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Der grosse Beginn der neutestamentlichen Gemeinde (Apostelgeschichte 2)

29. April 2017

(Petrus sagte): ‚… So soll das ganze Volk Israel mit Gewissheit erkennen, dass Gott ihn zum Herrn und Gesalbten gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.‘
Als sie das hörten, wurden ihre Herzen [schmerzhaft] durchbohrt, und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: ‚Was sollen wir tun, ihr Brüder?‘
Und Petrus sagte zu ihnen: ‚Kehrt um, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen von Jesus dem Christus zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr das Geschenk des Heiligen Geistes erhalten. Denn für euch ist die Verheissung und für eure Kinder und für alle, die ferne sind, so viele der Herr unser Gott zu ihm rufen wird.‘ Und mit vielen weiteren Worten bezeugte er feierlich und ermutigte sie: ‚Lasst euch retten aus dieser verkehrten Generation!‘ So nahmen sie bereitwillig sein Wort auf und liessen sich taufen; und an jenem Tag wurden etwa dreitausend Seelen hinzugetan.“
(Apostelgeschichte 2,36-41)

Lasst uns einige Kennzeichen der Urgemeinde ansehen, wie sie in diesem Abschnitt ersichtlich sind.

Die neutestamentliche Gemeinde besteht aus wiedergeborenen Christen.

Dieses Kennzeichen unterscheidet die neutestamentliche Gemeinde von allen Organisationen, Institutionen und Gruppen dieser Welt. Beobachten wir, wie Gott wirkte, um die erste Gemeinde zu begründen:

Zuerst goss er den Heiligen Geist über die hundertzwanzig versammelten Jünger aus. (Apg.2,1-6). Das geschah mit sicht- und hörbaren Zeichen, sodass die Menschen in Jerusalem erkennen mussten, dass es sich um ein Werk Gottes handelte.

Dann, nachdem Petrus diese Erscheinungen erklärt und die Auferstehung Jesu bezeugt hatte, wurden viele Anwesende von ihrer Sünde und ihrer Erlösungsbedürftigkeit überführt: „Als sie das hörten, wurden ihre Herzen [schmerzhaft] durchbohrt, und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: ‚Was sollen wir tun, ihr Brüder?‘ “ (Apg.2,37) – In diesem Moment tat der Heilige Geist sein Werk an den Zuhörern, wie Jesus es in Johannes 16,8 versprochen hatte: „Und wenn er (der Heilige Geist) kommt, wird er die Welt überführen von Sünde, von Gerechtigkeit und vom Gericht …“
Worin genau besteht die Überführung von Sünde? – Jesus fährt weiter: „Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben.“ (Joh.16,9). – „An Jesus glauben“ ist viel mehr als nur glauben, dass er einmal lebte und für uns starb. Es ist viel mehr als nur verstandesmässig damit einverstanden zu sein, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Am Pfingsttag konfrontierte Petrus (unter der Leitung des Heiligen Geistes) seine Zuhörer mit zwei spezifischen Punkten:

1. „Diesen (Jesus) habt ihr genommen und von den Gesetzlosen beseitigen lassen, indem sie ihn ans Kreuz nagelten.“ (Apg.2,23)

2. „So soll das ganze Volk Israel mit Gewissheit erkennen, dass Gott ihn zum Herrn und Gesalbten gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.“ (Apg. 2,36)

