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Familie Wunderlich erhält Sorgerecht zurück: Kindeswohl nur in Deutschland gefährdet

4. September 2014

Ein Beschluss des Oberlandesgerichts Frankfurt vom 15.August hat der Familie Wunderlich das komplette Sorgerecht für ihre Kinder zurückgegeben. Das ist meines Wissens das erste Mal, dass eine deutsche Behörde die Unrechtmässigkeit staatlicher Vollzugs- (und Gewalt-)Massnahmen gegen Homeschooling-Familien anerkennt. Damit ist ein erster Schritt hin zu einer ordentlichen Rechtsstaatlichkeit getan worden.

Das heisst nun aber noch lange nicht, dass damit auch das Recht der Eltern anerkannt worden sei, ihre Kinder selber zu erziehen und auszubilden. Wie in der Presseerklärung über diesen Beschluss ausgeführt wird, missachtet das Gericht weiterhin die diesbezüglichen Bestimmungen in den internationalen Verträgen, die auch von Deutschland unterzeichnet worden sind. Ja, es hält sogar weiterhin daran fest, das Wohl der Kinder sei „gefährdet“, solange sie sich nicht dem deutschen Schulzwang unterwerfen.

Warum hat das Gericht dann trotzdem entschieden, den Eltern das Sorgerecht zurückzugeben?

Ein Grund scheint darin zu liegen (wie ich aus der Presseerklärung schliesse), dass hier ausnahmsweise einmal anerkannt worden ist, wie unverhältnismässig das staatliche Vorgehen gegen die Familie Wunderlich war: gewaltsame Verschleppung der Kinder; Auferlegung von Kosten im fünfstelligen Bereich; Wegnahme der Pässe, um der Familie die Ausreise aus Deutschland zu verunmöglichen. Notorische Schuleschwänzer, die überhaupt keine Ausbildung erhalten, werden ja nicht so brutal behandelt!

Ein zweiter Grund ist aber ironischerweise genau der, der das Jugendamt und das Familiengericht Darmstadt ursprünglich dazu bewogen hatte, den Wunderlichs das Sorgerecht zu verweigern: nämlich ihr offen angekündigter Plan, nach Frankreich auszuwandern. Solche „Republikflucht“ müsse unbedingt verhindert werden, meinten damals die Darmstädter Richter. Dagegen stellt das Oberlandesgericht fest:

„Hingegen kann der Senat in der Planung der Kindeseltern, mit ihren Kindern ihren Wohnsitz dauerhaft nach Frankreich zu verlegen, keine Kindeswohlgefährdung erkennen. […] Unterliegen die Kinder aber durch eine Verlegung ihres Wohnsitzes nicht mehr der deutschen Schulpflicht, ist eine Einschränkung der elterlichen Rechte unter keinem Gesichtspunkt gerechtfertigt.

Damit hat das hohe Gericht indirekt festgestellt, dass das Kindeswohl von zuhause ausgebildeten Kindern nur in Deutschland gefährdet ist und nirgendwo sonst. Bleibt zu hoffen, dass man irgendwann auch zur Einsicht kommt, dass folgerichtig die Gefährdung vom deutschen Staat ausgeht und nicht von den Eltern. Und dass man die Wunderlichs dieses Mal in Frankreich unbehelligt lässt und nicht von Deutschland aus versucht (wie schon einmal geschehen), sogar dort noch französische Beamte anzuweisen, die deutsche Schulpflicht durchzusetzen.

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Nochmals Richard Wurmbrand

31. August 2014

Richard Wurmbrand ist vor allem bekannt für seine Geschichte als Glaubensgefangener in Rumänien, und für seinen späteren Einsatz für verfolgte Christen in kommunistischen Ländern. Es gibt aber noch einige andere Aspekte seines geistlichen Erbes, die auch nach dem sogenannten „Fall“ des Sowjetkommunismus aktueller denn je sind.

Einer dieser Aspekte kam z.B. in einer Aussage zum Ausdruck, die er einmal in einem Vortrag machte: Schon als er noch in Rumänien im Gefängnis sass, sei eines seiner wichtigsten Gebetsanliegen gewesen, dass im Westen gläubige, bibeltreue Apologeten ausgebildet würden, welche die sogenannt „wissenschaftliche“ Bibelkritik widerlegen könnten.
Die Bibelkritik ist wiederum mit dem Kommunismus verbunden, indem beides Formen der Gottesleugnung sind; und indem die Bibelkritik tatsächlich in Ost und West als wirksames Hilfsmittel der kommunistischen Propaganda eingesetzt wurde und wird.

Richard Wurmbrand ging es nämlich nicht nur um die direkte Hilfe für die Verfolgten. Sein Ansatz war nicht einfach „humanitär“. Er erkannte sehr wohl, dass eine wirklich wirksame Hilfe bei den tieferen Ursprüngen der Verfolgung ansetzen musste; und zu diesen tieferen Ursprüngen gehört insbesondere die kommunistische bzw. totalitäre Ideologie. Deshalb war es ihm ein ebenso wichtiges Anliegen, auch hier im Westen sowohl Kommunisten wie Nichtkommunisten über das wahre Wesen des Kommunismus aufzuklären und vor dessen Gefahren zu warnen. Er versuchte dabei das schwierige Kunststück (das ihm wohl nicht immer gelang), direkte Konfrontation mit liebevoller Überführung zu vereinen, um w.m. Kommunisten nicht nur zu widerlegen, sondern sie zum Glauben an Jesus zu führen. (In der Anfangszeit verwendeten einige der von ihm gegründeten Organisationen den Namen „Jesus to the Communist World“.) Zugleich versuchte er Christen vor einer möglichen kommunistischen Machtübernahme im Westen zu warnen und sie darauf vorzubereiten. Seine Stimme war in dieser Hinsicht so klar, dass er sogar von westlichen Anti-Kommunisten kritisiert wurde, weil seine Äusserungen allzu direkt, „extrem“ und undiplomatisch seien. Dinge unter den Teppich zu kehren war nicht seine Art.

Deshalb gehörten Aufklärungs- und Protestaktionen gegen kommunistisch unterwanderte Organisationen und Veranstaltungen im Westen wesentlich zur Arbeit der von Wurmbrand gegründeten Werke in ihrer Anfangszeit. So war Wurmbrand einer der ersten, der öffentlich vor der kommunistischen (und bibelkritischen) Unterwanderung des ökumenischen Weltkirchenrats warnte. Er verfasste darüber u.a. die Flugschrift „Ist Gott tot, rot und eine Frau?“. Als ich kürzlich eine Google-Suche nach dieser Schrift durchführte, erhielt ich kein einziges Ergebnis; sie ist offenbar einfach von der Bildfläche verschwunden. Seit die Evangelische Allianz und die ihr angeschlossenen Organisationen auf die Linie des Weltkirchenrats eingeschwenkt sind, dürfte diese Schrift wohl auch im evangelikalen Lager als „politisch inkorrekt“ gelten.

