Archive for Juni 2013

Die Autorität in der Grossfamilie Gottes

27. Juni 2013

Die evangelischen und evangelikalen Kirchen haben in ihrer grossen Mehrzahl das Amt eines „Pfarrers“ oder „Pastors“ geschaffen, der über die Gemeinde regiert. Dieses Modell ist nicht biblisch. Das Wort „Pastor“ (Hirte) im Sinn eines geistlichen Dienstes erscheint im Neuen Testament nur ein einziges Mal, und zwar zusammen mit vier anderen Diensten: „Und er selber gab die einen, Apostel, andere, Propheten, andere, Evangelisten, andere, Hirten und Lehrer“ (Eph.4,11).

Das evangelische Pfarramt kommt vom römisch-katholischen Priesteramt her. Es war eine römische Idee, einen einzelnen Menschen an die Spitze der Kirche zu setzen und ihn als einen Mittler zwischen Gott und den Menschen zu betrachten. Das ist ein doppelter Ungehorsam gegen die biblischen Prinzipien:

1. Weil es einen einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen gibt, Jesus Christus (1.Tim.2,5). Kein Mensch darf sich anmassen, „Gottes Sprachrohr“ zu sein für seine Geschwister, oder andere Menschen von sich abhängig zu machen inbezug auf ihr geistliches Leben. Durch Jesus Christus hat jeder Christ direkten und unmittelbaren Zugang zum Thron Gottes (Hebräer 4,14-16, 10,19-22). Ein Leiter, der sagt: „Wenn ihr Jesus nachfolgen wollt, dann gehorcht mir“, masst sich eine Stellung an, die nur Jesus selber zukommt.

2. Weil die Leiterschaft der neutestamentlichen Gemeinde plural ist. Bei allen im Neuen Testament erwähnten Gemeinden, von denen wir Näheres über ihre Leiterschaftsstruktur wissen, sehen wir, dass sie von einem Team aus mehreren Personen geleitet wurden:
– Jerusalem: die elf Apostel, die in den ersten Kapiteln der Apostelgeschichte ständig erwähnt werden.
– Antiochien: fünf „Propheten und Lehrer“ (Apg.13,1).
– Die ersten von Paulus gegründeten Gemeinden: Älteste (Apg.14,23).
– Ephesus: Älteste (Apg.20,17) – die im selben Kapitel (V.28) auch „Bischöfe“ („Aufseher“) genannt werden.
– Die Gemeinden im allgemeinen: „Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer“ (Eph.4,11).
– Philippi: „Bischöfe (Aufseher) und Diakone (Diener)“ (Phil.1,1).
– Die Gemeinden im allgemeinen: „Leiter“ oder „Führer“ (Hebr.13,7.17.24).
– Die Gemeinden im allgemeinen: „Älteste“ (Titus 1,5, Jak.5,14, 1.Petrus 5,1).
(Jemand hat mir eine Bemerkung geschrieben, dass es in 1.Tim.3,2 heisst „der Bischof“, in der Einzahl. Aber es handelt sich hier offensichtlich um einen generischen Ausdruck, so wie wenn ich sage: „Der Student muss viele Bücher lesen“ – darunter versteht auch niemand, es gebe nur einen einzigen Studenten in der Klasse. Ebensowenig darf also aus 1.Tim.3,2 geschlossen werden, es gebe nur einen einzigen Bischof in einer Gemeinde. – Ausserdem haben wir oben in Apg.20 gesehen, dass „Bischof“ gleichbedeutend ist mit „Ältester“.)
Für eine genauere Untersuchung der neutestamentlichen Begriffe, mit denen „Ämter“ oder „Leiterschaftspositionen“ beschrieben werden, siehe „Das Neue Testament, Amtliche Version“.

Der am häufigsten verwendete Ausdruck in dieser Liste ist „Ältester“. Wir müssen also untersuchen, was genau ein Ältester ist.

Die Urgemeinde ging aus dem jüdischen Volk hervor. Alle Apostel waren Juden und drückten sich in jüdischen Begriffen aus. Wir müssen also vom Alten Testament her an die Frage herangehen: Wer oder was war ein Ältester in Israel?

Wir finden, dass die Stellung eines „Ältesten“ eng verbunden ist mit der Organisation des Volkes nach Stämmen, Sippen und Familien, wie wir im vorhergehenden Artikel gesehen haben. Es sollte uns also nicht überraschen, dass auch die Autorität eines echten Ältesten sich von seiner Familienumgebung ableitet.

Mike Dowgiewicz schreibt:

„Die Ältesten waren immer die bevollmächtigten Leiter des Volkes Gottes, sowohl im alten Israel wie in der Urgemeinde. Ein Ältester zu werden, ein zakén (das hebräische Wort), war der Höhepunkt im Leben eines weisen Mannes. Lasst uns näher ausführen, wie jemand zu einem Ältesten wurde:
Israelitische Männer, die in der Ausübung ihrer Leiterschaft aussergewöhnliche Weisheit zeigten, wurden zu Stellungen höherer Autorität befördert. Besonders weise Familienväter wurden zu Ältesten ihrer erweiterten Familie (Sippe). Die besonders weisen Ältesten einer Sippe wurden Älteste ihres Stammes. Einige von diesen wurden schliesslich zu Beratern des Königs, zum Wohl des ganzen Volkes. Die Weisheit war ein Schlüsselelement in ihrem Fortschritt.
Auf jeder Stufe war die Leiterschaft persönlich. Auf jeder Ebene standen die Menschen in engem persönlichem Kontakt mit den Männern, die Autorität hatten. Jeder Älteste war sich bewusst, dass er seine eigenen Nachfolger ausbildete. – Im gegenwärtigen nikolaitischen System stellt eine Kommission einen auswärtigen Kleriker an, zu dem niemand in der Gemeinde zuvor je irgendeine persönliche Beziehung hatte!“
(Mike Dowgiewicz, „I hate the Nicolaitans“)

So ging die Leiterschaft auf natürliche Weise aus den Familien hervor, und von da zu den Grossfamilien und Sippen, und so weiter bis auf nationaler Ebene. Jeder Älteste war von einem „Sicherheitsnetz“ von ihm nahestehenden Menschen umgeben, die ihn persönlich seit langer Zeit kannten. Aufgrund dieser persönlichen Nähe konnten sie die Autorität des Ältesten bestätigen und bestärken; sie konnten ihn aber auch zurechtweisen, wenn er im Irrtum war.
Im biblischen Konzept von Autorität gibt es keine „Immunität“: Ein Leiter muss Korrektur und Zurechtweisung von seinen Volksgenossen und Glaubensgeschwistern annehmen, genauso wie jedes „gewöhnliche Mitglied“. Grundlage für jede Zurechtweisung ist das Wort Gottes; und jedes Mitglied des Volkes Gottes kann das Wort Gottes anwenden, um jedes andere Mitglied zu beurteilen und zurechtzuweisen, auch einen Leiter. Um dieses Prinzip zu illustrieren, berief Gott als Propheten oft Menschen, die keinerlei „Leiterschaft“ innehatten, und sandte sie, um Könige und Leiter zurechtzuweisen.