Zuerst also machte der Heilige Geist die Anwesenden für den Tod Jesu verantwortlich. Das war eine ziemlich skandalöse Anschuldigung, denn das waren ja nicht die Anhänger der Priester, die mit ihnen zusammen geschrieen hatten: „Kreuzige ihn!“. Im Gegenteil, wir müssen annehmen, dass sich unter den Dreitausend von Pfingsten viele befanden, die vorher schon Jesus nachgefolgt waren und seine Worte gehört hatten. (Wir erinnern uns, dass Jesus bei einer Gelegenheit fünftausend Menschen zu essen gegeben hatte, die alle gekommen waren, um ihm zuzuhören.) Menschlich gedacht, hätten viele von ihnen Grund gehabt zu protestieren: „Aber ich war mit seiner Kreuzigung nicht einverstanden!“
Doch das Wort „durchbohrte ihre Herzen“. Gott zeigte ihnen, dass in einem gewissen Sinn sie alle mitschuldig waren am Tod Jesu. Jesus war für die Sünden der ganzen Welt gestorben, die deinen und die meinen. Wenn du und ich nicht gesündigt hätten, dann hätte Jesus nicht sterben müssen.
Die Überführung von Sünde, die der Heilige Geist bewirkt, geht viel tiefer als ein gelegentliches schlechtes Gewissen wegen einer Lüge oder weil man jemanden schlecht behandelt hat. Der Heilige Geist offenbart dir, dass jede einzelne dieser „kleinen Sünden“ dich am Tod Jesu mitschuldig macht.

Gab es einen Moment in deinem Leben, als du von dieser schrecklichen Wahrheit überführt wurdest? Hat dir der Herr schon die Augen geöffnet für den Zusammenhang zwischen deiner Sünde und dem Tod Jesu?

Punkt 2 hängt mit der Auferstehung zusammen. (Siehe die vorhergehenden Verse, Apg.2,30-35.) Aber das ist kein oberflächlicher Trost: „Gott sei Dank, nun ist alles wieder gut.“ Im Gegenteil, die Auferstehung Jesu offenbart den Zuhörern eine weitere grosse und erschreckende Wahrheit: Nun steht fest, dass Jesus wirklich der Herr ist, der verheissene Messias, der König des Universums. Er war nicht einfach irgendein Unschuldiger, der da am Kreuz hing. Er ist der König und Herr, dem wir alle Treue und Gehorsam schulden. Wir haben nicht nur seine Herrschaft ignoriert; wir haben ihn verraten und getötet!

Es überrascht daher nicht, dass die Zuhörer an jenem Tag zutiefst erschraken. Es ging nicht einfach um eine „kleine Entscheidung“, sich einer religiösen Gruppe anzuschliessen, oder „ein Übergabegebet zu sprechen“. Jene Dreitausend sahen sich vor dem Thron der allerhöchsten Majestät stehen, des Hochverrats angeklagt. Beim oberflächlichen Lesen stellt man das vielleicht nicht fest; aber ihre Frage „Was sollen wir tun?“ drückt äusserste Verzweiflung aus: Wir sind für ewig verloren. Gibt es noch irgendeine Möglichkeit, dem Gericht Gottes zu entrinnen und begnadigt zu werden?

Hast du je einmal einen Eindruck von der wahren Macht und Majestät Gottes erhalten? Ist dir wirklich bewusst, was es bedeutet, dass er DER HERR ist?

Wir sehen hier, dass die Praxis und Erfahrung vieler heutiger Kirchen, auch der Evangelikalen, weit vom Neuen Testament entfernt ist. Sünder werden aufgefordert, „ein Übergabegebet zu wiederholen“, obwohl sie noch keinerlei Überführung durch den Heiligen Geist erfahren haben und ihre Sünden nicht wirklich bereuen. In ihrem Eifer, neue Mitglieder zu gewinnen, bringen manche Prediger nicht die Geduld auf zu warten, bis der Heilige Geist sein Werk in einem Menschen tut (was Tage, Wochen, oder auch Monate dauern kann). So füllen sich die Kirchen mit unwiedergeborenen Namenschristen.
Wer wirklich vom Heiligen Geist überführt wurde, dem muss niemand sagen: „Komm nach vorne“ oder „Sprich mir dieses Gebet nach.“ Durch das Werk des Heiligen Geistes sieht sich diese Person bereits vor dem Thron Gottes. Sie wird von selber ausrufen: „Was muss ich tun, um gerettet zu werden?“