Ein anderes Büchlein von Richard Wurmbrand, das anscheinend schon lange nicht mehr neu aufgelegt wurde, ist „Vorbereitung auf die Untergrundkirche“. Er warnt darin Christen im Westen vor einer möglichen kommunistischen Machtübernahme, und was dabei alles geschehen könnte, und wie man sich (v.a. geistlich) darauf vorbereiten könnte.
Allerdings rechnete er anscheinend nicht mit der Möglichkeit, dass eine solche Machtübernahme nicht nur durch einen plötzlichen Umsturz geschehen könnte, sondern ebenso (und vielleicht noch nachhaltiger) durch allmähliche Unterwanderung und (v.a. schulische) „Umerziehung“ des Volkes, wie es gegenwärtig z.B. in Deutschland (und möglicherweise in ganz Europa) geschieht. (Siehe dazu hier.) Das Volk wählt dann die kommunistischen Machthaber ganz demokratisch; und die echten Christen sind gesellschaftlich (und kirchlich!) so weit ausgegrenzt, dass schon gar niemand mehr ihre Verfolgung wahrnimmt.
– Man könnte hier einwenden, die gegenwärtige deutsche Staatsideologie sei etwas ganz anderes als der damalige Sowjetkommunismus. Ja, natürlich. Der Ursprung liegt anscheinend in der „Frankfurter Schule“, die im Vergleich zum Sowjetkommunismus eine grosse Weiterentwicklung darstellt; und zusätzlich sind Elemente aus dem Feminismus und der Gender-Ideologie, aus dem Nationalsozialismus, und von wer weiss woher sonst noch eingeflossen. Der Leser möge diese Ideologie also nennen wie er will; jedenfalls handelt es sich um eine Spielart des Staatstotalitarismus.

Besonders gibt mir zu denken, dass reformierte und Freikirchen – denen wir ja ursprünglich die bis vor kurzem in Europa geltende Religions- und Gewissensfreiheit zu verdanken haben – jetzt Strömungen unterstützen, die auf den Abbau ebendieser Freiheiten abzielen.

Richard Wurmbrands direkter Einsatz für Verfolgte ist (lobenswerterweise) von verschiedenen Organisationen weitergeführt worden. Aber das ist etwas, was auch völlig weltliche Organisationen wie z.B. Amnesty International tun könnten und z.T. ja auch tun. Hingegen scheint es nur wenige Personen zu geben, die seine Aufklärungsarbeit über die antichristliche Unterwanderung des Westens, und insbesondere der westlichen Kirchen, weiterführen. Wie die obigen Beispiele zeigen, sind sogar seine Schriften, die dieses Thema aufgreifen, weitestgehend in Vergessenheit geraten. Dabei wäre gerade das heute dringend notwendig. Noch mehr: Derselbe apologetische Kampf, den Wurmbrand gegen den Weltkirchenrat führte, müsste heute in derselben Weise auch gegen die Evangelische Allianz geführt werden.

 

Wie die Gehirnwäsche im kommunistischen Deutschland funktioniert

4. August 2014

Leider etwas spät fand ich diesen offenen Brief von Dirk Wunderlich, dem Vater der deutschen Familie, der schon seit längerem die Ausreise nach Frankreich verweigert wird, und die ausserdem Opfer gewalttätiger Übergriffe von seiten deutscher Behörden geworden ist:

http://www.freiewelt.net/wie-laut-soll-ich-denn-noch-schreien-oder-die-schulpflicht-der-staat-und-der-tod-10036017/

Wunderlich analysiert darin eingehend, wie Deutschland 1968 eine (von der sogenannten „Frankfurter Schule“ initiierte) Kulturrevolution erlebte, und im Zuge der daraufhin einsetzenden allgemeinen Gehirnwäsche immer mehr zu einem Orwellschen Unrechtsstaat geworden ist. Es versteht sich von selbst, dass die Schulen ein entscheidendes Element dieser Gehirnwäsche sind, und dass von daher die Machthaber insbesondere die Schulpflicht mit brutaler und unverhältnismässiger Gewalt durchsetzen.

Dass die meisten Deutschen gar nicht bemerkt haben, dass diese Revolution stattgefunden hat, ist bei näherem Zusehen gar nicht so verwunderlich. Die Umstürzler haben aus den Erfahrungen des Sowjetkommunismus gelernt und wissen jetzt, dass es mehr Erfolg verspricht, ihre Revolutionen mittels allmählicher „Umerziehung“ des Volkes durchzuführen statt mit direkter Gewalt. „Der lange Marsch durch die Institutionen“ wurde diese verdeckte Operation von der „Frankfurter Schule“ genannt. Offenbar ist dieser lange Marsch jetzt an seinem Ziel angekommen, bevor es die meisten Deutschen überhaupt bemerkt haben.

Man vergleiche dazu den Fall Venezuela. Ausländische Beobachter erkannten ziemlich bald nach der Wahl von Hugo Chavez, dass er das Land allmählich in eine kommunistische Diktatur umgestaltete. Den Venezolanern selber ist das aber mehrheitlich erst in den letzten Jahren klargeworden, und einige haben es immer noch nicht bemerkt. (Als Chavez noch lebte, wurde er z.B. in mehreren evangelikalen Internet-Diskussionsforen als „Christ“ bezeichnet.) Wenn man selber das Ziel unterschwelliger Gehirnwäsche ist, dann bemerkt man das eben viel später als ein Aussenstehender – oder überhaupt nicht. Genau dasselbe geschieht anscheinend in Deutschland.

Es gab zwar einige wenige Warner (z.B. der dieses Jahr verstorbene Theologieprofessor Georg Huntemann), aber sie wurden anscheinend nicht ernst genommen. Man vergleiche auch den aufschlussreichen Artikel „60 Jahre DDR“.