Das Herzstück biblischer Autorität ist die Vaterschaft. Vaterschaft ist ein Abbild Gottes auf dieser Erde: Gott ist der Vater par excellence. Mehrere Bibelstellen bringen die Autorität Gottes, und Gottes Versorgung für sein Volk, mit irdischer Vaterschaft in Verbindung:

Matth.7,9-11: „Wer unter euch, wenn sein Kind ihn um Brot bittet, wird ihm einen Stein geben? Oder wenn es ihn um einen Fisch bittet, wird er ihm eine Schlange geben? Wenn also ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben geben könnt, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten?“
Eph.3,14-15: „Deshalb beuge ich meine Kniee vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, von dem jede Vaterschaft (so die wörtliche Übersetzung) im Himmel und auf Erden ihren Namen hat.“
Hebr.12,7-9: „Andererseits hatten wir unsere irdischen Väter, die uns disziplinierten, und wir ehrten sie. Warum gehorchen wir nicht noch viel mehr dem geistlichen Vater, damit wir leben? Und jene (die irdischen Väter) disziplinierten uns während kurzer Zeit, wie es ihnen gut schien; aber dieser (Gott) zu unserem Besten, damit wir an seiner Heiligkeit Anteil haben.“

Gott möchte, dass die irdischen Familien von einem Vater „regiert“ werden. So kann jeder von Kind an verstehen, was Vaterschaft ist; und so wird man auch verstehen können, wie Gott ist. (D.h. wenn der Vater seine Vaterschaft in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes ausübt.) Am Beispiel des Volkes Israel sehen wir, wie Gott möchte, dass diese Familienstruktur auf das ganze Volk Gottes ausgeweitet wird. Dasselbe gilt für das neutestamentliche Gottesvolk, die Gemeinschaft der (echten) Christen.

„Ältester“ zu sein ist deshalb kein „Amt“, das man aufgrund eines institutionellen Reglements erhalten und ausüben könnte. Noch viel weniger können Älteste abwechselnd eingesetzt und abgesetzt werden je nach den Launen eines „Pastors“ oder einer Gemeinde – so wie auch eine Familie nicht alle paar Jahre einen anderen Vater einsetzen kann.
Ein biblischer Ältester wird weder vom Volk „gewählt“ noch von einer übergeordneten Leiterschaft „bestimmt“; ein biblischer Ältester wird anerkannt. Schon das Wort „Ältester“ sagt uns, dass (geistliche) Reife das Wichtigste ist für eine solche Aufgabe. In der Bibel ist fortgeschrittenes Alter normalerweise gleichbedeutend mit Weisheit und breiter Erfahrung. Und diese Weisheit und Erfahrung kommt in erster Linie von vielen Jahren der Ausübung von Vaterschaft in der eigenen Familie. Ein Ältester ist im Wesentlichen ein erfahrener Vater, sodass er jetzt ein „Vater für andere Väter“ sein kann.

Ironischerweise hat ausgerechnet die römisch-katholische Kirche die Erinnerung an diese Wahrheit besser bewahrt als andere Kirchen, da sie ihre Priester „Vater“ („Pater“) nennt. Es scheint, dass man sich da anfangs noch dessen bewusst war, dass „geistliche Autorität“ gleichbedeutend ist mit „Vaterschaft nach dem Willen Gottes“. Nur verleiht die katholische Kirche diesen Titel den am wenigsten dazu Geeigneten, da ein katholischer Priester ja die grundlegende Bedingung für biblische Ältestenschaft nicht erfüllen kann, als Familienvater ein gutes Beispiel zu sein.

Tatsächlich war im alten Israel und in der Urgemeinde die oberste Priorität für jeden Vater seine eigene Familie. Aus biblischer Sicht ist es viel wichtiger, ein guter Ehemann und Vater zu sein, als ein guter Mitarbeiter, Vorgesetzter, Gemeindemitarbeiter oder Gemeindeleiter zu sein. Im Leben eines gottesfürchtigen Vaters wird die Welt ausserhalb der Familie (wozu auch die Gemeindemitarbeit gehört) nie wichtiger werden als die Familie selbst. Nach den biblischen Leiterschaftsprinzipien könnte jemand, der kein guter Ehemann und Vater ist, niemals in irgendeinem anderen Lebensbereich als Autorität anerkannt werden, sei es in der Arbeitswelt, in der Politik, oder in der Kirche. Und auch wenn jemand im alten Gottesvolk zu einer wichtigen Stellung in einem dieser Bereiche kam, wäre es ihm nicht in den Sinn gekommen, deswegen seine Familie zu vernachlässigen. Täte er das, so würde er seine Autorität verlieren, oder er könnte sogar unter das Gericht Gottes fallen wie der Priester Eli (1.Samuel 2,12-36, 4,11-18).

Deshalb ist es eine wichtige Voraussetzung für jeden, der irgendeine Leiterschaft in der christlichen Gemeinschaft anstrebt, dass er „seinem Haus gut vorsteht, seine Kinder in Gehorsam hält in aller Ehrbarkeit (denn wer seinem eigenen Haus nicht vorstehen kann, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen?)“ (1.Tim.3,4-5).

Ich hoffe, dass wir jetzt die Tragweite dieser Bibelstelle besser verstehen. Nach biblischem Muster ist die christliche Gemeinschaft tatsächlich eine Familie von Familien, und die Autorität innerhalb dieser Gemeinschaft geht aus der Vaterschaft hervor.

Die Untergrundkirche in Deutschland – Offener Brief an die „Hilfsaktion Märtyrerkirche“

20. Juni 2013

Sehr geehrte Hilfsaktion Märtyrerkirche in Deutschland,

vor einem Monat habe ich Sie zweimal per e-Mail auf zwei Fälle von Verfolgung deutscher Christen aufmerksam gemacht und Sie gebeten, sich für die Betroffenen einzusetzen und über diese Fälle zu informieren. Da ich bis jetzt darauf keine Antwort erhalten habe, veröffentliche ich jetzt diesen Brief in meinem Blog.

Sie setzen sich für verfolgte Christen in anderen Ländern ein, aber über die Verfolgung in Ihrem eigenen Land schweigen Sie. Der argentinische Zweig Ihres Hilfswerks hat mehrmals über das Leiden deutscher christlicher Familien berichtet (http://lavozdelosmartires.com.ar/), ebenso ähnliche Hilfswerke in den USA; aber auf Ihrer Website ist nichts darüber zu finden.

