Der Reformator Martin Luther – Kurzes Nachwort

Die unvollendete Reformation

Wir haben gesehen, welch grosse Umwälzungen die Reformation in Kirche und Gesellschaft mit sich brachte. Wir haben gesehen, wie die Bewegung anfing, die Kirche wieder zu ihren in der Schrift beschriebenen Anfängen zurückzuführen. Aber wir haben auch gesehen, wie die Reformation noch eine Menge unbiblischen Ballast beibehielt: Die Säuglingstaufe und das Namenschristentum; das Pfarramt und die Trennung zwischen „Klerikern“ und „Laien“; die Vermischung von Staat und Kirche; u.a.

In diesen Punkten war die Reformation nicht fähig oder nicht willens, die biblische Wahrheit umzusetzen. Anscheinend waren sich die Reformatoren selber – oder zumindest einige von ihnen – der Tatsache bewusst, dass die Reformation nicht vollendet war. Ein Motto der reformierten Kirchen war (der Ursprung des Zitats ist nicht genau auszumachen) : „Ecclesia semper reformanda est“, „die Kirche muss sich immer reformieren“.

Dem Beispiel der Reformatoren zu folgen (insofern es ein gutes Beispiel ist), bedeutet deshalb nicht, alles so zu tun wie sie es taten. Sie hatten viele Fehler. Aber sie stellten das wichtigste Prinzip wieder her: Die höchste Autorität in der Gemeinde Jesu ist das Wort Gottes.
Dem Beispiel der Reformatoren zu folgen würde demnach bedeuten, uns immer mehr dem Bild der Gemeinde anzunähern, das wir in der Bibel finden. Würde nur dieses Grundprinzip der Reformation konsequent angewandt, dann würden ihre unbiblischen Elemente nach und nach von selbst verschwinden.
Bleiben wir also nicht bei den Traditionen der Reformation stehen (oder bei den Traditionen unserer eigenen Kirche). Reformieren wir uns weiter, gemäss der Wahrheit des Wortes Gottes!

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