Traurigerweise spürt man aus dem Brief der Wunderlichs auch die Verzweiflung einer Familie, deren psychische und physische Widerstandskraft durch den Staatsterror gezielt zerstört wurde. Und es gibt niemanden in Deutschland, der dagegen aufschreit?! Der Verdacht liegt nahe, dass die gegenwärtige Verfolgung christlicher Familien in Deutschland (schätzungsweise mindestens zwanzig Fälle in den letzten zehn Jahren) nur ein „Probelauf“ an einer gesellschaftlich isolierten Randgruppe ist (mehrheitlich „Homeschooler“), um zu erproben, wie weit man gehen kann, ohne dass die Allgemeinheit anfängt zu protestieren. Gleichzeitig wird daran gearbeitet, immer weiter reichende Gruppen von Christen auf dieselbe Weise gesellschaftlich zu isolieren (indem sie z.B. von der Evangelischen Allianz und verwandten Organisationen als „Fundamentalisten“ u.ä. beschimpft werden), sodass man nach erfolgreichem „Probelauf“ zu einer allgemeinen Christenverfolgung übergehen kann. Ein vereinter Protest zumindest des „evangelikalen“ Sektors könnte diese Entwicklung eventuell noch aufhalten; aber anscheinend hat man daran kein Interesse. Bis jetzt ist mir im deutschsprachigen Raum keine einzige evangelikale Gemeinde oder Gemeindeverband bekannt, und auch kein übergemeindliches Werk, das sich für verfolgte Christen in Deutschland einsetzen würde. Sollte mein Verdacht zutreffen, so werden sich die evangelikalen Organisationen bald vor die Wahl gestellt sehen, sich entweder der Staatsideologie völlig zu unterwerfen (was sie ja ohnehin zunehmend schon tun), oder aber selber verfolgt zu werden.


Zusatz für jene Leser, die über den „Fall Wunderlich“ nicht informiert sind:
Die Familie Wunderlich lebte längere Zeit in Frankreich, musste aber 2012 arbeitshalber nach Deutschland zurückkehren. Doch schon bald nach ihrer Ankunft wurde ihnen das Sorgerecht für ihre vier Kinder entzogen, weil sie aus christlicher Verantwortung ihre Kinder selber erzogen und ausbildeten. Den Kindern wurden die Pässe weggenommen, um eine Rückkehr der Familie nach Frankreich zu verhindern. Im Jahre 2013 überfiel ein Aufgebot von 40 Polizisten das Heim der Wunderlichs und verschleppte die Kinder an einen unbekannten Ort. Nach einem längeren juristischen Seilziehen durften die Kinder zwar nach Hause zurückkehren, aber nur unter der Auflage, dass sie eine staatliche Schule besuchen würden; und der Familie wurde gerichtlich die definitive Wegnahme der Kinder angedroht für den Fall, dass sie Deutschland verlassen würden. Das Sorgerecht und die Pässe der Kinder haben sie bis jetzt nicht zurückerhalten. Diese Familie wird also nach bewährter DDR-Tradition in ihrem eigenen Land gefangengehalten, nur weil sie in ein Land ziehen möchten, wo sie ihre elterlichen Rechte frei ausüben dürfen. Für dieses Ansinnen wurden sie in Deutschland ihrer Elternrechte sowie ihres Menschenrechts auf Freizügigkeit beraubt, und sowohl Eltern wie Kinder stehen in Gefahr, der Freiheit überhaupt beraubt zu werden. So ist es um die „Rechststaatlichkeit“ im Deutschland des 21.Jahrhunderts bestellt.

Siehe dazu auch die Presseerklärung vom Dezember 2013.

China bereits freier als Deutschland?

25. Oktober 2013

In einem früheren Artikel habe ich gemutmasst, dass in nicht allzuferner Zukunft China die westlichen Länder auch hinsichtlich Freiheit und Menschenrechten zurechtweisen müsse. Das fängt jetzt tatsächlich an zu geschehen. Zwar noch nicht auf offizieller Ebene, aber in einem privaten Blog-Kommentar. Auf der Seite http://wunderlich-children.com hat ein Chinese einen Kommentar eingestellt, der in deutscher Übersetzung wie folgt lautet:

„Uns in China liegt es daran, dass die Wunderlich-Kinder freigelassen werden. Das ist eine traurige Situation, wenn ein beschäftigtes Regierungsamt seine Zeit darauf verschwenden muss, kleine Kinder zu traumatisieren, statt seine Pflicht zu erfüllen, jenen Familien zu helfen, die wirklich ihre Kinder vernachlässigen oder missbrauchen.

Wir dachten, Deutschland sei ein hochentwickeltes Land. Ist (dieses Land) derart paranoid, dass es nicht tolerieren kann, wenn Eltern ihre eigenen Kinder in einer liebenden Umgebung lehren? Die meisten entwickelten Länder verstehen, dass Homeschooling eine Eins-zu-Eins-Situation oder zumindest eine Mentoring-Situation ist. Das ist grossartig, um die Fähigkeiten zum kreativen Problemlösen und zum kritischen Denken zu entwickeln. Warum sollte eine Nation davor Angst haben? Es würde Eure Nation stärken. Ihr solltet die Eltern dazu ermutigen, sich mehr um das Leben ihrer Kinder zu kümmern. Die Untersuchungen zeigen beständig, dass dies die besten Studenten hervorbringt.

Wir bildeten unsere Kinder zuhause aus, und jetzt sind sie an der Universität und erhalten die höchsten Ehren und Bestnoten. Warum sollte man davor Angst haben? (…)

Sun Bao Ling“

Tatsächlich erlebt China – obwohl immer noch offiziell ein kommunistisches Land – anscheinend den Beginn eines Homeschooling-Booms, der von den Behörden stillschweigend toleriert wird. So berichtet Rachel Terry im März 2012 nach einem China-Aufenthalt: (Original-Artikel bei http://www.kgnw.com/homeschool/11689022/)

„Im Jahre 2005 veröffentlichte China Daily ein Interview mit einem Lehrer am Baiyun-Institut in Guangzhou, der seine neunjährige Tochter zuhause ausbildete. Der Vater, Wei Yuan, sagte, er hätte sich dazu entschieden, weil die Lehrmethoden der Schule „veralbernd“ seien. „Die Kinder müssen ihre Additionen wieder und wieder wiederholen, und es wird ihnen nicht erlaubt, sich offen in Aufsätzen auszudrücken.“

Der inzwischen berühmte Han Han kann sich damit identifizieren. Seine Eltern erlaubten ihm, die Sekundarschule abzubrechen, die in China strenger ist als in den USA. Die Schulen wussten nicht, was sie mit Han Han anfangen sollten. Als er noch in der Schule war, gewann er den ersten Preis in Chinas landesweitem Schreibwettbewerb, fiel aber im selben Schuljahr in sieben Fächern in der Jahresabschlussprüfung durch.