Richard Wurmbrand, der Gründer Ihres Werks, war vierzehn Jahre lang in Haft, weil er zuallererst in seinem eigenen Land Rumänien für die Wahrheit und das Wort Gottes aufgestanden war. Sicher kennen Sie den folgenden Abschnitt aus seiner Lebensgeschichte:

„Nachdem die Kommunisten einmal zur Macht gekommen waren, gebrauchten sie meisterhaft das Mittel der Täuschung gegenüber den Kirchen. Denn die Sprache der Liebe und die Sprache der Verführung klingen gleich. (…) Als die Kommunisten die Macht innehatten, wussten Tausende von Priestern, Pfarrern und Predigern die beiden Sprachen nicht zu unterscheiden.
Die Kommunisten beriefen einen Kongress aller christlichen Körperschaften in unserem Parlamentsgebäude in Bukarest. Dort waren viertausend Prediger, Pastoren und Prediger aller Religionsgemeinschaften versammelt. Diese viertausend Geistlichen wählten Joseph Stalin zum Ehrenpräsidenten dieses Kongresses. Gleichzeitig war Stalin amtierender Präsident des Weltverbandes der Gottlosenbewegung und ein Massenmörder von Christen. Aber einer nach dem anderen, ob Bischof oder Pfarrer, erhob sich in unserem Parlament und erklärte öffentlich, dass der Kommunismus und das Christentum in ihren Grundlagen gleich seien und friedlich nebeneinander bestehen könnten. Ein Geistlicher nach dem andern fand preisende Worte für den Kommunismus und versicherte der neuen Regierung die treue Mitarbeit der Kirche.
(…) Meine Frau sass neben mir und sagte zu mir: „Richard, steh auf und wasche diese Schande vom Antlitz Christi! Sie speien ihm ins Gesicht.“ Ich sagte zu meiner Frau: „Wenn ich das tue, verlierst du deinen Mann.“ Sie erwiderte: „Ich möchte keinen Feigling zum Mann haben.“
Da stand ich auf und sprach zu diesem Kongress, und ich pries nicht die Mörder der Christen, sondern Christus und Gott und sagte, dass wir zuallererst Ihm unsere Treue schulden. (…) Später musste ich dafür bezahlen, aber das war es wert gewesen.“
(Aus Richard Wurmbrand, „Gefoltert für Christus“, 1967)

Heute befindet sich Ihr Land, Deutschland, in einer ähnlichen Situation. Pfarrer, Prediger und Pastoren preisen dieses Land als einen „Rechtsstaat“, und erwähnen mit keinem Wort, dass dieser Staat den hingegebensten Christen, die ihren biblischen Erziehungsauftrag ernst nehmen, ihre Kinder wegnimmt, sie um ihr Hab und Gut bringt, und nicht wenige von ihnen ins Gefängnis gesperrt hat. Im Gegenteil, diese verfolgten Familien werden von prominenten Kirchenführern als Kriminelle hingestellt. Genauso wurden im seinerzeitigen Ostblock die Leiter der Untergrundkirche von den staatshörigen Leitern der registrierten Kirchen diffamiert. Die christlichen Homeschool-Familien in Deutschland verkörpern effektiv das, was Ihr Werk in den ersten Jahrzehnten seines Bestehens vertreten hat und wofür Richard Wurmbrand ein leuchtendes Symbol geworden ist, nämlich die Untergrundkirche. Das Wohnzimmer ist ihr Versammlungsort, und der geheime Unterricht ist ihr Gottesdienst.
In dieser Situation müsste ein ebenso klares Wort gesprochen werden, wie es Richard Wurmbrand damals auf dem Predigerkongress in Bukarest gesprochen hat. Aber Sie sind anscheinend nicht dazu bereit, dieses Wort zu sprechen. Damit verleugnen Sie das geistliche Erbe Ihres Gründers und machen Ihren Einsatz in anderen Teilen der Welt unglaubwürdig.

Zu Ihrer Information eine (längst nicht vollständige) Auswahl von Fällen von Christenverfolgung in Deutschland:

  • Im vergangenen Monat wurde für Thomas und Marit Schaum aus Fritzlar eine sechsmonatige Gefängnisstrafe gefordert, weil sie aus christlicher Überzeugung ihre Kinder selber erziehen. Diese Strafe wurde dann vom Gericht in eine hohe Geldbusse umgewandelt.
  • Im September 2012 wurde einem Elternpaar in Darmstadt die elterliche Sorge für ihre vier Kinder entzogen, weil sie diese aus christlicher Verantwortung zuhause ausbildeten.
  • Im Jahre 2010 wurden in Salzkotten mehrere christliche Elternpaare während bis zu 40 Tagen inhaftiert, nur weil sie aus Glaubens- und Gewissensgründen ihre Kinder nicht an der pornographischen Schultheateraufführung „Mein Körper gehört mir“ teilnehmen lassen wollten.
  • Die christlichen Aktivisten Johannes Lerle, Günter Annen und Winfried Pietrek verbrachten insgesamt über ein Jahr in Haft, weil sie Flugblätter gegen die Tötung ungeborener Kinder geschrieben und verteilt hatten.
  • Im Jahre 2008 wurden Jürgen und Rosemarie Dudek aus Archfeldt zu 90 Tagen Gefängnis verurteilt, weil sie ihre Kinder selber erziehen.
  • Im Jahre 2007 wurde die 15-jährige Melissa Busekros in Nürnberg von einem Aufgebot von fünfzehn(!) Polizisten von zuhause entführt und in einer psychiatrischen Klinik interniert, obwohl sie völlig gesund war. Gleichzeitig wurde ihren Eltern mitgeteilt, ihnen sei hiermit die elterliche Sorge für Melissa entzogen. Auch in diesem Fall bestand ihr einziges „Verbrechen“ darin, dass sie aus Glaubens- und Gewissensgründen ihre elterliche Verantwortung wahrgenommen und Melissa selber erzogen hatten.
  • Im Jahre 2006 drang die Polizei mehrmals mit Gewalt in das Heim der Familie Romeike ein und schleppte ihre Kinder unter Gewaltanwendung zur Schule. Es wurde ihnen mit Kindesentzug und Gefängnis gedroht, insgesamt fünfstellige Bussgelder auferlegt, und kurz vor ihrer Flucht in die USA ein Enteignungsverfahren eingeleitet, aufgrund dessen sie bei einer allfälligen Rückkehr nach Deutschland ihr Hab und Gut verlieren würden. Ein US-amerikanisches Gericht erteilte den Romeikes im Jahre 2010 aufgrund dieser Umstände politisches Asyl.
  • In den Jahren 2005 und 2006 wurde mehreren russlanddeutschen Baptisten im Raum Paderborn das Sorgerecht über ihre Kinder entzogen; mehrere wurden inhaftiert und gebüsst; und einige dieser Familien flohen ins Ausland. Der Hauptverantwortliche dieser Verfolgung, Landrat Sven Adenauer, gab als Motiv an: „Fundamentalisten haben bei uns nichts zu suchen.“ Die betroffenen Familien äusserten, das Vorgehen der deutschen Behörden sei mit der Verfolgung vergleichbar, die sie seinerzeit in der Sowjetunion erlitten hatten.
  • Im April 2000 brachen drei Polizisten gewaltsam in das Haus von Johann Harder in Schloss Holte-Stukenbroch ein, warfen Möbel um und zerbrachen seine Kamera, als er die angerichteten Verwüstungen fotografieren wollte. Dann führten sie seine elfjährige Tochter Anna ab. Der Schock bewirkte, dass Harders Frau ihrem Baby keine Milch mehr geben konnte. Harder musste zudem Bussgelder von mehreren tausend Euro bezahlen, und eine Gefängnisstrafe wurde angedroht.
  • Bereits im Jahre 1985 wurde der Professorin Adelgunde Mertensacker aus Dortmund der Lehrauftrag entzogen, weil sie in einer Vorlesung gesagt hatte: „Das menschliche Leben beginnt mit der Zeugung. … Abtreibung ist Tötung eines Menschen in der Entwicklung.“
  • (Editiert) In einem weiteren Fall bin ich von der betroffenen Familie gebeten worden, ihren Namen nicht bekanntzugeben.

