in den Schulbüchern eingeführt. Schon achtjährige Knirpse kommen in unsere Hausaufgabenhilfe mit Schulbüchern, in denen ihnen fettgedruckt der Hauptlehrsatz der „Gender-Mainstreaming“-Ideologie eingetrichtert wird: „Der einzige Unterschied zwischen Jungen und Mädchen besteht darin, dass Jungen einen Penis haben und Mädchen eine Scheide. Abgesehen davon, sind Jungen und Mädchen völlig gleich.“ Was vom wissenschaftlichen Standpunkt der Biologie, Neurologie, Psychologie, usw. völliger Unsinn ist – aber das kann ein Primarschüler ja nicht wissen. (Es ist noch nicht allzu lange her, da wäre es überhaupt verboten gewesen, Kinder an einem öffentlichen Ort wie der Schule einer solch expliziten Sprache auszusetzen. Aber das ist wieder ein anderes Thema…)

Es gibt aber ab und zu noch Schüler, die auf ganz natürliche Weise von dieser Beeinflussung unberührt bleiben.

Da brachte z.B. ein zehnjähriger Schüler ein Schulbuch mit zwei Seiten über „Frauenarbeiten – Männerarbeiten“. Die gegebenen Informationen und Fragen waren offensichtlich daraufhin angelegt, den Schüler suggestiv zur Schlussfolgerung zu führen, dass jede Arbeit und jeder Beruf gleichermassen von Männern wie von Frauen ausgeführt werden könne und solle; und dass Frauen benachteiligt wären, wenn sie zu bestimmten Arbeiten nicht in derselben Anzahl wie Männer „Zugang“ hätten. Eine Frage in der Serie lautete: „Glaubst du, dass es Arbeiten gibt, die nur Männer bzw. nur Frauen tun sollten?“

– Die Eltern meines Schülers führen zusammen ein Lebensmittelgeschäft mit mehreren Filialen an verschiedenen Orten, und sind deshalb öfters auf Transportfahrten unterwegs. Auch der Bub muss schon ab und zu mithelfen, den Lastwagen auf- und abzuladen. So antwortete er auf die Frage aus seiner eigenen Erfahrung heraus ganz natürlich – aber ganz entgegen den Absichten der Schulbuchpädagogen:

„Klar! Frauen sollten keine schweren Säcke und Kisten tragen müssen.“

Offenbar hatte er intuitiv verstanden, was manchen Erwachsenen in der Diskussion um die „Chancengleichheit“ und „Gender-Mainstreaming“ untergeht: Wenn auch heute noch, trotz Jahrzehnten gleichmacherischer Propaganda, manche Menschen das Empfinden haben, dass es Unterschiede gibt zwischen „Frauenarbeiten“ und „Männerarbeiten“, dann ist das nicht einfach eine „Benachteiligung“ der Frauen. Oft ist es die einfache Beobachtung, dass es tatsächlich Unterschiede gibt zwischen Männern und Frauen, und dass deshalb z.B. die Frauen in gewissen Bereichen ein Anrecht auf besonderen Schutz haben. So wäre es meinem Schüler nie in den Sinn gekommen, seine Mutter und seine Schwester könnten „benachteiligt“ sein, weil sie in ihrem Familienbetrieb nicht die „Chance“ haben, die schweren Säcke und Kisten zu schleppen, sondern mit den leichteren Lasten vorlieb nehmen müssen. Aber wer weiss, vielleicht werden sich eines Tages radikale „FeministInnen“ dafür einsetzen, dieser Benachteiligung ein Ende zu machen.


Nachtrag:

Ich hatte diesen Artikel bereits geschrieben, aber noch nicht veröffentlicht, als mir per e-Mail der folgende interessante Bericht zugesandt wurde:

http://agensev.de/agens-meint/aus-fur-gender-2/

Ein einzelner Mann – der norwegische Soziologe und Komiker Harald Eia – brachte es fertig, in seiner Fernsehsendung (http://www.youtube.com/watch?v=p5LRdW8xw70) diese Gender-Ideologie in der Öffentlichkeit derart blosszustellen, dass das ganze Land darüber diskutierte und die Regierung daraufhin ihre Zuschüsse an ein von dieser Ideologie bestimmtes Forschungsinstitut einstellte. Sehens- und lesenswert!

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