Nun verstehen wir besser das grosse Gewicht der Antwort, die Petrus gibt: „Kehrt um!“ (Apg.2,38) Oder, nach dem wörtlichen Sinn übersetzt: „Ändert euer Denken radikal!“ Biblische Umkehr ist eine vollständige Änderung unserer Art zu leben, zu handeln und zu denken. Der „natürliche Mensch“, der nicht zur Umkehr gekommen ist, ist ein Bürger dieser Welt. Er dient dieser Welt, sich selber, und dem Teufel. „Umzukehren“ bedeutet, die Nationalität zu wechseln, nicht nur symbolisch, sondern ganz real. Es bedeutet, zu einem Bürger des Reiches Gottes zu werden und zu einem Diener des Königs, ganz unter seinem Befehl. Wie Jesus sagte: „Wenn jemand mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich, und folge mir. Denn jeder, der sein Leben retten will, wird es verlieren; und jeder, der sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden.“ (Matthäus 16,24-25). – Oder wie es Paulus ausdrückte: „Durch ihn (Jesus) ist mir die Welt gekreuzigt und ich der Welt.“ (Galater 6,14) – Zu einem geringeren Preis kann man nicht ins Reich Gottes eintreten.

Um es noch klarer zu sagen: Biblische Umkehr hat nichts mit religiösen Riten zu tun, auch nicht mit „Gottesdiensten“ und Worten der Anbetung, auch nicht mit der Mitgliedschaft in einer Institution, die sich „Kirche“ oder „Gemeinde“ nennt.
Biblische Umkehr bedeutet, mein ganzes Leben unter die Herrschaft Jesu zu stellen. Ich verzichte auf meine Art zu leben, und beginne so zu leben, wie Christus mir befiehlt. Ich verzichte auf meine Art, meiner Familie vorzustehen, und mache es so, wie Christus sagt. Ich verzichte auf meine Art, meine Kinder zu erziehen, und erziehe sie so, wie Christus sagt. Ich verzichte auf meine Art zu arbeiten und Geschäfte zu machen, und mache es so, wie Christus sagt. Ich verzichte auf meine Freunde und meine Art, mit ihnen umzugehen, und lasse den Herrn darüber entscheiden, mit wem ich mich zusammentun soll und wie ich sie behandeln soll. Ich verzichte auf meine Art der Freizeitgestaltung und mache mit meiner Freizeit, was der Herr sagt. Ich verzichte auf die Mittel dieser Welt für meinen Lebensunterhalt, und setze mein ganzes Vertrauen auf Gott als meinen Versorger. Ich verzichte auch auf meine Ideen darüber, was „Kirche“ oder „Gemeinde“ ist, und unterstelle mich den Anweisungen des Herrn für die Gemeinschaft unter seinen Nachfolgern.

All das und noch viel mehr ist inbegriffen in dem kurzen Wort: „Kehrt um!“

Die Urgemeinde bestand aus Menschen, die ihr Leben auf diese radikale Weise geändert hatten.

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Die erste Gemeinde, Vorbild für alle Zeiten

13. April 2017

Das deutlichste Bild der neutestamentlichen Gemeinde finden wir, wenn wir die Urgemeinde in Jerusalem betrachten. Wenn Gott etwas Neues schafft, dann stellt er es immer am Anfang in seiner reinsten und klarsten Form vor. Dann vertraut er es Menschen an, und nach einiger Zeit lässt er zu, dass allmählich verändert und verdorben wird; wobei er aber immer wieder dazu aufruft, „zu den Anfängen zurückzukehren“. Aber wenn das Volk auf dem verkehrten Weg weitergeht, dann lässt er schliesslich zu, dass sie völlig abfallen und die entsprechenden Konsequenzen erleiden. Dieses Muster können wir durch die ganze biblische Geschichte hindurch beobachten:

Die ursprüngliche Schöpfung war vollkommen, und die ersten Menschen waren vollkommen. Am Anfang erklärte und offenbarte Gott seine Absichten mit der ganzen Schöpfung. „Am Anfang … war alles sehr gut.“ Dann, mit dem Sündenfall, begann die ganze Schöpfung zu verderben.