Die Anzahl der Fälle, die nicht öffentlich bekannt werden, dürfte beträchtlich höher sein. Es wird geschätzt, dass zur Zeit rund 40 deutsche Familien – mehrheitlich bibeltreue Christen – aus ähnlichen Gründen Gerichtsprozesse hängig haben. Dazu kommt eine wahrscheinlich noch höhere Zahl von Familien, die nur deshalb nicht Verfolgungsopfer wurden, weil sie rechtzeitig ins Ausland flüchten konnten.

  • Aber einige von ihnen werden nicht einmal im Ausland in Ruhe gelassen. Im Jahre 2009 erschienen auf Geheiss der deutschen Behörden zwei Sozialarbeiter und zwei Polizisten am vorübergehenden Aufenthaltsort der Familie Wunderlich in St.Leonard (Frankreich), und führten ihre vier Kinder ab, weil sie „sozial isoliert“ seien und weil „Fluchtgefahr“ bestünde (wobei keines dieser Argumente der Wahrheit entsprach).

Deutschland wird damit punkto staatlicher Christenverfolgung innerhalb der westlichen Welt höchstens noch von Mexiko und Kuba übertroffen.

Eigentlich wäre die Aufklärungsarbeit über diese Dinge ja Ihre Aufgabe, nicht meine!

Mir scheint, Ihnen ist nicht klar, was diese Situation für den Fortbestand Ihres eigenen Werks bedeutet. Wenn die Entwicklung hin zum totalitären Polizeistaat unwidersprochen weitergeht, dann wird das in absehbarer Zeit auch für Ihre Arbeit das Aus bedeuten. Gerade die sogenannte Homeschool-Bewegung ist in Deutschland die einzige noch funktionierende Bewegung gegen den Staatstotalitarismus:

„Man muss den grösseren Zusammenhang erfassen, in den die Kriminalisierung des Heimunterrichts – und auch der Widerstand dagegen – gehört. (…) Insgesamt geht es um die umfassende Entmachtung der Familie, wobei der Anspruch des Staates auf Bildung der Kinder nur ein Teil des Ganzen ist.
(…) Tatsächlich leisten Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten, nicht nur einen wichtigen Dienst an diesen selbst, sondern auch an unserer Gesellschaft: An ihrem Platz stellen sie sich der Tendenz entgegen, den Oikos bis zur völligen Bedeutungslosigkeit zu entkernen. Sie entziehen sich dem Anspruch des Staates, sich für alle Lebensbereiche zuständig zu erklären und wirken damit seiner Totalisierung entgegen. Und dafür sollte man ihnen auch dann dankbar sein, wenn man selbst einen anderen Weg geht.“
(Zeitschrift „Factum“, Oktober 2012. Siehe http://www.geiernotizen.de/dienst-an-der-ganzen-gesellschaft.)

Sie wissen sicher, dass die deutsche Regierung ihre Verfolgungspolitik damit begründet, man wolle „die Entstehung religiöser Parallelgesellschaften verhindern“. Wenn das die Richtlinie staatlicher Politik ist, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis mit derselben Begründung z.B. auch Freikirchen verboten werden. Mit Ihrem bewussten Nicht-Engagement im eigenen Land sägen Sie den Ast ab, auf dem Sie selber sitzen.

Ich hoffe sehr, dass Sie über diese Zusammenhänge nochmals nachdenken und den Einsatz für verfolgte Christen in Ihrem eigenen Land weit oben auf Ihre Prioritätenliste setzen.


Nachtrag vom 13. August 2014:
In einer kürzlichen Mitteilung erklärte die HMK mir gegenüber, sie hätten doch auf mein damaliges Mail geantwortet. Allerdings ist eine solche Antwort nie bei mir eingetroffen; aber rechnen wir nun einmal mit der Möglichkeit, dass ein Mail aus technischen Gründen verlorengegangen sein kann.
Die HMK erklärt auch, sie leisteten doch einen „punktuellen Einsatz“ auch für Familien in Deutschland (Seelsorge, Angebot des Rechtsbeistands). Das ist begrüssenswert. Nur, was ich dabei vermisse, ist die öffentliche Stellungnahme. Zu früheren Zeiten war es einmal die Politik der HMK gewesen, Fälle von Verfolgung möglichst weit bekannt zu machen, da das Unrecht in einem Staat umso weniger überhandnehmen kann, je mehr Menschen davon wissen und öffentlich dagegen Stellung beziehen. Davon scheint man nun abgerückt zu sein.

Die christliche Gemeinde ist auf Familien aufgebaut

12. Juni 2013

Mit „christlicher Gemeinde“ meine ich die Gemeinde, wie sie im Neuen Testament beschrieben wird – denn das ist etwas ganz anderes, als was heute allgemein unter „Kirche“ oder „Gemeinde“ verstanden wird. Die neutestamentliche Gemeinde hatte ihr irdisches Zentrum in den Familien.

Natürlich ist das eigentliche Zentrum der Gemeinde im Himmel, in der Person von Jesus selber. Aber in diesem Artikel möchte ich über die irdische Organisation der Gemeinde sprechen. Und auf dieser Erde ist die Familie das zutreffendste Bild der göttlichen Dreieinigkeit. Wenn wir eine echte „Reformation“ der Gemeinde wollen, dann müssen wir die Familie als irdisches Zentrum der Gemeinde wiederentdecken, und die Gemeinde um die Familien herum strukturieren und die Familien stärken, statt sie auseinanderzureissen, wie das allzu viele heutige Gemeinden tun.

Vorläufer der christlichen Gemeinde war Israel, das erwählte Volk Gottes des Alten Testaments. Dieses Volk war während seiner ganzen Geschicht durchgängig nach Stämmen, Sippen und Familien organisiert.
Das ganze Volk hat seinen Urprung in drei Generationen von Familien: die Familie Abrahams, Isaaks und Jakobs. Von jedem Sohn Jakobs entsprang einer der Stämme Israels. Wir lesen über die Organisationsform des Volkes:

„Die Israeliten lagerten sich jeder bei seinem Banner, unter dem Feldzeichen der Familien ihrer Väter…“ (4.Mose 2,2) – Die Fortsetzung des Kapitels gibt für jeden Stamm den Ort an, wo sie sich während der Wüstenwanderung lagern sollten.

„Und ihr sollt das Land durchs Los als Erbe zugeteilt erhalten, nach euren Familien; (…) nach den Stämmen eurer Väter sollt ihr es als Erbe zugeteilt erhalten.“ (4.Mose 33,54) – Jeder Stamm erhielt ein bestimmtes Gebiet des verheissenen Landes zugeteilt. (Siehe auch Josua 14 – 19.)

