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Der Überrest des Volkes Gottes

19. Mai 2013

„Oder wisst ihr nicht, was die Schrift sagt über Elias, wie er Gott anfleht gegen Israel? ‚Herr, deine Propheten haben sie getötet, deine Altäre niedergerissen, und ich allein bin übriggeblieben, und mich wollen sie auch töten.‘
Aber was sagt die (göttliche) Anweisung? ‚Ich habe mir siebentausend Männer übrigbehalten, die nicht vor Baal niedergekniet sind.‘ So ist auch zur gegenwärtigen Zeit ein durch Gottes Gnade ausgewählter Überrest übriggeblieben.“

(Römer 11,2-5)

Diese Schriftstelle spricht über eine Zeit des Abfalls von Gott. Unter dem bösen Königspaar Ahab und Isebel hatte ganz Israel angefangen, fremden Göttern zu folgen. Der Prophet Elias musste sich mehrere Jahre lang versteckt halten, weil der König ihn töten wollte. Dann sagte ihm Gott, er solle sich dem König zeigen und die Propheten des falschen Gottes Baal herausfordern. In dieser Konfrontation zeigte Gott vor dem ganzen Volk, dass er der wahre Gott ist, indem er Feuer vom Himmel über das Opfer Elias‘ fallen liess (1. Könige 18).
Aber dann drohte Isebel, Elias zu töten, und er musste wiederum in die Wüste fliehen. Dort, völlig erschöpft und deprimiert, rief er vor Gott aus: „Ich habe geeifert für den Herrn Gott der Heerscharen; denn die Kinder Israels haben deinen Bund verlassen, haben deine Altäre niedergerissen, und haben deine Propheten mit dem Schwert getötet; und ich allein bin übriggeblieben, und sie suchen mich, um mich zu töten.“ (1.Könige 19,14). – Als Antwort trug Gott ihm auf, zwei neue Könige und einen neuen Propheten zu salben (seinen Nachfolger Elisa), und versicherte ihm, er sei nicht völlig allein: „Und ich werde bewirken, dass in Israel siebentausend übrigbleiben, die nicht vor Baal niedergekniet sind…“ (1.Könige 19,18).

Auf diese Situation bezieht sich also Paulus im Römerbrief, und er vergleicht sie mit seiner eigenen Zeit: „So auch zur gegenwärtigen Zeit …“ Was war denn zur Zeit des Paulus geschehen? – Das jüdische Volk hatte sich wiederum von Gott abgewandt. Sie hatten Jesus abgelehnt, ihren von Gott gesandten Erlöser. Und wenn Paulus als Jude das Evangelium verkündete, dann wurde er oft von seinen eigenen Volksgenossen verfolgt. Er hätte auch oft ausrufen können: „Ich allein bin übriggeblieben …!“ – Aber dann sagt er: So wie zur Zeit Elias‘ ein treuer Rest des Volkes Gottes übrigblieb, so auch jetzt. Obwohl die Mehrheit des Volkes Gott ungehorsam war, so hat er sich doch eine kleine Zahl von Menschen übrigbehalten, die sich auf seine Seite stellen. Und an vielen Orten, wo Paulus auf seinen Reisen hinkam, konnte er einige Menschen finden, die zu diesem Überrest gehörten. Obwohl die meisten Juden seine Botschaft ablehnten, so gab es auch immer einige, die glaubten und treu dem Herrn folgten.

„So auch zur gegenwärtigen Zeit“ hat sich die Mehrheit derer, die sich „Christen“, „Volk Gottes“, etc. nennen, von Gott abgewandt. Sie haben zwar ihre äusseren religiösen Formen beibehalten (so wie die Juden zur Zeit Paulus‘ ihre Synagogen hatten), aber sie lehnen die Botschaft des biblischen Evangeliums ab. Doch gibt es einige wenige unter ihnen, die merken, was geschieht; die nicht dem Strom der Zeit folgen, sondern weiterhin dem Herrn treu sind. Das ist der Überrest Gottes in der heutigen Zeit.

Dasselbe ist im Lauf der Kirchengeschichte mehrmals geschehen. Die grossen institutionalisierten Kirchen haben sich sehr schnell von dem Weg abgewandt, den Jesus und die Apostel vorgezeichnet hatten. Übrig blieb ein kleiner, versteckter, unbekannter Rest, der dem Herrn treu blieb. Ab und zu, bei besonderen historischen Gelegenheiten, trat dieser Überrest plötzlich wieder ins Rampenlicht – so wie Elias in seiner Konfrontation mit den Baalspropheten – und wurde zum Kern einer neuen Erweckung. Dann konnte die Welt für kurze Zeit wieder das helle Licht eines echten christlichen Lebens und echter christlicher Gemeinschaft sehen. Aber mit der Zeit wandten sich auch diese erweckten Gemeinschaften wieder dem Traditionalismus zu, dem Menschenwerk statt Gottes Werk, und fielen von Gott ab. Und sie organisierten sich sogar unter genau den Namen, die ihnen die Welt mit Verachtung gegeben hatte: „Protestanten“, „Täufer“, „Quäker“, „Methodisten“, usw. So hörten sie auf, erweckte Gemeinschaften zu sein, und wurden zu institutionalisierten Kirchen wie alle anderen. Mit Ausnahme eines neuen kleinen Überrests.
(Siehe dazu: „Der fortlaufende Zyklus von Erweckung und Abfall“.)

Der Überrest Gottes ist also während der meisten Zeit ein verborgenes, zerstreutes, verachtetes und verfolgtes Volk. Jene, die zu ihm gehören, fühlen sich oft einsam und denken: „Ich allein bin übriggeblieben, sonst folgt niemand mehr dem Herrn.“ Und doch sagt der Herr: „Ich habe mir siebentausend übrigbehalten…“

Dieser Überrest ist also keine „Kirche“, „Gemeinde“ oder „Organisation“. (Auf gar keinen Fall ist er eine institutionalisierte Kirche, die das Wort „Überrest“ in ihren Namen setzt – wie es tatsächlich schon vorgekommen ist!) Einige derer, die zum Überrest gehören, befinden sich in institutionalisierten Kirchen; aber sie wissen, dass sie auch innerhalb dieser „Kirche“ von Namenschristen nur „Pilger und Fremdlinge“ sind. Andere haben zwei oder drei Geschwister „nach dem Herzen Gottes“ gefunden und ermutigen einander gegenseitig in diesem kleinen Kreis. (Nach Hebräer 10,24-25, richtig verstanden.) Und wieder andere wandern völlig allein durch die Wüste und fragen sich, ob es wohl noch andere gibt, die denselben Weg gehen.

Das ist die „Herde“, von der Jesus sagte: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir“ (Johannes 10,27). Der Herr selber ist es, der sie weidet, führt und „organisiert“. Oft führt er sie auf Wegen, die die Welt (inbegriffen die religiöse Welt) nicht versteht. Aber sie folgen ihm, denn „sie hören nicht auf die Stimme der anderen“ (Johannes 10:5).