Nachdem er die Schule verlassen hatte, begann er wie wild zu schreiben. Von seinem ersten Roman, „Die dreifache Tür“, wurden über zwei Millionen Exemplare verkauft. Es ist damit Chinas meistverkauftes literarisches Werk der letzten zwanzig Jahre. Ein anderer seiner Romane wurde in Hollywood verfilmt. (…) Han Han gedeiht offenbar, ohne eine traditionelle chinesische Bildung erhalten zu haben. Die Leute sprechen darüber und verwundern sich.“

Obwohl Homeschooling von Gesetzes wegen in China einer strengen Bewilligungspflicht unterliegt, gehen die Behörden anscheinend selten gegen Familien vor, die ohne Bewilligung ihre Kinder zuhause ausbilden. Gemäss dem oben zitierten Artikel hat es zwar einige wenige Gerichtsfälle gegeben, aber keinen Fall, in welchem die Behörden ein zuhause ausgebildetes Kind gezwungen hätten, zur Schule zu gehen. Im Juli dieses Jahres hat sogar China Radio International wohlwollend über die chinesische Homeschooling-Bewegung berichtet.

Gemäss einem kürzlichen Bericht im renommierten „Wall Street Journal“ meldeten sich auf eine Internetumfrage eines Forschungsinstituts in Beijing 18’000 Eltern, die sich zum Homeschooling entschieden hatten. (Nach anderen Quellen werden in China bereits 18’000 Kinder tatsächlich zuhause ausgebildet.) 54% der Eltern begründeten ihre Entscheidung damit, sie seien nicht einverstanden mit der strengen Lehrphilosophie der traditionellen Schulen. 6% gaben religiöse Gründe an, darunter viele Christen.

Die Umfrage fand auch, dass in China mindestens 100’000 Kinder keine traditionellen Schulen besuchen, sondern private Alternativschulen verschiedenster Ausrichtungen, inbegriffen kirchliche Schulen. Eine bemerkenswerte Bildungsvielfalt und -freiheit für ein „kommunistisches“ Land!

Bildungsfreiheit ist ein wesentlicher Indikator für den allgemeinen Grad der Freiheit, die ein Land geniesst. Zumindest nach diesem Indikator gemessen, ist China offenbar bereits ein freieres Land als z.B. Deutschland oder Schweden.

– Nur so aus Neugier habe ich nebenbei ein paar Statistiken über einen anderen klassischen Freiheitsindikator angesehen, nämlich die Bedingungen, die der Staat der Privatwirtschaft auferlegt (also die wirtschaftliche Freiheit). Siehe z.B. http://data.worldbank.org/topic/private-sector. In dieser Hinsicht sind gegenwärtig die Bedingungen in Deutschland (noch) günstiger als in China. Es fällt aber auf, dass in praktisch allen Bereichen die Freiheit in China rapide zunimmt, während sich in Deutschland die Bedingungen nur zögerlich verbessern, oder sich sogar verschlechtern. So hat z.B. zwischen 2008 und 2012 in Deutschland der durchschnittliche Zeitaufwand für einen Unternehmer zugenommen, die steuerlichen Formalitäten zu erledigen, während er in China um 23% abgenommen hat. – Der durchschnittliche Gesamtsteuerfuss für Unternehmen ist gemäss den Weltbank-Daten zwischen 2008 und 2012 in Deutschland von 50,5% auf 46,8% gesunken (3,7 Prozentpunkte), in China aber im selben Zeitraum von 79,9% auf 63,7% (16,2 Prozentpunkte). Rechnet man die Daten hoch, so findet man, dass ca. ab 2020 die steuerlichen Bedingungen für Unternehmer in China voraussichtlich besser sein werden als in Deutschland, falls sich die gegenwärtigen Tendenzen in derselben Weise fortsetzen. Auch dieser Indikator bestärkt also die Annahme, dass freiheitsliebende Menschen bald in China besser aufgehoben sein werden als in Deutschland.

„Du sollst den Namen des HERRN nicht missbrauchen“

6. Oktober 2013

„Sie reden in meinem Namen, aber ich habe sie nicht gesandt“, sagte Gott über die falschen Propheten. Es ist anzunehmen, dass er dasselbe über ein gewisses Internetportal zu sagen hätte, das sich ganz unverschämt „Jesus.de“ nennt. Nicht nur dürfte es den Betreibern schwerfallen, ein göttliches Mandat zur Vertretung der Person Jesu im Internet nachzuweisen; sondern die dort veröffentlichten Nachrichten und Kommentare verherrlichen auch zu einem grossen Teil nicht Jesus, sondern verhandeln blosse weltliche Kirchenpolitik. Das ist ein eklatanter Verstoss gegen das dritte Gebot (Missbrauch des Namens Gottes).

Es gibt auf jenem Portal zwar eine ausführliche Sektion mit dem Titel „Fast alles über Jesus“. Aber was für ein „Evangelium“ wird da verkündet? – Zitat:

„Gott ist bereit, die Verantwortung für deine Schuld zu übernehmen. Eigentlich hat er es schon damals am Kreuz vor den Toren Jerusalems getan und es kann auch für dein Leben Wirkung haben – aber nur, wenn du es zulässt.
(…) Gott sein Leben anzuvertrauen ist wie zu seinem liebenden Menschen zu gehen und sich in seinen Schoß zu setzen. Das kann zum Beispiel ein einfaches Gebet sein, in etwa so:
Gott,
ich möchte dir mein Leben anvertrauen. Bitte trage du die Verantwortung für meine Schuld.
Hefte du alles, wo ich je an dir und an anderen Menschen schuldig geworden bin, und sicherlich auch noch schuldig werde, an das Kreuz von Golgatha. (…)“

Zuerst einmal fällt auf, dass hier die Bedeutung und die Wirkung des Opfers Jesu ganz in das Belieben des Menschen gestellt wird. Die Erlösung wird lediglich als ein „Angebot“ dargestellt (so weiter oben im Text), das der Mensch „annimmt“ bzw. „zulässt“. Damit werden die Rollen vertauscht: Der Mensch befiehlt, Gott gehorcht. Aber Jesus und seine Apostel haben nie die Menschen dazu aufgerufen, „ein Angebot anzunehmen“! Vielmehr riefen sie dazu auf, von der Sünde umzukehren und sich der Herrschaft Jesu zu unterstellen. (Matth.4,17; Lukas 24,47; Apg.2,36-40; 7,51-53; 10,42-43; 14,15; 17,30-31; 26,18-20; u.a.) Im biblischen Evangelium geht es nicht darum, ob ich mich dazu herablasse, gnädigerweise Gott und sein Angebot „anzunehmen“. Im Gegenteil, es geht darum, ob Gott mich annehmen kann!