„Tretet also morgen nach euren Stämmen herzu; und der Stamm, den der Herr (durchs Los) bestimmen wird, soll nach seinen Sippen herzutreten; und die Sippe, die der Herr bestimmen wird, soll nach ihren Familien herzutreten; und die Familie, die der Herr bestimmen wird, soll Mann für Mann herzutreten …“ (Josua 7,14). – Das war das Vorgehen, mit welchem ermittelt wurde, wer vom Volk gesündigt hatte. Die Organisation des Volkes nach Verwandtschaftsgraden ist klar ersichtlich. Dasselbe Vorgehen wurde angewandt, um die Wahl Sauls zum König zu bestätigen (1.Samuel 10,20-21).

Noch viele Jahrhunderte später organisierte Nehemia das Volk nach Familien, um die Stadtmauer zu verteidigen:
„Da stellte ich an den tiefer liegenden Orten hinter der Mauer, und an den offenen Stellen, das Volk nach Familien auf, mit ihren Schwertern, Lanzen und Bogen. Dann sah ich sie an, und erhob mich und sagte zu den Adligen und den Offizieren, und zum übrigen Volk: Fürchtet euch nicht vor ihnen! Denkt an den grossen und furchtbaren Herrn, und kämpft für eure Brüder, für eure Söhne und Töchter, für eure Frauen und für eure Häuser!“ (Nehemia 4,13-14)

Das wichtigste jüdische Fest, das Passah, wird in den Familien gefeiert:
„Am zehnten Tag dieses Monats soll jeder ein Lamm nehmen nach den Familien ihrer Väter, ein Lamm für jede Familie.“ (2.Mose 12,3)
„… Das sollt ihr halten, ihr und eure Kinder, als ein ewiges Gebot. … Und wenn eure Kinder euch fragen: Was bedeutet dieser euer Brauch?, dann sollt ihr antworten: Das ist das Passahopfer des Herrn, der an den Häusern der Israeliten in Ägypten vorüberging … „ (2.Mose 12,21-27)
Während der Passahfeier muss ein Kind (normalerweise das jüngste) mit dieser Frage das Gespräch beginnen. Als Antwort erzählt der Vater seiner Familie die Geschichte des Passah und leitet die Feier.

Dieses Familienbewusstsein ist auch im heutigen Israel noch gegenwärtig:

„In dieser Zeit (in Israel) ging mir auf, wie sehr die jüdische Kultur eine Familienkultur ist, bei der der Tisch mit Essen und tiefen Diskussionen über die heiligen Schriften im Mittelpunkt steht. Durch diese Erfahrungen in Israel ging mir auf, wie sehr das Gemeindeleben, wie ich es in verschiedenen Frei- und Grosskirchen kennengelernt hatte, vom griechischen Geist geprägt ist. Im griechischen Geist entwerfen wir schöne Theorien und gehen in Gottesdienste, bei denen die wenigsten aktiv teilnehmen. (…) Demgegenüber lebt das Judentum davon, dass man sieht, wie etwas gemacht wird. Dabei trifft man sich um den Tisch herum. Dort behandelt man sowohl Fragen des Alltags als auch geistliche Themen. Das Ganze geschieht im Gespräch miteinander. Für mich war mein sechsjähriger Aufenthalt in Israel eine Zeit, in der Gott mir den Filter wegnahm, durch den ich die Bibel vorher gelesen hatte.
(…) Gleichzeitig ist die Kernfamilie immer Teil eines grösseren Zusammenhanges, d.h. der Grossfamilie bzw. der Sippe. Auf diese Weise überlebten die Juden als Minderheit in einem ihnen feindlich gesonnen Umfeld, der Diaspora. Die Juden waren sich bewusst: ‚Wir als Juden, als Gottes auserwähltes Volk, gehören zusammen.‘ Trotz dieses gemeinschaftlichen Zusammengehörigkeitsgefühls geht der Einzelne nicht unter im ‚Du bist nichts, dein Volk ist alles‘, sondern man fördert die Fähigkeiten, Talente und Gaben der Einzelnen.
Wer aber aus dem Volk herausragt, indem er an Geld, Macht und Einfluss in der Gesellschaft gewinnt, hat immer auch eine Verantwortung gegenüber dem jüdischen Volk. Das sieht man bis heute in Israel, wo reiche Juden aus aller Welt für de Armen, Schwachen und Benachteiligten spenden. Zudem ist man sich bewusst, dass man zu einer Grossfamilie gehört, einer Sippe, die sich gegenseitig unterstützt. In einer solchen Grossfamilie gibt es immer einen zusätzlichen Teller, ein zusätzliches Bett oder sonstige materielle, ideelle oder praktische Hilfe. Lebt man in erreichbarer Nähe, so trifft sich die Grossfamilie regelmässig – nicht nur zu den herausragenden Zeiten im Leben ihrer Mitglieder – und sitzt gemeinsam um den Tisch, isst miteinander und tauscht sich aus.“
(Markus Jerominski, in „Väter und Mütter, die die Welt prägen“.)

Diese selben Prinzipien galten in der Urgemeinde. Die ersten Christen verstanden sich wie Israel als Grossfamilie. Das ganze Leben der christlichen Gemeinschaft war familienzentriert.

Ihr bevorzugter Versammlungsort war das eigene Haus. In den Ursprachen der Bibel ist „Haus“ gleichbedeutend mit „Familie“. Das Neue Testament erwähnt u.a: „die Gemeinde im Haus von Priszilla und Aquila“ (1.Kor.16,19), „die Gemeinde im Haus von Nympha“ (Kol.4,15), „die Gemeinde im Haus von Philemon“ (Phm.2). Von Gayus wird gesagt, „der mich und die ganze Gemeinde beherbergt“ (Röm.16,23). In Apg.2,46 heisst es von den ersten Christen: „Sie brachen das Brot in den Häusern, assen zusammen mit Freude und Einfachheit des Herzens.“ Da wird deutlich der „Familientisch“ der jüdischen Kultur sichtbar. Ebenso in Apg.5,42: „Und jeden Tag, im Tempel und in den Häusern, hörten sie nicht auf, Jesus Christus zu verkünden und von ihm zu lehren.“ (Siehe auch Apg. 2,2, 8,3, 11,11-15, 12,12, 16,31-34, 16,40.)

Diese „Hausgemeinden“ (wahrscheinlich Gemeinschaften von mehreren Familien, die in der Nähe wohnten) bildeten also etwas wie geistliche „Sippen“, und zusammen mit anderen „Sippen“ der Stadt bildeten sie die geistliche Grossfamilie ihrer Stadt („die Gemeinde in Ephesus“, „die Gemeinde in Korinth“, usw.). So sagt Paulus in Eph.2,19, dass wir als Christen „Mitglieder der Familie Gottes“ sind.

Insbesondere ist das „Abendmahl“ die Fortsetzung des jüdischen Passahmahls (Matth.26,17-29). So wie das Passah in den Familien gefeiert wird, so auch das Abendmahl in der Urgemeinde. („Sie brachen das Brot in den Häusern„, Apg.2,46). So wie der jüdische Familienvater die Passahfeier leitet, so leitete der urchristliche Familienvater das Abendmahl. Dazu war kein „Priester“, „Pfarrer“ oder „Pastor“ notwendig.

Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Hausgemeinden nicht einfach „Zellen“ oder „Hauskreise“ einer grösseren zentralisierten Kirche waren, so wie sich heute manche Freikirchen organisieren. Die Hausgemeinde war eine vollgültige, weitestgehend unabhängige Gemeinde. Paulus spricht die Hausgemeinden in seinen Briefen immer als „Gemeinden“ an, nicht als „Gruppen“ oder „Zellen“.

Ebenso wichtig ist es zu verstehen, dass sich die Hausgemeinden nicht einfach dadurch auszeichneten, dass sie sich in Privathäusern versammelten statt an irgendeinem anderen Ort. Sie zeichneten sich vor allem dadurch aus, dass sie Familiengemeinden waren. Ihr Kern bildete eine Familie, und ihr Zusammenleben hatte die Struktur einer Familie.
Offenbar waren die Familien in diesen Versammlungen vereint. Einige Abschnitte in den apostolischen Briefen richten sich direkt an die Kinder (Eph.6,1-3, Kol.3,20, 1.Joh.2,12-13). Die Kinder waren demnach anwesend, wenn diese Briefe vorgelesen wurden. Die Urgemeinde spaltete die Familien nicht auf in „Männerklub“, „Frauentreffen“, „Jugendgruppe“ und „Sonntagschule“, wie es die meisten gegenwärtigen Kirchen machen. Im Gegenteil, sie versammelte sich als eine „Familie von Familien“.

Sowohl im Alten wie im Neuen Testament lesen wir oft davon, dass ganze Familien sich entscheiden, dem Herrn nachzufolgen. So sagt Gott in seiner Berufung an Abraham: „… und in dir werden alle Familien der Erde gesegnet sein.“ (1.Mose 12,3).
Josua verpflichtete sich, zusammen mit seiner ganzen Familie dem Herrn zu dienen: „… aber ich und mein Haus werden dem Herrn dienen.“ (Josua 24,15).
In der Apostelgeschichte lesen wir, dass sich Cornelius „mit seinen Verwandten und seinen engsten Freunden“ zum Herrn bekehrte (Apg.10,24.44). Ebenso „Lydia und ihre Familie“ (Apg.16,15), und der Gefängnisaufseher mit „allen, die in seinem Haus waren“ (Apg.16,31-34).

Christenverfolgung in Deutschland – Offener Brief an „Open Doors“ Deutschland

6. Juni 2013

Sehr geehrte Organisation „Open Doors“,

danke für Ihre Antwort auf meine e-Mail vom 22.Mai. Ich muss sagen, ich bin sehr enttäuscht darüber, dass Sie nicht dazu bereit sind, sich für um ihres Glaubens willen verfolgte Mitbürger einzusetzen.

Sie schreiben über den Fall Romeike, er sei „bei weitem nicht mit dem vergleichbar, was Christen in anderen Ländern erdulden müssen.“ Dieser Satz zeugt von einer unbegreiflichen Gefühllosigkeit gegenüber leidenden Menschen. Und das bei einem Mitarbeiter eines Hilfswerks für verfolgte Christen!

Als in den Jahren 2005 und 2006 mehrere russlanddeutsche Baptisten im Raum Paderborn gebüsst und inhaftiert wurden, und mehreren Familien ihre Kinder weggenommen wurden, verglichen sie das Vorgehen der deutschen Behörden ausdrücklich mit der Verfolgung, die sie zuvor in der Sowjetunion erlitten hatten. Wenn Christen, die selber in der Sowjetunion aufgewachsen sind, explizit diese Parallele ziehen, dann muss wohl etwas dran sein.

Körperliche Misshandlungen durch die Polizei, Gefängnisstrafen, gewaltsames Auseinanderreissen von Familien, Zwangsenteignungen – ist das noch nicht genug? Ist es noch nicht genug damit, dass die Kinder deutscher Christen von Staates wegen einer Gehirnwäsche unterzogen werden, deren erklärtes Ziel es ist, sie dem christlichen Glauben, der christlichen Sexualethik und ihren eigenen Eltern zu entfremden? Was muss denn noch alles geschehen, bis Sie deutschen Christen den Status von Verfolgten zubilligen? Müssen erst wieder Menschen in Konzentrationslager verschleppt oder von der Polizei totgeschlagen werden, bis Sie es für nötig halten, etwas dagegen zu sagen?

Die Familie Romeike ist ja nicht die einzige verfolgte christliche Familie in Deutschland. Im vergangenen Monat wurde auch für Thomas und Marit Schaum aus Fritzlar eine sechsmonatige Gefängnisstrafe gefordert, weil sie aus christlicher Überzeugung ihre Kinder selber erziehen. Diese Strafe wurde dann vom Gericht in eine hohe Geldbusse umgewandelt. Ich habe auch diesen Fall in meinem Brief kurz erwähnt, aber Sie sind in Ihrer Antwort überhaupt nicht darauf eingegangen.

Hier eine (längst nicht vollständige) Liste weiterer Fälle:

  • Im September 2012 wurde einem Elternpaar in Darmstadt die elterliche Sorge für ihre vier Kinder entzogen, weil sie diese aus christlicher Verantwortung zuhause ausbildeten.
  • Im Jahre 2010 wurden in Salzkotten mehrere christliche Elternpaare während bis zu 40 Tagen inhaftiert, nur weil sie aus Glaubens- und Gewissensgründen ihre Kinder nicht an der pornographischen Schultheateraufführung „Mein Körper gehört mir“ teilnehmen lassen wollten.
  • Die christlichen Aktivisten Johannes Lerle, Günter Annen und Winfried Pietrek verbrachten insgesamt über ein Jahr in Haft, weil sie Flugblätter gegen die Tötung ungeborener Kinder geschrieben und verteilt hatten.
  • Im Jahre 2008 wurden Jürgen und Rosemarie Dudek aus Archfeldt zu 90 Tagen Gefängnis verurteilt, weil sie ihre Kinder selber erziehen.
  • Im Jahre 2007 wurde die 15-jährige Melissa Busekros in Nürnberg von einem Aufgebot von fünfzehn(!) Polizisten von zuhause entführt und in einer psychiatrischen Klinik interniert, obwohl sie völlig gesund war. Gleichzeitig wurde ihren Eltern mitgeteilt, ihnen sei hiermit die elterliche Sorge für Melissa entzogen. Auch in diesem Fall bestand ihr einziges „Verbrechen“ darin, dass sie aus Glaubens- und Gewissensgründen ihre elterliche Verantwortung wahrgenommen und Melissa selber erzogen hatten.
  • In den Jahren 2005 und 2006 wurde mehreren russlanddeutschen Baptisten im Raum Paderborn das Sorgerecht über ihre Kinder entzogen; mehrere wurden inhaftiert und gebüsst; und einige dieser Familien flohen ins Ausland. Der Hauptverantwortliche dieser Verfolgung, Landrat Sven Adenauer, gab als Motiv an: „Fundamentalisten haben bei uns nichts zu suchen.“
  • Im April 2000 brachen drei Polizisten gewaltsam in das Haus von Johann Harder in Schloss Holte-Stukenbroch ein, warfen Möbel um und zerbrachen seine Kamera, als er die angerichteten Verwüstungen fotografieren wollte. Dann führten sie seine elfjährige Tochter Anna ab. Der Schock bewirkte, dass Harders Frau ihrem Baby keine Milch mehr geben konnte. Harder musste zudem Bussgelder von mehreren tausend Euro bezahlen, und eine Gefängnisstrafe wurde angedroht.
  • Bereits im Jahre 1985 wurde der Professorin Adelgunde Mertensacker aus Dortmund der Lehrauftrag entzogen, weil sie in einer Vorlesung gesagt hatte: „Das menschliche Leben beginnt mit der Zeugung. … Abtreibung ist Tötung eines Menschen in der Entwicklung.“
  • (Editiert) In einem weiteren Fall bin ich von der betroffenen Familie gebeten worden, ihren Namen nicht bekanntzugeben.