Auch so sind sie nicht frei von Versuchungen und Gefahren. Jeder von ihnen weiss, dass er zum Überrest gehört (oder wird sich dessen allmählich bewusst); aber voneinander können sie es nicht mit Sicherheit wissen. So sind sie manchmal in Gefahr, sich in einem ungleichen Bund zusammenzuschliessen mit jemandem, der fälschlich vorgibt, zum Überrest zu gehören. Oder umgekehrt, jemandem zu misstrauen, der sehr wohl zum Überrest gehört, aber irgendwie „anders“ ist.
Der Überrest definiert sich mit keinem Namen, mit keiner Etikette, mit keinem Versammlungsort, mit keinem Glaubensbekenntnis ausser dem Wort Gottes, und mit keinem Leiter ausser dem Herrn Jesus Christus. Deshalb kann es unter ihnen eine grosse Vielfalt an Hintergründen und theologischen Strömungen geben. So stehen sie manchmal in Gefahr, einander gegenseitig anzugreifen wegen zweitrangiger theologischer Differenzen. Dies umso mehr, als sie in den institutionalisierten Kirchen so viele Irrlehren und abwegige Praktiken gesehen haben, dass sie manchmal auch ihren wirklichen Glaubensgeschwistern misstrauen.
Wenn sie unter der Verachtung, der Ablehnung und der Verfolgung von seiten der Namenschristen leiden, dann können sie andererseits auch versucht werden, sich der sicheren, bequemen und respektablen Umgebung einer institutionalisierten Kirche zu unterwerfen. Oder ihre eigene Organisation zu gründen, um den anderen sichtbar zu zeigen, dass „wir besser sind“ und dass „unter uns der Herr tatsächlich wirkt“. Aber sie sollten eigentlich wissen, dass sie, sobald sie anfangen „respektabel“ zu werden, aufhören, der Überrest zu sein.

Die zum Überrest gehören, können mit allem Freimut von ihrem Glauben an Jesus Christus sprechen, in jeder Situation, wo ihnen der Herr Gelegenheit gibt dazu. Aber sie haben dabei keine „geheime Agenda“: Sie müssen nicht eine obligatorische Anzahl von „Evangelisationsstunden“ erfüllen; noch müssen sie Mitglieder für „ihre Gemeinde“ gewinnen; noch müssen sie die Spenden- und Zehnteneinnahmen erhöhen; noch müssen sie vor Gott „Punkte sammeln“. Deshalb brauchen sie keine aufsehenerregenden Veranstaltungen zu organisieren, und müssen auch niemanden manipulieren. Sie sind schlichte Zeugen dessen, was Gott in ihrem Leben getan hat.

Sie anerkennen und achten echte geistliche Autorität, wo immer sie ihr begegnen; aber sie kennen weder Ämter noch hierarchische Leiterschaftspositionen. Und jene, die zu solcher Anerkennung gelangen, nehmen dies nicht zum Anlass, sich über ihre Geschwister zu erheben. Im Gegenteil, sie demütigen sich noch mehr in der Furcht Gottes, und werden noch mehr zu Dienern ihrer Geschwister (Lukas 21,24-28).

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Wie gross ist diese Finsternis!

26. Dezember 2010

Diesen Artikel fand ich im Internet fand und finde ihn (leider) sehr zutreffend und aktuell (Übersetzung aus dem Englischen):
Wie gross ist diese Finsternis!

Von Coach Dave Daubenmire
9.Dezember 2010
NewsWithViews.com

„Aber wenn dein Auge finster ist, dann wird dein ganzer Leib voll Finsternis sein. Wenn also das Licht, das in dir ist, Finsternis wird, WIE GROSS IST DIESE FINSTERNIS!“ (Matthäus 6,23)

Gut, Herr, ich werde es schreiben. Aber ich verstehe wirklich nicht, warum du mir diese schmutzigen Arbeiten gibst. Warum hast du micht nicht dazu gesalbt, über die böse Demokratische Partei zu schreiben; oder z.B. über jene Gotteshasser, die die Krippenszenen von den Stufen der Gerichtsgebäude verbannen wollen? Warum kann ich nicht wie Ann Coulter sein und einfach die Liberalen anprangern? Warum muss ich immer über Leute schreiben, die eigentlich auf meiner Seite stehen sollten? Die Liberalen hassen mich schon genug … warum muss ich ständig die Konservativen ins Gesicht schlagen?

Bald werde ich nirgends mehr in den christlichen Kreisen willkommen sein. Aber ich habe dir vor Jahren versprochen, dass ich treu sein würde darin, alles zu schreiben und zu sprechen, was du in meinen Geist legst. Nach dem berühmten Zitat von Präsident John Adams: „Die Pflicht ist unser. Die Ergebnisse gehören Gott.“

Ich werde es also hier vorlegen und vertraue darauf, dass du einen Grund dafür hast, diese Worte in mein Herz zu legen:

Die meisten Christen sind gar keine. Das heisst, sie sind nicht wirklich Nachfolger von Jesus. Je länger ich in meiner Arbeit stehe, desto mehr wurde ich von dieser Wahrheit überzeugt. Die „amerikanische Erfahrung“ hat Probleme, weil jene, die angeblich Jesu Nachfolger sind, ihm in Wirklichkeit gar nicht nachfolgen.

Missverstehen Sie mich nicht: Sie „gehen zur Kirche“, und die meisten „glauben an Gott“; aber sie sind keine Nachfolger Jesu. Sie wissen nicht einmal, was das bedeutet … Jesus nachzufolgen … obwohl sie „Christen“ sind. Ich zweifle sogar, ob der Apostel Paulus, oder irgendeiner der Gläubigen des ersten Jahrhunderts, die „Religion“ überhaupt wiedererkennen würde, die wir heute „Christentum“ nennen. Ich frage mich… War Jesus ein „Christ“?

Jesus hasste die Religion. Es waren gerade die „religiösen“ Menschen, von denen er uns befreien wollte. „Aber wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Denn ihr schliesst das Himmelreich vor den Menschen zu: denn weder geht ihr selbst hinein, noch lasst ihr jene hinein, die hinein wollen.“

Lesen Sie Matthäus 23, um besser zu verstehen, was er den religiösen Leitern zu sagen hatte. Er sagte es besser, als ich das könnte.

Sehen Sie: Christentum ist keine Religion, es ist kein „zur Kirche gehen“, es ist nicht eine Menge von Regeln und Reglementen für unser Leben, es ist nicht eine Krücke für die Schwachen, es ist nicht eine Antwort auf eine Frage bei der Volkszählung, und es ist kein privates Geschäftsunternehmen zur Vermehrung irdischer Besitztümer.

Christentum bedeutet, das Leben Jesu durch Sie zu leben. Es ist ein Austausch Ihres Lebens für das seine; ein Ausleben seiner Natur statt Ihrer, ein „Anziehen“ des Lebens Jesu. Nicht ein Prozess, wo wir ihn „akzeptieren“ oder „aufnehmen“ oder „zu ihm kommen“. Es ist ein Todesprozess … wo Sie und Ihre alte Natur sterben … eine echte Transformation … von einem alten Leben zu einem neuen. „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“.