Als Gott anfing, Israel als eine unabhängige Nation zu gründen, da achtete er besonders darauf, sie während ihrer Wüstenwanderung zu reinigen. Während jener Zeit rief jede Sünde und jeder Ungehorsam ein strenges Gericht Gottes hervor. Das sehen wir auf Schritt und Tritt im zweiten und vierten Buch Mose. In jener Zeit erhielt Israel das Gesetz Gottes, den vollkommensten Ausdruck seines Willens für sie. Die Gegenwart Gottes war sichtbar mit ihnen und bewirkte in ihnen eine tiefe Ehrfurcht. – In späteren Zeiten entfernte sich das Volk von Gott und verdarb immer mehr; und gleichzeitig nahm die Kraft ihres Zeugnisses unter den Völkern ab.

Es sollte uns also nicht verwundern, wenn auch bei der Gründung der christlichen Gemeinde Gott auf dieselbe Weise vorging. In ihren Anfängen, in der Jerusalemer Urgemeinde, stellte Gott das deutlichste und reinste Beispiel auf, was „Gemeinde“ nach seinem Willen ist. Auch dort konnte keine Sünde verborgen bleiben. Die Gegenwart Gottes war mit ihnen und schuf eine Atmosphäre der Reinheit und heiligen Ehrfurcht.

Sechzig bis siebzig Jahre später, in den Sendschreiben der Johannesoffenbarung, ruft der Herr die von ihm abgewichenen Gemeinden dazu auf, zu ihren Anfängen zurückzukehren: „Erinnere dich also, wovon du gefallen bist, und kehre um, und tue die ersten Werke …“ (Offb.2,5) – „Erinnere dich also, was du erhalten und gehört hast; und halte es, und kehre um.“ (Offb.3,3) – Er sagt ihnen nicht: „Entwickelt euch weiter, wachst mehr, reift mehr“; nichts von dem.

Angesichts dieses deutlichen Musters kann ich nicht mit jenen einverstanden sein, die die Urgemeinde als „die unreife Kindheit der Gemeinde“ beschreiben und denken, mit den späteren Entwicklungen sei die Gemeinde „reifer“ und „besser“ geworden. Es gibt keine biblische Grundlage für diese Idee.
(Im Neuen Testament wird zwar davon ausgegangen, dass die einzelnen Gläubigen reifen und „in der Gnade wachsen“ und an Weisheit und Unterscheidungsvermögen zunehmen. Aber das hat nichts mit einer angeblichen „Reifung“ der Gemeinde als ganze Körperschaft zu tun.)
Im Gegenteil, die späteren Entwicklungen sind ein Abweichen vom ursprünglichen Vorbild. Das ist, wie wenn ich von einem schönen Bild eine Photokopie mache, und dann eine Kopie dieser Kopie, und dann eine Kopie dieser neuen Kopie, und so weiter. Jede neue Kopie wird minderwertiger sein als die vorhergehenden; ihre Qualität verschlechtert sich ständig und verbessert sich nicht. So ist es auch mit der Entwicklung der Gemeinde: Wenn jede Generation kopiert, was die vorherige Generation tat, und noch ihre eigenen Ideen hinzufügt, dann nimmt die Verderbnis zu. Nur wenn die Gemeinde zum ursprünglichen Vorbild der Urgemeinde zurückkehrt, kann sie ihre geistliche Qualität verbessern.