Schockierend ist zudem die Aussage, dass Gott „die Verantwortung für meine Schuld“ übernähme. „Verantwortung übernehmen“ bedeutet doch: Für das eigene Verschulden geradestehen; die Sünde bekennen statt sie zu leugnen; und davon umkehren. Also genau das, was Gott von mir erwartet, damit er mich annehmen kann. Aber jesus.de stiftet seine Leser dazu an, Gott die Verantwortung zuzuschieben. Etwa so wie Adam, der auf Gottes Frage „Hast du von dem verbotenen Baum gegessen?“, nicht mit einem schlichten „Ja“ antworten konnte. Stattdessen sagte er: „Die Frau, die du mir gegeben hast, hat mir von dem Baum gegeben.“ Mit anderen Worten: „Ich bin nicht verantwortlich; du bist schuld, dass ich gesündigt habe.“ Ja, der in Sünde gefallene Adam wäre ein vorbildlicher Christ nach der jesus.de-Theologie.
Das oben zitierte „Übergabegebet“ (es ist an sich schon eine unbiblische Lehre, dass man durch das Sprechen eines „Übergabegebets“ zu einem Christen würde) lehrt ausserdem den an Jesus interessierten Sünder, von vornherein mit weiterem fortgesetztem Sündigen zu rechnen. Das ist billige Gnade in Reinkultur. Eine Erlösung von der Macht der Sünde gibt es in diesem „Evangelium“ nicht. Im Gegenteil: Man sündigt fröhlich weiter und macht sogar noch Gott dafür verantwortlich. Dann kann man also, wie seinerzeit eine deutsche „Bischöfin“, betrunken am Steuer durch die Gegend rasen und sagen: „Macht nichts, Gott trägt die Verantwortung dafür“? – Nein, das hat Frau Kässmann nicht gesagt. Sie hat nach dem Vorfall zugegeben, dass sie für ihr Verschulden verantwortlich war, und ist folgerichtig von ihrem Amt zurückgetreten. Damit hat sogar diese erzliberale, modernistische Theologin mehr Integrität bewiesen, als die jesus.de-Theologie einem Christen für zumutbar hält.

Noch bedenklicher wird die Sache, wenn man in Betracht zieht, was alles in diesem falschen „Evangelium“ nicht vorkommt. Da steht kein Wort davon, dass ein Christ dem Vorbild Jesu folgt (1.Joh.2,6), seine Gebote hält (1.Joh.2,3-5), die Welt nicht lieb hat (1.Joh.2,15-17), sein Leben verliert um Jesu willen (Matth.16,24-26) – kurz, sich Jesus als dem absoluten HERRN unterstellt. In diesem falschen Konzept von Bekehrung findet kein Herrschaftswechsel statt. Trotz allem Gerede von „Gott sein Leben anzuvertrauen“ bleibt in Tat und Wahrheit der sündige Mensch weiterhin auf seinem eigenen Thron sitzen.

Um ganz sicherzugehen, dass ich nichts übersehen habe, habe ich auf der erwähnten Website mehrere Global-Suchen nach „Herrschaft Jesu“ und verwandten Begriffen durchgeführt. Kein Ergebnis. Nirgendwo auf dieser Website wird etwas darüber gesagt, was es bedeutet, dass Jesus der HERR über alles ist, oder dass ein Christ Jesus gehorcht.

Auch in der Berichterstattung zum „Fall Wunderlich“ wird deutlich, dass die Betreiber dieses Portals die Souveränität Jesu als HERR nicht anerkennen. Da wird unkritisch und einseitig die beschönigende Darstellung der Behörden übernommen, und die Familie Wunderlich als Gesetzesbrecher hingestellt. Die Sichtweise der betroffenen Familie kommt dagegen überhaupt nicht zur Sprache. Ebensowenig kommt zur Sprache, wem im Konfliktfall zu gehorchen sei: Gott oder der weltlichen Obrigkeit? (Apg.5,29) Und aus den Leserkommentaren ist ersichtlich, dass anscheinend die Mehrheit der Leser die Anschauungen der Redaktion teilt. Das ist kein gutes Omen für die Zukunft eines biblischen Christentums in Deutschland. Was ist davon zu halten, wenn ein „christliches“ Medium über eine christliche Familie ausschliesslich vom Standpunkt ihrer Feinde aus berichtet? Wird sich die deutsche Geschichte in baldiger Zukunft wiederholen?

Wie würde sich das ausnehmen, wenn über die Verfolgung von Christen in anderen Ländern wie z.B. China ebenso einseitig aus der Sichtweise des Staates berichtet würde? Etwa so:

„Vergangene Woche wurde der chinesische Dissident Li Sheng (Name frei erfunden) verhaftet und in einem summarischen Verfahren zu einer fünfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, weil er fortgesetzt illegale Versammlungen abgehalten hatte. Nach Auskunft der zuständigen Behörde war dieser Schritt unumgänglich geworden, nachdem Li jahrelang entsprechende Verwarnungen missachtet hatte. Er hatte in seiner Unnachgiebigkeit sogar das Kompromissangebot ausgeschlagen, sich der gesetzlich zugelassenen Drei-Selbst-Kirche anzuschliessen. Bei der Verhaftung sei es ruhig und ordentlich zugegangen, und eine angebrachte Behandlung des Häftlings sei sichergestellt, informierte der zuständige Beamte.“

Und dazu noch einige „christliche“ Leserkommentare wie:

„Recht so! Diese Gesetzesbrecher gehören alle eingesperrt. Wem sogar die Kirche noch zuwenig fromm ist, der muss ja gefährlich extreme Anschauungen haben.“

Oder:

„Unglaublich, dass sich sogar Christen dazu hergeben, die staatlichen Gesetze zu missachten. Hat dieser Herr noch nie davon gehört, dass man sich der Obrigkeit unterordnen soll (Römer 13,1)? Offensichtlich gehört er einer sektiererischen Randgruppe an. In diesem Zusammenhang von ‚Christenverfolgung‘ zu sprechen, ist eine Verleumdung der chinesischen Regierung.“

Den Christen der ersten Jahrhunderte war es sonnenklar, dass Christsein bedeutet, Jesus als HERRN über alle Lebensbereiche und über alle weltlichen Machthaber anzuerkennen. Deshalb weigerten sie sich, bestimmte Bürgerpflichten wie z.B. das vorgeschriebene Weihrauchopfer an den Kaiser zu erfüllen. Der christliche Apologet Francis Schaeffer erklärt hierzu:

„Wir dürfen nicht vergessen, warum die Christen getötet wurden. Sie wurden nicht getötet, weil sie Jesus anbeteten. In der römischen Welt gab es zahlreiche verschiedene Religionen. (…) Niemand kümmerte sich darum, was man anbetete, solange der Anbetende nicht die Einheit des Staates störte, deren Mittelpunkt die formale Anbetung des Kaisers war. Die Christen wurden getötet, weil sie Rebellen waren. (…) Was die Cäsaren nicht tolerieren wollten, war die Exklusivität, mit der sie nur den einen Gott anbeteten. Das galt als Landesverrat. (…) Hätten sie Jesus und Cäsar angebetet, wäre ihnen nichts geschehen (…)
Wir können den Grund, warum die Christen verfolgt wurden, auch auf eine andere Weise ausdrücken: Keine totalitäre Autorität, kein autoritärer Staat kann diejenigen tolerieren, die einen absoluten Massstab besitzen, nach dem sie diesen Staat und seine Handlungen beurteilen. Die Christen hatten einen solchen absoluten Massstab in der Offenbarung Gottes. Weil die Christen einen absoluten, universal gültigen Massstab hatten, nach dem sie nicht nur die persönliche Ethik, sondern auch das Verhalten des Staates beurteilen konnten, galten sie als Feinde des totalitären Roms und wurden den wilden Tieren vorgeworfen.“
(Aus Francis Schaeffer, „Wie können wir denn leben?“)