Die meisten, die sich als Christen identifizieren, sagen, sie kennen Jesus als Erlöser. Sehr wenige kennen ihn als Herrn.

Deshalb ist das Christentum so oberflächlich hier in Amerika. (Anm.d.Ü: Nicht nur in Amerika – für Europa dürfte dasselbe gelten, und nicht nur in den Landeskirchen!) Wir mögen den „Erlöser“-Aspekt an Jesus, aber wir sind nicht wirklich dazu bereit, uns vor ihm als „Herrn“ zu beugen. Die meisten sind daran interessiert, dass „ihr Erlöser“ ihre Unternehmungen segnet; aber wenige sind dazu bereit, „ihr Leben niederzulegen“ für ihn.

Jeder möchte „Jesus nachfolgen“ – bis er herausfindet, wohin er geht … er geht auf ein Kreuz zu … und er bittet Sie, das Ihrige auf sich zu nehmen und ihm zu folgen. Das schlägt dem populären Christentum und seinen „wahrgenommenen Bedürfnissen“ ins Gesicht…

Die Herzen der Amerikaner lassen sich nur schwer berühren. Stephanus nannte Menschen wie uns: „Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren! Ihr widersteht ständig dem Heiligen Geist; wie eure Väter getan haben, so auch ihr.“

Wie nahmen die religiösen Menschen Stephanus und seine ehrliche Ermahnung auf? „Dann schrieen sie mit lauter Stimme, und hielten ihre Ohren zu, und stürzten sich einmütig auf ihn, und warfen ihn aus der Stadt hinaus, und steinigten ihn …“

Das ist mein Punkt: Die meisten „Christen“ sind nicht offen für das wahre Evangelium, weil sie denken, sie hätten es bereits. Sie haben gelernt, es in Abteilungen zu unterteilen, es zu kompromittieren, es an die Garderobe zu hängen. Aber sie haben ein „anderes Evangelium“ gehört. Sie sind gelehrt worden, einer Christenheit nachzufolgen, aber nicht Jesus nachzufolgen.

„Denn gewisse Menschen haben sich nebenher eingeschlichen, die von alters her zu dieser Verdammnis bestimmt sind, gottlose Menschen, die die Gnade Gottes in Ausschweifung verkehren, und den einzigen Herrn und Gott verleugnen, und unseren Herrn Jesus Christus.“ (Aus dem Judasbrief.)

Tun Sie sich selbst einen Gefallen. Nehmen Sie sich Zeit, die Apostelgeschichte zu lesen. Das ist ein Bericht vom „Evangelium“, wie es von jenen ausgelebt wurde, die dem Erlöser am nächsten standen. Sie werden sehr lange suchen müssen, bis Sie in diesem Buch irgendetwas finden, was auch nur entfernt dem modernen humanistischen, selbstsüchtigen, „Jesus-möchte-dass-ich-glücklich-und-reich-werde“-Evangelium ähnelt, das von den heutigen Kanzeln gerülpst wird. (Anm.d.Ü: Sorry, das hat der Autor so gesagt…) Würde etwa Paulus, der grösste Evangelist, den die Welt je kannte, eingeladen werden, in einem Programm von TBN zu erscheinen? Würden ihm Rick Warren und Joel Osteen je erlauben, auf ihrer Kanzel zu stehen? Könnten Sie sich ihn vorstellen bei „Dancing with the stars“?

Die Amerikaner folgen einem „anderen Evangelium“, das in Wirklichkeit gar kein Evangelium ist.

„Weil du sagst: Ich bin reich, und bin reich geworden, und bedarf nichts; und weisst nicht, dass du elend und bejammernswert und arm und blind und nackt bist…“

Erlauben Sie mir, es noch klarer zu sagen, damit mein Punkt nicht missverstanden wird. Die meisten Kirchgänger sind keine Nachfolger von Jesus. Sie sind lediglich Mitglieder eines Vereins, der sich „Christentum“ nennt. „Die Mitgliedschaft hat ihre Vorteile…“

Wie kann jemand geheilt werden, der nicht weiss, dass er krank ist? Wie kann jemand errettet werden, der denkt, er sei gar nicht verloren?

„Wenn also das Licht, das in dir ist, Finsternis wird, WIE GROSS IST DIESE FINSTERNIS!“

Im amerikanischen Christentum ist alles verkehrt herum. Irgendwie wurde im Lauf der Zeit das Evangelium der Selbstverleugnung in ein Evangelium der Lebensverbesserung verkehrt. Statt uns selber für das Fortschreiten von Gottes Königreich hinzugeben, wurden wir dazu verführt zu glauben, Jesus hätte sich hingegeben, damit wir zu Herren unseres eigenen Königreichs werden könnten.

Der Gedanke an Aufopferung und Leiden gilt dem modernen amerikanisierten Christentum als verflucht. Wie sonst kann die hartherzige Haltung der meisten „Christen“ erklärt werden, dem „Zunehmen Seines Reiches und Seines Friedens“ gegenüber?

Lesen Sie Matthäus 13. Hier lesen wir vom Weizen und vom Unkraut, die zusammen aufwachsen. Das ist tatsächlich so. Wenn Sie sonntags zur „Kirche“ gehen, sehen Sie sich um: Die meisten, die da sitzen, sind für das ewige Feuer bestimmt. Sie sehen wie Christen aus, sie singen wie Christen, und sie sprechen eine „christliche Sprache“; aber sie sind keine Kinder des Herrn.

„Viele werden zu mir an jenem Tage sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit? und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben? und in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich zu ihnen sagen: ICH HABE EUCH NIE GEKANNT; geht fort von mir, die ihr Gottlosigkeit tut.“ (Matthäus 7.)

Könnte es sein, dass viele die falsche Antwort erhalten, weil ihnen die falsche Frage gestellt wurde? Es geht nicht darum, ob „Sie Jesus kennen“, sondern ob „Jesus Sie kennt“.

In kürzlichen Umfragen identifizierten sich 85% aller Amerikaner als Christen; aber unsere Nation ist zu einer moralischen Wüste geworden. „Christen“ beklagen sich darüber, dass „uns das Christentum aufgezwungen wird“. „Christen“ erklären, „Religion“ sei „Privatsache“, während gleichzeitig ihre Kinder an den Schulen in einer Flut von atheistischen Lehren ertrinken. „Christen“ lassen Abtreibungen durchführen und wählen „Pro-Abtreibungs“-Kandidaten. „Christen“ wählen einen homosexuellen Lebensstil. „Christen“ brechen ihre Ehegelübde. „Christen“ ignorieren die Anweisungen, die Jesus gelehrt hat.

Wie kommt man jemandem zu Hilfe, der nicht denkt, er brauche Hilfe? Wie bringt man jemandem das Augenlicht, der denkt, er sei bereits sehend? Wie bringt man jemandem Kenntnis, der denkt, er wisse bereits? Wie bringt man jemandem die Wahrheit, der nicht weiss, dass er verführt ist? Wie bringt man jemandem Licht, der nicht weiss, dass er in der Finsternis sitzt?