Deshalb kann ich als Vorbilder von „Gemeinde“ nicht die grossen katholischen und evangelischen Kirchen sehen, die viel Macht erworben haben und beeindruckende institutionelle Strukturen errichtet haben, aber ihren eigenen Wegen folgen und die Wege des Herrn verlassen haben. Auch die Gemeinden des zweiten und dritten Jahrhunderts sind nicht das Vorbild; und nicht einmal die Gemeinde von Korinth, die wir aus den Paulusbriefen kennen. (Einige missbrauchen das Beispiel dieser Gemeinde, indem sie sagen: „Siehst du, die damalige Gemeinde war auch voll von Problemen und Sünden, sie waren nicht besser als wir.“ Und daraus wollen sie ableiten, dass sie nun unbekümmert weitersündigen können. Aber das ist eine ganz verkehrte Schlussfolgerung, die weder dem Fall von Korinth noch dem Gesamtbild des Neuen Testamentes gerecht wird.) – Nein, wenn wir ein historisches Vorbild suchen, das die neutestamentliche Gemeinde auf richtige Weise verkörpert, dann müssen wir zur Jerusalemer Gemeinde in ihren Anfängen zurückkehren.

Einmal sprach ich mit einer Gruppe von Theologiestudenten eines evangelikalen Seminars, die gerade einen Kurs über die Apostelgeschichte besuchten. Ich fragte sie, ob sie in jenem Kurs Vergleiche zogen zwischen den Gemeinden, die in der Apostelgeschichte beschrieben werden, und ihren eigenen heutigen Kirchen. „Nein“, anworteten sie. Ich fragte sie, ob sie wenigstens von sich aus einmal einen solchen Vergleich gemacht hätten. „Nein, nie“, war die Antwort.
Das scheint die traurige Haltung vieler gegenwärtiger Kirchen und ihrer Leiter zu sein. Sie lesen die Apostelgeschichte nur wie eine vergangene Geschichte, die nichts mit ihnen selber zu tun hätte und auch nicht mit den Kirchen, denen sie vorstehen. Sie sehen nicht, dass in dem Beispiel der Urgemeinde die Medizin verborgen liegt gegen die geistlichen Krankheiten, an denen sie selber leiden. Das ist eine Form von Unglauben: Sie glauben nicht, dass Gott heute derselbe ist wie in jener Zeit; und sie glauben nicht, dass sein Wort heute noch ebenso gilt wie damals.

Um nun dieses Prinzip nicht ins Extrem zu führen, möchte ich es mit einem zweiten Prinzip ergänzen: Nicht alles, was historisch in der Urgemeinde geschah, sollte als Norm für die Gemeinde aller Zeiten verallgemeinert werden. Gott wirkt manchmal auf ganz spezielle Arten, und es gibt historisch einzigartige Situationen. Wir sollten nicht denken, dass solche Ausnahmesituationen sich durch die ganze Geschichte hindurch ständig wiederholen sollten. Deshalb möchte ich das erwähnte Prinzip auf folgende Weise ergänzen: Die Urgemeinde ist das Vorbild für die Gemeinde aller Zeiten in jenen Aspekten, die durch die Lehre der apostolischen Briefe bestätigt werden. In diesen Briefen haben wir die authentische „Lehre der Apostel“ (Apg.2,42). Diese Briefe lehren eindeutig zeitlose Prinzipien für die Gesamtgemeinde. Deshalb bin ich der Ansicht, dass wir auf sicherem Grund stehen, wenn wir das Vorbild der Urgemeinde mit der Lehre der Apostel auf die eben beschriebene Weise kombinieren.

Mit diesen Prinzipien im Hintergrund wollen wir, so Gott will, in zukünftigen Betrachtungen einige wichtige Stellen der Apostelgeschichte analysieren, und dabei auch die Apostelbriefe zum Vergleich heranziehen, wo es nötig ist. Die Schlüsselstelle zum Verständnis der ersten Gemeinde ist sicher Apg.2,36-47, wo die Eigenschaften der „neugeborenen“ Gemeinde beschrieben werden. Wir werden deshalb das Hauptgewicht auf diese Stelle legen.