Die Anzahl der Fälle, die nicht öffentlich bekannt werden, dürfte beträchtlich höher sein. Es wird geschätzt, dass zur Zeit rund 40 deutsche Familien – mehrheitlich bibeltreue Christen – aus ähnlichen Gründen Gerichtsprozesse hängig haben. Dazu kommt eine wahrscheinlich noch höhere Zahl von Familien, die nur deshalb nicht Verfolgungsopfer wurden, weil sie rechtzeitig ins Ausland flüchten konnten.

  • Aber einige von ihnen werden nicht einmal im Ausland in Ruhe gelassen. Im Jahre 2009 erschienen auf Geheiss der deutschen Behörden zwei Sozialarbeiter und zwei Polizisten am vorübergehenden Aufenthaltsort der Familie Wunderlich in St.Leonard (Frankreich), und führten ihre vier Kinder ab, weil sie „sozial isoliert“ seien und weil „Fluchtgefahr“ bestünde (wobei keines dieser Argumente der Wahrheit entsprach).

Deutschland wird damit punkto staatlicher Christenverfolgung innerhalb der westlichen Welt höchstens noch von Mexiko und Kuba übertroffen.

Eigentlich wäre die Aufklärungsarbeit über diese Dinge ja Ihre Aufgabe, nicht meine!

Sie schreiben auch, dass die Familie Romeike „über die HSDLA hervorragend vertreten ist“. Ja, wunderbar. Aber mit dieser Aussage stellen Sie sich ja selber an den Pranger. Warum müssen überhaupt ausländische Organisationen eingreifen in einem Land, wo es bereits „Hilfswerke für verfolgte Christen“ gibt? Doch nur, weil diese Hilfswerke (inbegriffen das Ihre) ihren Auftrag im eigenen Land nicht auszuführen bereit sind! Sie setzen sich für verfolgte Christen am anderen Ende der Welt ein; aber wenn Christen in Ihrer nächsten Nähe betroffen sind, dann müssen Geschwister aus Übersee kommen, um ihnen zu helfen. Dieser Umstand macht Ihre ganze Arbeit äusserst unglaubwürdig.

Was würden Sie von einem Hilfswerk mit Sitz z.B. in China oder in Pakistan halten, welches Menschenrechtsverletzungen in Europa anprangert, aber sich keinen Deut um die aus Glaubensgründen Inhaftierten in ihrem eigenen Land schert?

Im übrigen hat die deutsche Regierung – im Gegensatz z.B. zu Pakistan oder Iran – in keinem einzigen der mir bekannten Fälle aufgrund des Einsatzes von ausländischen Christen ihre Verfolgungspolitik geändert. Im Gegenteil, es gibt Hinweise, dass darauf abgezielt wird, die Arbeit von „ausländischen Ratgebern“ zu verbieten. Ein verstärkter Einsatz von in Deutschland beheimateten Werken wie des Ihren drängt sich daher auf.

Sie weisen darauf hin, dass die Familie Romeike durch Presseberichte bereits bekannt ist. Das mag in diesem speziellen Fall zutreffen; viele andere Fälle werden aber höchstens, wenn überhaupt, in der Lokalpresse erwähnt. Und manche dieser Presseberichte dienen den Betroffenen überhaupt nicht, sondern verstärken nur das Klischee von den „bösen Fundamentalisten“, womit überzeugte Christen gedanklich in die Nähe von Al-Qaeda-Terroristen gerückt werden. Ihre Leiden unter der staatlichen Verfolgung kommen dagegen in diesen Berichten kaum zur Sprache. Es ist Ihnen sicher bekannt, dass die deutschen Medien mehrheitlich dem christlichen Glauben gegenüber nicht gerade wohlwollend eingestellt sind.

Mir scheint, Ihnen ist nicht klar, was dies für den Fortbestand Ihres eigenen Werks bedeutet. Wenn die Entwicklung hin zum totalitären Polizeistaat unwidersprochen weitergeht, dann wird das in absehbarer Zeit auch für Ihre Arbeit das Aus bedeuten. Gerade die sogenannte Homeschool-Bewegung ist in Deutschland die einzige noch funktionierende Bewegung gegen den Staatstotalitarismus:

„Man muss den grösseren Zusammenhang erfassen, in den die Kriminalisierung des Heimunterrichts – und auch der Widerstand dagegen – gehört. (…) Insgesamt geht es um die umfassende Entmachtung der Familie, wobei der Anspruch des Staates auf Bildung der Kinder nur ein Teil des Ganzen ist.
(…) Tatsächlich leisten Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten, nicht nur einen wichtigen Dienst an diesen selbst, sondern auch an unserer Gesellschaft: An ihrem Platz stellen sie sich der Tendenz entgegen, den Oikos bis zur völligen Bedeutungslosigkeit zu entkernen. Sie entziehen sich dem Anspruch des Staates, sich für alle Lebensbereiche zuständig zu erklären und wirken damit seiner Totalisierung entgegen. Und dafür sollte man ihnen auch dann dankbar sein, wenn man selbst einen anderen Weg geht.“
(Zeitschrift „Factum“, Oktober 2012. Siehe http://www.geiernotizen.de/dienst-an-der-ganzen-gesellschaft.)

Sie wissen sicher, dass die deutsche Regierung ihre Verfolgungspolitik damit begründet, man wolle „die Entstehung religiöser Parallelgesellschaften verhindern“. Wenn das die Richtlinie staatlicher Politik ist, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis mit derselben Begründung z.B. auch Freikirchen verboten werden. Mit Ihrem bewussten Nicht-Engagement im eigenen Land sägen Sie den Ast ab, auf dem Sie selber sitzen.

Ich hoffe sehr, dass Sie über diese Zusammenhänge nochmals nachdenken und Ihre Haltung revidieren.