Amerika ist das am meisten „evangelisierte“ Land der Welt; aber in meinem Umgang mit amerikanisierten „Christen“ wurde ich davon überzeugt, dass sich das grösste Missionsfeld der Welt innerhalb der vier Wände der meisten amerikanischen Kirchen befindet.

Die Finsternis denkt, sie sei Licht.

„Und der böse Geist antwortete und sagte: Jesus kenne ich, und Paulus kenne ich; ABER WER SEID IHR?“

„Du glaubst, dass es einen einzigen Gott gibt, und du tust gut daran; aber die Dämonen glauben (das) auch, und zittern.“

Die meisten „Christen“ wissen nicht einmal genug über Jesus, um zu zittern.

Wie gross ist diese Finsternis…

(Quelle: http://www.newswithviews.com/Daubenmire/dave217.htm)

– Noch ein paar eigene Anmerkungen dazu:

Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man von den „lieben Christen“ sofort als „lieblos“, „richtend“, und (warum nicht gar) „unchristlich“ abgestempelt wird, und w.m. unter Zensur und „Gemeindezucht“ gestellt wird, sobald man einige der Dinge auch nur antönt, die Dave Daubenmire hier so offen und direkt schreibt. Ja, die „Du-sollst-nicht-richten“-Christen sind sehr schnell dabei, Autoren wie den hier zitierten eben sehr effektiv zu RICHTEN – im Gegensatz zu ihm nicht nur mit Worten, sondern auch mit sehr unschönen Taten.

Ich weiss aber auch – ebenfalls aus Erfahrung -, dass Artikel wie der obige selten leichthin geschrieben werden. Meistens stehen dahinter eine tiefe Besorgnis um geliebte Mitmenschen; ein unaussprechlicher Schmerz über den Zustand jener, die sich heute „christliche Kirche“ nennen und damit im Herzen Gottes einen noch viel grösseren Schmerz verursachen; viele Tränen, Fasten und verzweifeltes Ringen im Gebet; oft ein langes Zögern, ob die Wahrheit wirklich gerade so, und gerade jetzt, und gerade in diesem Umfeld ausgesprochen werden soll, oder ob man sie nicht doch lieber verschweigen sollte; und (nicht zuletzt) eine grosse Liebe und ein grosses Mitleid mit jenen Unmengen von Menschen, die von solchen Fälschungen des Christentums ganz konkret geschädigt und/oder auf einen falschen Weg geführt worden sind. Eine Liebe und ein Mitleid, wie sie gänzlich unbekannt sind bei den „Du-sollst-nicht-richten“-Christen, die ständig von „Toleranz“ sprechen. – Leider sind diese Untertöne in einem geschriebenen Artikel nur schwer zu vermitteln, sodass dem Autor nur zu oft – und eben gerade von „Christen“ – zu Unrecht Böswilligkeit unterstellt wird.

Ich schäme mich deshalb nicht, diesen Artikel weiterzuverbreiten. Es geht nicht darum, andere „herunterzumachen“. Es geht darum, den Zugang zum Himmelreich wieder zu öffnen, den die offizielle Kirche verschlossen hat. Und nicht zuletzt geht es darum, Gottes Ehre und seinen guten Ruf wiederherzustellen, angesichts eines „Christentums“, das den guten Namen Gottes öffentlich schändet.

Bist Du „pastorisiert“ worden?

22. März 2010

Dieser Gedankenanstoss richtet sich hauptsächlich an Mitglieder von Freikirchen, wie im folgenden klar werden wird…

Wahrscheinlich kennst Du die Methode des Pasteurisierens. Lebensmittel werden durch Hitze sterilisiert. Die Hitze tötet alle Lebewesen, die sich in dem Lebensmittel befinden könnten. Diese Methode wurde entdeckt von Louis Pasteur (zu deutsch: „Pastor“).

Auf ganz ähnliche Weise haben die Kirchen Methoden erfunden, ihre Mitglieder zu „pastorisieren“. Mit Hilfe der „pastoralen Wärme“ werden die Mitglieder an die Norm der Kirche angepasst; und die „Mikroorganismen“ unerwünschter Lehren und Verhaltensweisen werden eliminiert.

Die „pastorale Wärme“ kann auf verschiedene Arten ausgeübt werden. Manchmal geschieht es mit viel Liebe, Zuwendung und menschlicher Wärme, sodass die Mitglieder um jeden Preis diesem Pastor gefallen möchten, der sie so liebevoll behandelt. Manchmal geschieht es ganz anders: mit der Androhung von Flüchen und Gottesstrafen, oder des Ausschlusses aus der Gemeinde. Und sehr oft ist eine Kombination der beiden Formen zu beobachten.

Das Ergebnis ist, dass sich die Mitglieder den Wünschen des Pastors anpassen. Alle „Keime“ von falschen Lehren und von sündigem Verhalten werden in ihnen abgetötet. Wenn es nur das wäre, könnte man es ja vielleicht als wünschenswert ansehen. Aber erinnern wir uns, dass das Pasteurisieren ALLE Organismen abtötet. Im Falle des „Pastorisierens“ werden z.B. nicht nur die falschen Lehren eliminiert. Es werden alle Lehren und Anschauungen eliminiert, die dem Pastor nicht gefallen, seien sie falsch oder richtig. Noch schlimmer: Die Fähigkeit wird eliminiert, Lehren und Anschauungen für sich selber zu prüfen. Ein so „pastorisiertes“ Kirchenmitglied nimmt blindlings alles an, was sein Pastor sagt, sei es der Bibel gemäss oder nicht.

Auf dieselbe Weise wird nicht nur sündiges Verhalten eliminiert. Es wird alles Verhalten eliminiert, das dem Pastor nicht gefällt, sei es sündig oder nicht. So gibt es Gemeinden, die in ihren Mitgliedern jedes Verlangen abgetötet haben, Gemeinden anderer Denominationen kennenzulernen oder Gemeinschaft mit Christen ausserhalb ihrer eigenen Gemeinde zu haben. – Es gibt Gemeinden, die in ihren Mitgliedern jegliche paarweise Liebesbeziehung und gemeinsames Ausgehen abgetötet haben; sodass sie eines Tages eine Person heiraten werden, die sie kaum Gelegenheit hatten richtig kennenzulernen; ein sicheres Rezept für Ehekatastrophen. – Es gibt Gemeinden, die in ihren Mitgliedern jegliche Ehrlichkeit und Offenheit abgetötet haben, weil es zur „Gemeindekultur“ gehört, Sünde zu verbergen, statt offen damit umzugehen. – Und das Schlimmste: die Fähigkeit wird abgetötet, für sich selber zu prüfen, was Sünde ist und was nicht. Für ein so „pastorisiertes“ Mitglied ist „Sünde“ das, was sein Pastor verbietet, sei es der Bibel gemäss oder nicht.