Genau diese Situation haben wir auch heute wieder. Es herrscht ein Anschein von Religionsfreiheit, da ja jeder anbeten kann, wen oder was er will. Das Handeln des Staates nach übergeordneten Massstäben zu beurteilen, gilt aber als ungesetzlich und zieht Verfolgung nach sich. Christen dürfen zwar „privat ihre Religion ausüben“ (was auch immer darunter zu verstehen ist). Sobald sie aber versuchen, auch in ihrem familiären und gesellschaftlichen Zusammenleben der HERRSCHAFT Jesu gemäss zu leben, werden sie angeklagt, eine „Parallelgesellschaft“ errichten zu wollen (d.h. dem totalitären Herrschaftsanspruch des Staates ausweichen zu wollen), und werden dementsprechend verfolgt. Die deutsche Staatsideologie unterscheidet sich in ihrem Wesen nicht von der altrömischen: die Staatsregierung wird absolut gesetzt, d.h. vergöttlicht. Wer in dieser Konfliktsituation dem Staat den Vorrang gibt über dem Anspruch Jesu, der hat nicht verstanden, was es bedeutet, Jesus den HERRN zu nennen. Auf Englisch hat es einmal jemand so gesagt: „Either Jesus is Lord of all, or he is not Lord at all.“ („Entweder ist Jesus Herr über alles, oder er ist überhaupt nicht Herr.“)

Nachfolge Jesu bedeutet, in allem den Willen des HERRN zu tun (Matth.7,21, Lukas 6,46). Der Wille Gottes beschränkt sich nicht auf einen religiösen Privatbereich. Es gibt klare biblische Anweisungen z.B. über Geschäfte und den Umgang mit Geld; über Kindererziehung; über die Aneignung und Anwendung von Wissen; über die Hilfe an Bedürftige; über den Staat und die Regierung; u.v.m. – Was die Kindererziehung betrifft, so gehört diese aus biblischer Sicht eindeutig zum Autoritätsbereich der Familie. Eltern werden angewiesen, ihre Kinder dem Willen Gottes gemäss zu erziehen und zu lehren (5.Mose 6,6-9, Psalm 78,5-8, Epheser 6,4, u.a.). Kinder werden angewiesen, ihre Eltern zu ehren, ihnen zu gehorchen und von ihnen Belehrung anzunehmen (2.Mose 20,12, Sprüche 4,1-5, Epheser 6,1-3, u.a.). Es gibt keinerlei entsprechenden Gebote betreffend den Staat, Schulen, oder andere Institutionen. Die Kinder gehören Gott, nicht dem Staat; und Gott hat die Erziehung und Ausbildung der Kinder an die Eltern delegiert.

Es kann offensichtlich nur eine einzige absolute Herrschaft geben; und diese absolute Herrschaft relativiert alle anderen Gewalten. Wenn wir Jesus als HERRN anerkennen, bedeutet das, seinem Willen in allem den Vorrang zu geben vor allen anderen Gewalten. Die Konfliktpunkte können dabei je nach historischem, gesellschaftlichem und kulturellem Umfeld ganz verschieden aussehen. Im Römischen Reich war das Opfer für den Kaiser der hauptsächliche Kristallisationspunkt des Konflikts. Zur Reformationszeit war es der Ablasshandel und die Kindertaufe. Im heutigen Europa kristallisiert sich der Konflikt offensichtlich um die Rechte der Eltern und den Schutz der Familie, was sich z.B. im Bereich der Lebensrechts- und Sexualethik äussert. In Deutschland kommt dazu die völlig unverhältnismässige Erzwingung der Schulpflicht, deren Brutalität weltweit ihresgleichen sucht. Die deutschen Kirchen und ihr obenerwähntes Internetportal stellen sich in diesem Konflikt auf die Seite des Staates. Sie wollen Jesus und den Kaiser anbeten. Damit verabsolutieren sie aber den Staat (im Gegensatz zur Herrschaft Christi) und fördern somit den staatlichen Totalitarismus. Sie fügen sich so „politisch korrekt“ in die gegenwärtige Weltordung ein, verleugnen aber den exklusiven Herrschaftsanspruch Gottes zugunsten des Götzen „Staat“. Ihr Anspruch, den biblischen Jesus zu vertreten, verliert damit jegliche Legitimität.

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Deutsche Behörden sind eine Verbrecherbande

1. September 2013

Wiederum haben deutsche Behörden eine gewalttätige mehrfache Kindesentführung begangen. Über den Vorfall kann u.a. hier (deutscher Kommentar) und hier (englischsprachiger Bericht) nachgelesen werden. Deutschland kann jetzt wirklich keinerlei Anspruch mehr darauf erheben, ein zivilisiertes Land genannt zu werden.

Auch scheint sich zu wiederholen, was bereits in der Hitlerzeit der Fall war, nämlich dass die sogenannten Christen (allen voran die Evangelikalen!!) eine solche Diktatur, welche ernsthafte Christen gewalttätig verfolgt, auch noch unterstützen. Verfolgte Christen in Deutschland werden regelmässig von ihren eigenen Glaubensgeschwistern im Stich gelassen. Hilfswerke, die sich angeblich für verfolgte Christen einsetzen (Open Doors, Hilfsaktion Märtyrerkirche) schauen einfach weg und machen sich damit zu schweigenden Komplizen.

Eine Google-Suche nach Nachrichten und Kommentaren zu diesem neusten Fall staatlicher Unterdrückung und Verfolgung ergab fast ausschliesslich englischsprachige Resultate. „Deutsche Christen“ (!!!) schweigen anscheinend dazu – mit Ausnahme derjenigen, die selber zu den Verfolgten gehören.

Nun hat ja schon vor Jahrhunderten Augustin in seinem „Gottesstaat“ erklärt, dass Staatsregierungen im Grunde nichts als grosse Räuberbanden sind, die den vorangegangenen Räuberbanden ihre Beute wegnahmen und sich lediglich aufgrund ihrer überlegenen Macht eine scheinbare Legitimität verschafften. An dieser alten Wahrheit hat sich offenbar auch unter den Bezeichnungen „Rechtsstaat“ und „Demokratie“ in Wirklichkeit nicht viel geändert, wie das jüngste Beispiel zeigt.