Warum Evangelikale verfolgten Homeschool-Eltern in Deutschland helfen sollten

2. Juni 2013

Schätzungsweise etwa tausend deutsche Kinder werden von ihren Eltern aus christlicher Überzeugung selber unterrichtet. Gründe dafür sind u.a. der biblische Erziehungsauftrag; zunehmende Gottesfeindschaft, Okkultismus und Unmoral (Stichwort Sexualkundeunterricht) an den Staatsschulen; sowie pädagogische Gründe (die Familienumgebung erlaubt eine viel bessere Betreuung, sowie Rücksichtnahme auf die Eigenheiten und Bedürfnisse der Kinder).

Aber in Deutschland werden diese Familien von den Behörden brutal unterdrückt und verfolgt; eine beträchtliche Zahl von Kindern wurden ihren Eltern weggenommen und in Heime gebracht. Es wird geschätzt, dass gegenwärtig rund 40 deutsche Homeschool-Familien vor Gericht stehen. Eine grössere Anzahl solcher Familien sind bereits ins Ausland geflohen.

Der wohl bekannteste Fall ist die Familie Romeike, die 2010 in den USA politisches Asyl erhielt, aber noch ein Berufungsverfahren hängig hat. Bei einer allfälligen Rückschaffung nach Deutschland würden sie das Sorgerecht für ihre Kinder verlieren, sowie (aufgrund eines Enteignungsverfahrens) ihr Hab und Gut, und würden wahrscheinlich zusätzlich zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt.

Hier eine (längst nicht vollständige) Auswahl weiterer Fälle:

Im September 2012 wurde einem christlichen Elternpaar in Darmstadt die elterliche Sorge für ihre vier Kinder entzogen.

Im Jahre 2010 wurden in Salzkotten mehrere christliche Elternpaare während bis zu 40 Tagen inhaftiert, nur weil sie aus Glaubens- und Gewissensgründen ihre Kinder nicht an einer pornographischen Schultheateraufführung teilnehmen lassen wollten. (Es handelte sich in diesem Fall nicht um Homeschooler.)

Im Jahre 2008 wurden Jürgen und Rosemarie Dudek aus Archfeldt zu 90 Tagen Gefängnis verurteilt.

Im Jahre 2007 wurde die 15-jährige Melissa Busekros in Nürnberg von einem Aufgebot von fünfzehn(!) Polizisten von zuhause entführt und in einer psychiatrischen Klinik interniert, obwohl sie völlig gesund war. Gleichzeitig wurde ihren Eltern mitgeteilt, ihnen sei hiermit die elterliche Sorge für Melissa entzogen.

In den Jahren 2005 und 2006 wurde mehreren russlanddeutschen Baptisten im Raum Paderborn das Sorgerecht über ihre Kinder entzogen; mehrere wurden inhaftiert und gebüsst; und einige dieser Familien flohen ins Ausland. Der Hauptverantwortliche dieser Verfolgung, Landrat Sven Adenauer, gab als Motiv an: „Fundamentalisten haben bei uns nichts zu suchen.“

Im April 2000 brachen drei Polizisten gewaltsam in das Haus von Johann Harder in Schloss Holte-Stukenbroch ein, warfen Möbel um und zerbrachen seine Kamera, als er die angerichteten Verwüstungen fotografieren wollte. Dann führten sie seine elfjährige Tochter Anna ab. Er musste zudem Bussgelder von mehreren tausend Euro bezahlen, und eine Gefängnisstrafe wurde angedroht.

Deutschland wird damit punkto staatlicher Christenverfolgung innerhalb der westlichen Welt höchstens noch von Mexiko und Kuba übertroffen.

Das Beschämendste daran ist, dass prominente evangelikale Führungspersönlichkeiten ihren eigenen Glaubensgeschwistern in den Rücken fallen. So beeilte sich im Fall der Paderborner Baptisten die Leitung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) zu erklären, die betroffenen Familien gehörten keiner Gemeinde ihres Verbandes an, und es handle sich um „illegale Kleinstschulen, die ohne irgendeine staatliche Kontrolle vermutlich sektiererische Inhalte an Kinder weitergeben“.

Während ausländische Hilfswerke wie z.B. der US-amerikanische und der argentinische Zweig der „Hilfsaktion Märtyrerkirche“ über diese Verfolgung in Deutschland berichtet haben, ist mir bis heute kein deutscher Gemeindeverband und kein deutsches Hilfswerk für verfolgte Christen bekannt, die sich in irgendeiner Weise für die Verfolgten in ihrem eigenen Land eingesetzt hätten.

Die deutsche Regierung verletzt mit ihrer Verfolgungspolitik nicht nur Art.16.3. und 26.3. der Universellen Erklärung der Menschenrechte, sondern auch ihr eigenes Grundgesetz, welches den Eltern das Recht auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder garantiert. Gemäss einer Erklärung des Bundesverfassungsgerichts von 1982 ist darunter ein „natürliches Recht“ zu verstehen, das „den Eltern nicht vom Staate verliehen worden ist, sondern von diesem als vorgegebenes Recht anerkannt wird“.

Dennoch behandelt die evangelikale Führungsspitze diese aus Glaubensgründen Verfolgten wie Kriminelle – nicht anders als die Stellungnahmen der staatshörigen Leiter der registrierten Kirchen gegen die Untergrundkirchen im seinerzeitigen Ostblock. Es scheint den Kirchenleitern nicht klar zu sein, dass sie damit den Ast absägen, auf dem sie selber sitzen.

Die deutsche Regierung hat deutlich erklärt, dass es ihr weder um die Bildung noch um das Wohl der betroffenen Kinder geht, sondern einzig und allein um die politische Verfolgung Andersdenkender: Es stünde im Interesse der Allgemeinheit, „die Bildung religiöser und weltanschaulicher Parallelgesellschaften zu verhindern“ (Urteil des Bundesgerichtshofs vom November 2007). Wenn das die Richtlinie staatlicher Politik ist, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis mit derselben Begründung z.B. auch Freikirchen verboten werden.

Gerade die Homeschool-Bewegung ist in Deutschland die einzige noch funktionierende Bewegung gegen den Staatstotalitarismus:

„Man muss den grösseren Zusammenhang erfassen, in den die Kriminalisierung des Heimunterrichts – und auch der Widerstand dagegen – gehört. (…) Insgesamt geht es um die umfassende Entmachtung der Familie, wobei der Anspruch des Staates auf Bildung der Kinder nur ein Teil des Ganzen ist.
(…) Tatsächlich leisten Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten, nicht nur einen wichtigen Dienst an diesen selbst, sondern auch an unserer Gesellschaft: An ihrem Platz stellen sie sich der Tendenz entgegen, den Oikos bis zur völligen Bedeutungslosigkeit zu entkernen. Sie entziehen sich dem Anspruch des Staates, sich für alle Lebensbereiche zuständig zu erklären und wirken damit seiner Totalisierung entgegen. Und dafür sollte man ihnen auch dann dankbar sein, wenn man selbst einen anderen Weg geht.“
(Zeitschrift „Factum“, Oktober 2012. Siehe http://www.geiernotizen.de/dienst-an-der-ganzen-gesellschaft.)

Deshalb – sowie aus schlichter brüderlicher Solidarität – sollten sich deutsche Evangelikale für ihre verfolgten Glaubensgeschwister in Deutschland einsetzen.