Sicherlich wird ein so „pastorisiertes“ Mitglied „sicherer“ sein, d.h. treuer „seiner“ Gemeinde und „seinem“ Pastor gegenüber. Genauso wie ein pasteurisiertes Lebensmittel länger in seinem Zustand haltbar ist. Aber es verliert auch gewisse nützliche Eigenschaften. Eine pasteurisierte Pflanze z.B. wird absterben und nicht mehr wachsen können. Pasteurisierte Samen werden nicht mehr keimen können.
Auf ganz ähnliche Weise verliert ein „pastorisiertes“ Gemeindeglied sein geistliches Leben und seine geistliche Fortpflanzungsfähigkeit. Sein christliches Leben reduziert sich darauf, Predigten zu hören und die Gemeindeaktivitäten zu unterstützen. Er/Sie kann sich nicht selber aus dem Wort Gottes ernähren; kann keine eigene persönliche Beziehung zu Gott im Gebet pflegen; kann seine Nachbarn und Freunde nicht selber evangelisieren. Das einzige „Zeugnis“, das ein solches Mitglied geben kann, ist: „Komm in meine Gemeinde und höre, was der Pastor sagt.“ Er/Sie kann vielleicht „Gemeindebesucher“ hervorbringen, hat aber kein echtes geistliches Leben weiterzugeben. Die einzigen Personen in einer solchen Gemeinde, die wirklich etwas „produzieren“, sind der Pastor und einige „zum Dienst autorisierte“ Mitarbeiter. Und die „pastorisierten“ Erzeugnisse, die sie produzieren, haben kein echtes Leben.

Frage Dich selber: Bist Du pastorisiert worden?

Meine zweite Bekehrung (Teil 2)

1. November 2009

Die „zweite Bekehrung“, um die es hier geht, war hauptsächlich eine Bekehrung zu einer neutestamentlichen Sicht von christlicher Gemeinde. Im ersten Teil dieses Artikels habe ich einige Erlebnisse erwähnt, die mich zu dieser zweiten Bekehrung führten.

Es gab in diesem Prozess manche Parallelen zu meiner „ersten Bekehrung“ (https://christlicheraussteiger.wordpress.com/2009/05/21/wie-jesus-mich-fand/ ) (d.h. meiner Hinwendung zu Jesus Christus):

Viele biblische Wahrheiten hatte ich schon Jahre vor meiner Bekehrung verstandesmässig begriffen und akzeptiert, und davon gesprochen. Was den Anstoss gab zu meiner Bekehrung, war dass Gott mir aufzeigte, wie weit mein eigenes Leben von diesen Wahrheiten entfernt war, und wie sehr ich deshalb Ihn selber nötig hatte.
Etwas ganz Ähnliches ist jetzt inbezug auf meine Vorstellung von der Gemeinde geschehen. Vieles von dem, was ich beschrieben habe und noch beschreiben werde, wusste ich schon seit Jahren. (Schon während meines Theologiestudiums hatte ich mich gewundert, wie es möglich war, dass bewanderte Bibelforscher wie selbstverständlich annahmen, die neutestamentliche Gemeinde hätte etwa so funktioniert wie eine heutige Landes- oder Freikirche; und wie diese Bibelgelehrten dann die Strukturen ihrer eigenen Konfession bzw. Denomination in die neutestamentlichen Texte hineinlasen – wo doch die Urgemeinde so offensichtlich anders war als heutige Gemeinden.) Aber während der vergangenen Jahre war es, als ob Gott ganz deutlich die Gewissensfrage an mich richtete: „Wenn du schon verstanden hast, dass die heutigen Gemeinden nicht auf neutestamentliche Weise aufgebaut sind, warum hilfst du dann trotzdem mit, diese Strukturen aufrechtzuerhalten und zu festigen?“ – Und wieder musste ich feststellen, dass mein Leben und meine Praxis bei weitem nicht mit dem übereinstimmten, was ich aus der Bibel weiss.

Ich musste also für mich selber eine klare Grenze ziehen: hier herkömmliche Gemeinde, da neutestamentliche christliche Gemeinde. Genau wie bei meiner ersten Bekehrung: hier traditionelle Namenschristen, da wiedergeborene Nachfolger Jesu. Und als ich anfing, diese Grenzziehung vorzunehmen, gab es jede Menge Leute, die mich miss- oder gar nicht verstanden, über mich erbost waren, und alle möglichen hässlichen Dinge sagten und taten. Bei meiner ersten Bekehrung waren das hauptsächlich Mitglieder der Landeskirche, die nicht nachvollziehen konnten, dass es so etwas wie eine Bekehrung überhaupt gibt (und erst recht nicht, dass dies zum Christsein notwendig sein soll). Bei meiner zweiten Bekehrung ärgerten sich vor allem Leiter und Mitarbeiter von Freikirchen. Sie fühlten sich in ihrem (falschen) Frieden gestört und angegriffen, als ich anfing zu behaupten, neutestamentliche Gemeinde sei etwas anderes als was ihr jeweiliger Gemeindeverband vorschreibt und vorlebt. Aber ich muss auch hier sagen: Seit ich mit dem Echten in Berührung gekommen bin, kann ich mich nicht mehr mit einer billigen Nachahmung zufriedengeben. Genauso wie das traditionelle Namenschristentum eine billige Nachahmung von wirklichem Christsein ist, so ist das traditionelle Gemeindetum (sei es landes- oder freikirchlich) nur eine billige Nachahmung von echter christlicher Gemeinde.

Im folgenden möchte ich einige Prinzipien anführen, die ich neu ernstnehmen musste oder zum ersten Mal überhaupt begriffen habe:

1.- Wirkliche „Gemeinde“ basiert nicht auf institutionellen Strukturen, sondern auf persönlichen Beziehungen.

Als ich von meinem ersten Jahr in Perú zurückkehrte, unter falschen Anschuldigungen ausgeschlossen von der Missionsgesellschaft, mit der ich gearbeitet hatte, da musste ich feststellen, dass ich ausgerechnet in der Gemeinde, die mich ausgesandt hatte, kaum einen echten Freund hatte. (Ob jemand ein echter Freund ist, erkennst du erst, wenn du in Not bist!)
Aber in den heutigen Gemeinden dominieren anscheinend „institutionelle“ Überlegungen: ob Personalbedarf herrscht; ob jemand von der Denomination „anerkannt“ ist; ob ein Pastor „ordnungsgemäss ordiniert“ ist; usw.
In der Urgemeinde gab es keine Diplome oder Ausweise, die jemanden als Prediger oder Mitarbeiter „anerkannten“; aber die Christen kannten einander persönlich. Ein Leiter konnte seine wahre Persönlichkeit nicht hinter einem Kanzelauftritt oder einem Büroschreibtisch verstecken; denn bei der intensiv gepflegten Gastfreundschaft kam er nicht darum herum, sein wahres Privat- und Familienleben vor seinen Glaubensgeschwistern zu offenbaren. Dadurch wurde der Gemeinde ziemlich bald klar, wer wirklich nahe bei Jesus war. In einer solchen Umgebung konnte nicht so schnell geschehen, was in heutigen Gemeinden schon fast die Regel ist: dass Machtmenschen und rückgratlose Politiker in der Leiterschaft dominieren.