– Nachtrag: Bei einer neuerlichen Google-Suche sind jetzt doch auch einige deutschsprachige Artikel über diesen Fall aufgetaucht. Insbesondere möchte ich meine Aussage über das Schweigen deutscher Christen dahingehend relativieren, dass idea lobenswerterweise diesen Fall publik gemacht hat. Aber natürlich könnte idea noch sehr viel mehr tun, als nur darüber zu berichten. Z.B. Gebetsketten, Hilfs- und Protestaktionen starten; die Drahtzieher dieses Überfalls kritisch interviewen; den Aufenthaltsort der Wunderlich-Kinder ausfindig machen; usw.

Eine deutsche Übersetzung des Berichts von HSLDA kann hier eingesehen werden.

Die Untergrundkirche in Deutschland – Offener Brief an die „Hilfsaktion Märtyrerkirche“

20. Juni 2013

Sehr geehrte Hilfsaktion Märtyrerkirche in Deutschland,

vor einem Monat habe ich Sie zweimal per e-Mail auf zwei Fälle von Verfolgung deutscher Christen aufmerksam gemacht und Sie gebeten, sich für die Betroffenen einzusetzen und über diese Fälle zu informieren. Da ich bis jetzt darauf keine Antwort erhalten habe, veröffentliche ich jetzt diesen Brief in meinem Blog.

Sie setzen sich für verfolgte Christen in anderen Ländern ein, aber über die Verfolgung in Ihrem eigenen Land schweigen Sie. Der argentinische Zweig Ihres Hilfswerks hat mehrmals über das Leiden deutscher christlicher Familien berichtet (http://lavozdelosmartires.com.ar/), ebenso ähnliche Hilfswerke in den USA; aber auf Ihrer Website ist nichts darüber zu finden.

Richard Wurmbrand, der Gründer Ihres Werks, war vierzehn Jahre lang in Haft, weil er zuallererst in seinem eigenen Land Rumänien für die Wahrheit und das Wort Gottes aufgestanden war. Sicher kennen Sie den folgenden Abschnitt aus seiner Lebensgeschichte:

„Nachdem die Kommunisten einmal zur Macht gekommen waren, gebrauchten sie meisterhaft das Mittel der Täuschung gegenüber den Kirchen. Denn die Sprache der Liebe und die Sprache der Verführung klingen gleich. (…) Als die Kommunisten die Macht innehatten, wussten Tausende von Priestern, Pfarrern und Predigern die beiden Sprachen nicht zu unterscheiden.
Die Kommunisten beriefen einen Kongress aller christlichen Körperschaften in unserem Parlamentsgebäude in Bukarest. Dort waren viertausend Prediger, Pastoren und Prediger aller Religionsgemeinschaften versammelt. Diese viertausend Geistlichen wählten Joseph Stalin zum Ehrenpräsidenten dieses Kongresses. Gleichzeitig war Stalin amtierender Präsident des Weltverbandes der Gottlosenbewegung und ein Massenmörder von Christen. Aber einer nach dem anderen, ob Bischof oder Pfarrer, erhob sich in unserem Parlament und erklärte öffentlich, dass der Kommunismus und das Christentum in ihren Grundlagen gleich seien und friedlich nebeneinander bestehen könnten. Ein Geistlicher nach dem andern fand preisende Worte für den Kommunismus und versicherte der neuen Regierung die treue Mitarbeit der Kirche.
(…) Meine Frau sass neben mir und sagte zu mir: „Richard, steh auf und wasche diese Schande vom Antlitz Christi! Sie speien ihm ins Gesicht.“ Ich sagte zu meiner Frau: „Wenn ich das tue, verlierst du deinen Mann.“ Sie erwiderte: „Ich möchte keinen Feigling zum Mann haben.“
Da stand ich auf und sprach zu diesem Kongress, und ich pries nicht die Mörder der Christen, sondern Christus und Gott und sagte, dass wir zuallererst Ihm unsere Treue schulden. (…) Später musste ich dafür bezahlen, aber das war es wert gewesen.“
(Aus Richard Wurmbrand, „Gefoltert für Christus“, 1967)

Heute befindet sich Ihr Land, Deutschland, in einer ähnlichen Situation. Pfarrer, Prediger und Pastoren preisen dieses Land als einen „Rechtsstaat“, und erwähnen mit keinem Wort, dass dieser Staat den hingegebensten Christen, die ihren biblischen Erziehungsauftrag ernst nehmen, ihre Kinder wegnimmt, sie um ihr Hab und Gut bringt, und nicht wenige von ihnen ins Gefängnis gesperrt hat. Im Gegenteil, diese verfolgten Familien werden von prominenten Kirchenführern als Kriminelle hingestellt. Genauso wurden im seinerzeitigen Ostblock die Leiter der Untergrundkirche von den staatshörigen Leitern der registrierten Kirchen diffamiert. Die christlichen Homeschool-Familien in Deutschland verkörpern effektiv das, was Ihr Werk in den ersten Jahrzehnten seines Bestehens vertreten hat und wofür Richard Wurmbrand ein leuchtendes Symbol geworden ist, nämlich die Untergrundkirche. Das Wohnzimmer ist ihr Versammlungsort, und der geheime Unterricht ist ihr Gottesdienst.
In dieser Situation müsste ein ebenso klares Wort gesprochen werden, wie es Richard Wurmbrand damals auf dem Predigerkongress in Bukarest gesprochen hat. Aber Sie sind anscheinend nicht dazu bereit, dieses Wort zu sprechen. Damit verleugnen Sie das geistliche Erbe Ihres Gründers und machen Ihren Einsatz in anderen Teilen der Welt unglaubwürdig.