Zudem ist es erstaunlich, in welch hohem Grade es möglich ist, „Kirche zu spielen“, ohne dass echtes geistliches Leben da ist. Wie oft habe ich Lobpreiszeiten erlebt, wo die Teilnehmer dazu gedrängt (soll ich sagen manipuliert?) wurden, alle möglichen äusserlichen Dinge zu tun, um einen „glücklichen Eindruck“ zu erwecken: „Wie kannst du ein trauriges Gesicht machen, wenn Gott da ist? Schaut einander an und lächelt!“ – „…Und jetzt singen wir es noch einmal, aber doppelt so laut, damit die Mächte der Finsternis zittern!“ – usw. – Wie oft sehe ich, dass „Treue im Glauben“ einzig daran gemessen wird, wie häufig jemand die Gemeindeveranstaltungen besucht! – Wie oft höre ich Gebete, in denen der Beter trotz ellenlanger frommer Formulierungen nicht klar ausdrücken kann, was er eigentlich von Gott nötig hat, möchte oder erwartet! Hauptsache, er betet, wenn er an der Reihe ist. – Institutionelle Formen und Programme entwickeln leider ein Eigenleben, das noch lange weiterbesteht, wenn das echte geistliche Leben längst daraus verschwunden ist.

„Und lasst uns darauf achten, einander zur Liebe und zu guten Werken anzuspornen, und unsere Versammlung nicht verlassen, wie es bei etlichen Sitte ist, sondern vielmehr ermahnen…“ (Hebräer 10,24-25)

Diese Verse werden oft dazu benutzt, Gemeindemitgliedern ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn sie nicht jeden Gottesdienst besuchen. Aber steht hier wirklich etwas von „Gottesdienstbesuch“? – Das Schwergewicht der Aussage liegt eindeutig auf „einander zur Liebe und zu guten Werken anzuspornen“. Ein Gottesdienst, in dem dies nicht geschieht, qualifiziert also nicht als „Versammlung“ im Sinne dieser Bibelstelle. Man beachte, dass hier steht „einander“ – es heisst nicht „eine Predigt über Liebe und gute Werke zu hören“. Erst wenn wir anfangen, eine Gemeinschaft zu pflegen, wo wir einander im Sinne Gottes anspornen und ermutigen (das mit „ermahnen“ übersetzte Wort bedeutet vor allem „ermutigen“, „aufmuntern“, „trösten“), mit aktiver Beteiligung aller, erst dann dürfen wir auch wieder diese Verse anwenden.

Das biblische Bild für die Gemeinde ist nicht die Institution, das Unternehmen oder die Veranstaltung; sondern die Familie, der Leib, die Braut – also etwas Organisches, nicht etwas Organisiertes; etwas, was lebt, nicht etwas, was „funktioniert“.


2.- Wo Leiterschaft das geistliche Leben hindert statt fördert, handelt es sich nicht wirklich um geistliche Leiterschaft.

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Wer oder was ist ein Christ? (Teil 3)

6. September 2009

Aller guten Dinge sind drei … Ich habe bereits zwei Artikel zu diesem Thema geschrieben, aber zur Abrundung lasse ich hier noch einen dritten Teil folgen. Im ersten Teil habe ich einige landläufige Definitionen des Begriffs „Christ“ betrachtet. Im zweiten Teil habe ich vom Neuen Testament her untersucht, was ein Christ im biblischen Sinn ist. Hier nochmals kurz zusammengefasst die wichtigsten Punkte:

– Ein Christ ist ein Jünger (Nachfolger) von Jesus Christus.
– Diese Nachfolge, unter den von Jesus selber aufgestellten Bedingungen, ist „menschenunmöglich“. Christ werden kann man deshalb nur durch ein übernatürliches Werk Gottes, die Wiedergeburt.
– Die Wiedergeburt ist keine menschliche, äussere „Bekehrungszeremonie“. Von der menschlichen Seite her ist sie normalerweise begleitet von einer tiefen Überführung von Sünde, und von Umkehr und Glauben; das alles ist bei einer echten Wiedergeburt von Gottes Geist gewirkt und nicht menschlich „gemacht“.
– Ein Christ ist ein „neuer Mensch“, der jetzt Jesus nachfolgen kann, weil er vom Heiligen Geist erneuert wurde.

Es bleibt jetzt noch zu tun, was Paulus uns sagt:

„Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe. Oder erkennt ihr euch selber nicht, dass Jesus Christus in euch ist? – es sei denn, ihr seid verworfen.“
(2. Korinther 13,5)

Wir sollen also unser Christsein nicht als „gegeben“ ansehen, sondern uns immer wieder überprüfen. (Im griechischen Original steht hier das kontinuierliche Präsens, das wörtlich bedeutet: „Prüft euch ständig, immer wieder„.)

Das Neue Testament gibt uns verschiedene Kriterien, nach denen wir überprüfen können, ob tatsächlich „Jesus Christus in uns“ ist. Man beachte dabei, dass Paulus sagt: „Prüft euch selbst“, aber nicht „Prüft einander“. Ich kann niemandem ins Herz sehen. Ich kann von keinem Mitmenschen mit Bestimmtheit sagen, ob er ein Christ ist (im biblischen Sinn) oder nicht. Ich kann vielleicht seine Lehranschauungen oder seine Lebensführung „prüfen“; aber wie wir im 1.Teil gesehen haben, sind das keine schlüssigen Beweise für sein Christsein (im biblischen Sinn). Ich möchte also die folgenden Kriterien nicht in dem Sinn verstanden wissen, dass wir sie anderen Menschen überstülpen, sondern dass wir sie zur Selbstprüfung anwenden können.

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Wer oder was ist ein Christ? (Teil 2)

10. August 2009

Im ersten Teil haben wir verschiedene übliche Definitionen des Begriffs „Christ“ betrachtet. In diesem zweiten Teil möchte ich untersuchen, was seine ursprüngliche Bedeutung und Merkmale sind. Das Wort „Christ“ erscheint zum ersten Mal im Neuen Testament, und dort müssen wir seine Bedeutung suchen. Nicht in einem Wörterbuch oder Lexikon, nicht in einer Kirchenverfassung oder in einem theologischen Buch, sondern im Neuen Testament.

Da lesen wir:

„… Und die Jünger wurden in Antiochia zum ersten Mal ‚Christen‘ genannt.“
(Apostelgeschichte 11,26).

Ein Christ ist also ein Jünger von Jesus Christus, und wir werden uns damit beschäftigen müssen, was ein Jünger ist. – Vorher aber möchte ich kurz auf die anderen zwei Stellen im Neuen Testament eingehen, wo das Wort „Christ“ auch noch vorkommt:

Paulus hatte als Gefangener eine Gelegenheit, zum jüdischen König Agrippa zu sprechen. Er sprach über den Tod und die Auferstehung von Jesus. Da unterbrach ihn der ebenfalls anwesende Römer Festus: „Du bist verrückt, Paulus!“ Aber Paulus antwortete:

„‚Denn der König weiss diese Dinge, und ich spreche vor ihm mit Zuversicht. Denn ich denke nicht, dass ihm etwas davon unbekannt ist; denn es ist nicht in irgendeinem Winkel geschehen. Glaubst du, König Agrippa, den Propheten? Ich weiss, dass du glaubst.‘
– Da sagte Agrippa zu Paulus: ‚Beinahe überredest du mich, Christ zu werden.‘
– Und Paulus sagte: ‚Möge es Gott gefallen, dass über kurz oder lang nicht nur du, sondern alle, die mich heute hören, so würden wie ich, ausgenommen diese Fesseln!'“
(Apostelgeschichte 26,26-29)

Dieser Abschnitt sagt zwar nicht allzuviel darüber, wer oder was ein Christ ist. Er enthält aber ein bemerkenswertes Detail: Agrippa glaubt den Propheten, und er glaubt (da er darüber gut unterrichtet ist), dass Jesus gestorben und auferstanden ist. Dennoch ist er noch kein Christ, und er ist sich dessen bewusst. An den Tod und die Auferstehung Jesu zu glauben, macht also noch keinen Christen!

Die dritte neutestamentliche Stelle befindet sich im 1.Petrusbrief:

„So leide also niemand von euch als Mörder, oder Dieb, oder Übeltäter, oder wegen Einmischung in fremde Angelegenheiten. Aber wenn jemand als Christ leidet, so soll er sich nicht schämen, sondern damit Gott verherrlichen. Denn es ist Zeit, dass das Gericht anfange bei der Familie Gottes; und wenn es zuerst bei uns anfängt, was wird das Ende jener sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen? Und wenn es für den Gerechten schwierig ist, gerettet zu werden, wo bleibt der Ungläubige (oder: Untreue*) und der Sünder?“
(1.Petrus 4,15-18)
*(Dasselbe Wort kann auf beide Arten übersetzt werden.)

Dieser Abschnitt enthält mehrere Gegensatzpaare, wie die folgende Gegenüberstellung verdeutlicht:

– Mörder, Dieb, Übeltäter, etc.
– die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen
– Ungläubiger / Untreuer, Sünder
– Christ
– Familie Gottes
– Gerechter

Daraus geht folgendes hervor: Ein Christ ist ein Mitglied der Familie Gottes, ein Gerechter, der dem Evangelium Gottes gehorcht. Er ist kein Übeltäter usw, kein Ungläubiger bzw. Untreuer und kein Sünder. Darauf werde ich an gegebener Stelle zurückkommen.

Jetzt also zum Begriff „Jünger“

(more…)

Wer oder was ist ein Christ? (Teil 1)

18. Juli 2009

Viele Menschen bezeichnen sich als „Christen“. Aber was sie darunter verstehen, ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Ich möchte deshalb ein wenig diese verschiedenen Verständnisse untersuchen, und dann zum Ursprung des Wortes „Christ“ zurückgehen.

„Christ ist, wer Mitglied einer christlichen Kirche ist.“
Das ist eine weitverbreitete Bedeutung des Wortes „Christ“. Wer Mitglied einer Kirche ist, oder sich der christlichen Religion im weitesten Sinne verbunden fühlt, bezeichnet sich als „Christ“. Das ist z.B. die Definition des ökumenischen Weltkirchenrates. Dieser bezeichnet als Christen, „die im Namen des dreieinigen Gottes getauft wurden“. Nach dieser Definition wären u.a. Karl Marx, Adolf Hitler und Benito Mussolini Christen gewesen. In der Reformationszeit soll ein Leiter der Täufer zu dieser Definition gesagt haben: „Dann könnte ich meinen Melkstuhl taufen, und er wäre auch ein Christ.“ – Kein weiterer Kommentar hierzu…

„Christ ist, wer die rechte Lehre über Jesus bekennt.“
Diese Definition war in der Nachreformationszeit ziemlich verbreitet. In unserem relativistischen Zeitalter kommt sie allmählich aus der Mode, aber in gewissen reformierten und evangelikal-fundamentalistischen Kreisen kommt sie weiterhin zum Zug. Man kann gewisse Bibelstellen zur Bekräftigung heranziehen, wie z.B. 1.Johannes 4,2-3: „Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, ist von Gott; und jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, ist nicht von Gott…“
– Man kann aber nicht aus der Bibel einwandfrei begründen, dass „Rechtgläubigkeit“ und „Christsein“ identisch sei. Jakobus sagt: „Du glaubst, dass Gott einer ist, und du tust gut daran. Sogar die Dämonen glauben … und zittern.“ (Jakobus 2,19) Offenbar macht Rechtgläubigkeit noch keinen Christen.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass die „rechte Lehre“ je nach Konfession sehr unterschiedlich definiert wird. Wir müssten dann annehmen, dass nur eine einzige Konfession „christlich“ wäre (Preisfrage: welche?), und alle anderen falsch.

Damit kommen wir zur nächsten, damit verwandten Definition:

„Christ ist, wer Mitglied meiner Kirche ist.“
Das ist die Definition jener, die ihre eigene Kirche oder Konfession als die „einzig wahre“ ansehen. Dazu gehören einige exklusive Splittergruppen; aber insbesondere auch die römisch-katholische Kirche. Seit Urzeiten hat die römisch-katholische Kirche erklärt, dass es ausserhalb von ihr kein Heil gibt. Nach dem 2.Vatikanischen Konzil hat sie zwar diesen Aspekt ihrer Lehre lange Zeit heruntergespielt. Im Grunde ist sie aber nie davon abgerückt, und der neue Papst spricht in dieser Hinsicht wieder deutlicher. (Man muss sich hierbei bewusst sein, dass die katholische Kirche historische Konzilsbeschlüsse und päpstliche Dekrete gar nicht zurücknehmen kann, da solche per Definition „unfehlbar“ sind.)
Die Probleme dieser Definition liegen auf der Hand. Es kann nicht mehrere „einzig wahre“ Kirchen geben. Wer dieser Definition folgt, der tut, was Paulus in 1.Korinther 1,11-13 verurteilt: „Denn ich bin über euch informiert worden, …dass es unter euch Spaltungen gibt. Ich meine damit, dass jeder von euch sagt: ‚Ich gehöre zu Paulus, und ich zu Apollos, und ich zu Kephas (Petrus), und ich zu Christus.‘ Ist etwa Christus zerteilt? …“

Im Gegensatz hierzu gibt es noch eine andere landläufige Definition:

„Christ ist, wer sich christlich verhält.“
d.h. z.B: wer seinen Mitmenschen Gutes tut; wer regelmässig zur Kirche geht; wer sich für soziale Reformen einsetzt; wer ein guter Staatsbürger ist; usw. – Nach dieser Definition muss also den „Tatbeweis“ antreten, wer als Christ gelten will. Aber wie schon die wenigen angeführten Beispiele zeigen, gehen in der Praxis die Meinungen weit auseinander, was „christliches Verhalten“ sei. Insbesondere wo es um politische Fragen geht…
Diese Definition kann zwar gewisse Bibelstellen für sich beanspruchen. Z.B. Matthäus 25,34-35: „Kommt, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das für euch bereitet ist seit der Grundlegung der Welt. Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen; (etc.)“
– Aber ebenso wie bei der Definition der „rechten Lehre“, kann man auch hier nicht einwandfrei aus der Bibel begründen, dass „Rechttun“ und „Christsein“ identisch sei. Paulus sagt: „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben; und das nicht von euch aus, denn es ist ein Geschenk Gottes; nicht aus (guten) Taten, damit sich niemand rühme.“ (Epheser 2,8-9) Und über sein eigenes Leben sagt Paulus, dass er „untadelig“ war, was „die Gerechtigkeit des Gesetzes“ betrifft; aber dass er das alles jetzt als Verlust betrachtet, weil er damals Christus nicht kannte (Philipper 3,4-9). Jemand kann also „rechttun“ und dennoch kein Christ sein.
Andererseits zeigt die Lektüre der vier Evangelien, dass Jesus selber den landläufigen Vorstellungen eines „christlichen Verhaltens“ sehr wenig entsprach. Er war z.B. sehr wenig „liebenswürdig“; öfter erregten seine Reden und Taten Ärger und Anstoss. Er hat zwar ab und zu auf wundersame Weise Menschen geheilt und Menschenmengen gespeist; aber er hat nie ein regelmässiges Sozialprogramm daraus gemacht. Er ging zwar gemäss der jüdischen Gewohnheit zur Synagoge; aber meistens nicht als braver Zuhörer, sondern eher als Störefried. Er vertrat keinerlei politisches Programm; aber ebensowenig war er ein angepasster Bürger: er kam derart mit der Obrigkeit in Konflikt, dass er schliesslich von ihr hingerichtet wurde. Ich wage zu behaupten, dass Jesus selber von der Mehrheit derer, die „christliches Verhalten“ betonen, nicht als „Christ“ akzeptiert worden wäre.

Noch eine weitere Definition möchte ich betrachten:

„Christ ist, wer sein Leben Jesus Christus übergeben hat.“
Das ist sozusagen die klassisch-evangelikale Definition. Auch diese kann sich auf verschiedene Bibelstellen abstützen; z.B. Matthäus 16,24-25: „Wenn jemand mit mir gehen will, verleugne er sich selbst, und nehme sein Kreuz, und folge mir nach. Denn jeder, der sein Leben retten will, wird es verlieren; und jeder, der sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden.“
Meine Meinung zu dieser Definition ist: Sie kommt von allen genannten der Wahrheit am nächsten. Aber in der Praxis ist sie so gründlich missverstanden worden, dass sie effektiv nicht mehr viel taugt.
Das Missverständnis kommt hauptsächlich von den sogenannten „Evangelisationen“. Da werden Menschen aufgerufen: „Übergib dein Leben Jesus!“ Aber in der Praxis meint der Prediger damit: „Komm hier nach vorne und sprich ein Gebet, das ich dir vorsage.“ Das ist nicht „Jesus das Leben übergeben“, das ist nur ein (zumeist leeres) Ritual. Es gibt kein einziges Beispiel in der Bibel, wo jemand auf solche Weise Christ geworden wäre!
In Wirklichkeit und in der Praxis ist also obige Definition abgewertet worden zu: „Christ ist, wer das evangelikale Bekehrungsritual durchgeführt hat.“ Diese Vorstellung ist nicht mehr weit entfernt von der erstgenannten, landeskirchlichen und ökumenischen: „Christ ist, wer im Namen des dreieinigen Gottes getauft wurde.“ Es ist Zeit, dass die Evangelikalen aufwachen und erkennen, dass ihr Bekehrungsritual in vielen Fällen genauso leer ist wie das landeskirchliche Taufritual. Das Christsein hängt nicht an einem „Ritual“ oder an einer „Entscheidung“. Christsein hängt an einem übernatürlichen Werk Gottes – und das ist das Entscheidende, was alle bisher genannten Definitionen ausser acht lassen. Darüber mehr in einem zweiten Teil…

Zum Anfang: Warum „christlicher Aussteiger“?

18. Mai 2009

Ich wage es jetzt einmal, dieses Blog zu eröffnen. In erster Linie soll es als Kommunikationsmittel zu meinen Freunden, Verwandten und sonstigen Interessierten – alten und neuen – im deutschen Sprachgebiet dienen.

Warum „christlicher Aussteiger“?

„Christlich“, weil ich für Jesus Christus leben möchte. Was ich darunter genau verstehe, hoffe ich in einem späteren Beitrag auszuführen.

„Aussteiger“, weil ich mich im Lauf meines Lebens immer wieder geführt sah, aus den verschiedensten Umgebungen, Organisationen und Systemen „auszusteigen“ – meistens eben gerade um Jesu willen.

Das sollte nicht überraschen. Hat nicht Jesus selber von seinen Nachfolgern einen radikalen „Ausstieg“ verlangt aus allem, was sie kannten und was ihnen lieb und wert war?

„Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert; wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert; und wer nicht sein Kreuz nimmt und mit mir geht, ist meiner nicht wert.“ (Matthäus 10,37-38).

„Willst du vollkommen sein, dann geh, verkaufe was du hast, und gib es den Armen, dann wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, geh mit mir.“ (Matthäus 19,21)

„Niemand, der die Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes.“ (Lukas 9,62 – übrigens mein Konfirmationsspruch.)

Als ich Christ wurde, bedeutete das einen persönlichen „Ausstieg“ aus manchen Gewohnheiten, Denkmustern und Ansichten, die mir bis dahin selbstverständlich und „natürlich“ gewesen waren.

Seit gut 15 Jahren wohne ich im Hochland von Perú. Das bedeutete den „Ausstieg“ aus meinem Heimatland, aus der mir vertrauten Kultur und Umgebung, und aus manchen Annehmlichkeiten, die mir bis dahin selbstverständlich gewesen waren (wie z.B. eine geheizte Wohnung, Trinkwasser aus dem Wasserhahn, zuverlässige Verkehrsmittel, etc.)

Als Familie sind wir aus dem gegenwärtig als „normal“ angesehenen Schulsystem „ausgestiegen“, weil wir fanden, dass es unseren Kindern nicht zuträglich war – und in Wirklichkeit ist es auch nicht „normal“; aber davon vielleicht ein anderes Mal.

Zudem kam es auch zum „Ausstieg“ aus den meisten Gemeinden und Organisationen, die sich „christlich“ nennen. Das ist wahrscheinlich der „anstössigste“ Aspekt an meinem Leben und an diesem Blog – zumindest für jene Freunde und Bekannten, die sich (noch) zu solchen Organisationen zählen. Aber auch das hat Jesus schon vorausgesehen, und sogar noch Schlimmeres:
„Sie werden euch aus den Synagogen (Kirchen) ausschliessen; und es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, denkt, er leiste Gott einen Dienst. Und das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich kennen.“ (Johannes 16,2-3)

Ich hoffe alle diese Aspekte mit der Zeit gebührend beleuchten zu können.

Soviel für den Anfang.