Zu Ihrer Information eine (längst nicht vollständige) Auswahl von Fällen von Christenverfolgung in Deutschland:

  • Im vergangenen Monat wurde für Thomas und Marit Schaum aus Fritzlar eine sechsmonatige Gefängnisstrafe gefordert, weil sie aus christlicher Überzeugung ihre Kinder selber erziehen. Diese Strafe wurde dann vom Gericht in eine hohe Geldbusse umgewandelt.
  • Im September 2012 wurde einem Elternpaar in Darmstadt die elterliche Sorge für ihre vier Kinder entzogen, weil sie diese aus christlicher Verantwortung zuhause ausbildeten.
  • Im Jahre 2010 wurden in Salzkotten mehrere christliche Elternpaare während bis zu 40 Tagen inhaftiert, nur weil sie aus Glaubens- und Gewissensgründen ihre Kinder nicht an der pornographischen Schultheateraufführung „Mein Körper gehört mir“ teilnehmen lassen wollten.
  • Die christlichen Aktivisten Johannes Lerle, Günter Annen und Winfried Pietrek verbrachten insgesamt über ein Jahr in Haft, weil sie Flugblätter gegen die Tötung ungeborener Kinder geschrieben und verteilt hatten.
  • Im Jahre 2008 wurden Jürgen und Rosemarie Dudek aus Archfeldt zu 90 Tagen Gefängnis verurteilt, weil sie ihre Kinder selber erziehen.
  • Im Jahre 2007 wurde die 15-jährige Melissa Busekros in Nürnberg von einem Aufgebot von fünfzehn(!) Polizisten von zuhause entführt und in einer psychiatrischen Klinik interniert, obwohl sie völlig gesund war. Gleichzeitig wurde ihren Eltern mitgeteilt, ihnen sei hiermit die elterliche Sorge für Melissa entzogen. Auch in diesem Fall bestand ihr einziges „Verbrechen“ darin, dass sie aus Glaubens- und Gewissensgründen ihre elterliche Verantwortung wahrgenommen und Melissa selber erzogen hatten.
  • Im Jahre 2006 drang die Polizei mehrmals mit Gewalt in das Heim der Familie Romeike ein und schleppte ihre Kinder unter Gewaltanwendung zur Schule. Es wurde ihnen mit Kindesentzug und Gefängnis gedroht, insgesamt fünfstellige Bussgelder auferlegt, und kurz vor ihrer Flucht in die USA ein Enteignungsverfahren eingeleitet, aufgrund dessen sie bei einer allfälligen Rückkehr nach Deutschland ihr Hab und Gut verlieren würden. Ein US-amerikanisches Gericht erteilte den Romeikes im Jahre 2010 aufgrund dieser Umstände politisches Asyl.
  • In den Jahren 2005 und 2006 wurde mehreren russlanddeutschen Baptisten im Raum Paderborn das Sorgerecht über ihre Kinder entzogen; mehrere wurden inhaftiert und gebüsst; und einige dieser Familien flohen ins Ausland. Der Hauptverantwortliche dieser Verfolgung, Landrat Sven Adenauer, gab als Motiv an: „Fundamentalisten haben bei uns nichts zu suchen.“ Die betroffenen Familien äusserten, das Vorgehen der deutschen Behörden sei mit der Verfolgung vergleichbar, die sie seinerzeit in der Sowjetunion erlitten hatten.
  • Im April 2000 brachen drei Polizisten gewaltsam in das Haus von Johann Harder in Schloss Holte-Stukenbroch ein, warfen Möbel um und zerbrachen seine Kamera, als er die angerichteten Verwüstungen fotografieren wollte. Dann führten sie seine elfjährige Tochter Anna ab. Der Schock bewirkte, dass Harders Frau ihrem Baby keine Milch mehr geben konnte. Harder musste zudem Bussgelder von mehreren tausend Euro bezahlen, und eine Gefängnisstrafe wurde angedroht.
  • Bereits im Jahre 1985 wurde der Professorin Adelgunde Mertensacker aus Dortmund der Lehrauftrag entzogen, weil sie in einer Vorlesung gesagt hatte: „Das menschliche Leben beginnt mit der Zeugung. … Abtreibung ist Tötung eines Menschen in der Entwicklung.“
  • (Editiert) In einem weiteren Fall bin ich von der betroffenen Familie gebeten worden, ihren Namen nicht bekanntzugeben.

Die Anzahl der Fälle, die nicht öffentlich bekannt werden, dürfte beträchtlich höher sein. Es wird geschätzt, dass zur Zeit rund 40 deutsche Familien – mehrheitlich bibeltreue Christen – aus ähnlichen Gründen Gerichtsprozesse hängig haben. Dazu kommt eine wahrscheinlich noch höhere Zahl von Familien, die nur deshalb nicht Verfolgungsopfer wurden, weil sie rechtzeitig ins Ausland flüchten konnten.

  • Aber einige von ihnen werden nicht einmal im Ausland in Ruhe gelassen. Im Jahre 2009 erschienen auf Geheiss der deutschen Behörden zwei Sozialarbeiter und zwei Polizisten am vorübergehenden Aufenthaltsort der Familie Wunderlich in St.Leonard (Frankreich), und führten ihre vier Kinder ab, weil sie „sozial isoliert“ seien und weil „Fluchtgefahr“ bestünde (wobei keines dieser Argumente der Wahrheit entsprach).

Deutschland wird damit punkto staatlicher Christenverfolgung innerhalb der westlichen Welt höchstens noch von Mexiko und Kuba übertroffen.

Eigentlich wäre die Aufklärungsarbeit über diese Dinge ja Ihre Aufgabe, nicht meine!

Mir scheint, Ihnen ist nicht klar, was diese Situation für den Fortbestand Ihres eigenen Werks bedeutet. Wenn die Entwicklung hin zum totalitären Polizeistaat unwidersprochen weitergeht, dann wird das in absehbarer Zeit auch für Ihre Arbeit das Aus bedeuten. Gerade die sogenannte Homeschool-Bewegung ist in Deutschland die einzige noch funktionierende Bewegung gegen den Staatstotalitarismus:

„Man muss den grösseren Zusammenhang erfassen, in den die Kriminalisierung des Heimunterrichts – und auch der Widerstand dagegen – gehört. (…) Insgesamt geht es um die umfassende Entmachtung der Familie, wobei der Anspruch des Staates auf Bildung der Kinder nur ein Teil des Ganzen ist.
(…) Tatsächlich leisten Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten, nicht nur einen wichtigen Dienst an diesen selbst, sondern auch an unserer Gesellschaft: An ihrem Platz stellen sie sich der Tendenz entgegen, den Oikos bis zur völligen Bedeutungslosigkeit zu entkernen. Sie entziehen sich dem Anspruch des Staates, sich für alle Lebensbereiche zuständig zu erklären und wirken damit seiner Totalisierung entgegen. Und dafür sollte man ihnen auch dann dankbar sein, wenn man selbst einen anderen Weg geht.“
(Zeitschrift „Factum“, Oktober 2012. Siehe http://www.geiernotizen.de/dienst-an-der-ganzen-gesellschaft.)

Sie wissen sicher, dass die deutsche Regierung ihre Verfolgungspolitik damit begründet, man wolle „die Entstehung religiöser Parallelgesellschaften verhindern“. Wenn das die Richtlinie staatlicher Politik ist, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis mit derselben Begründung z.B. auch Freikirchen verboten werden. Mit Ihrem bewussten Nicht-Engagement im eigenen Land sägen Sie den Ast ab, auf dem Sie selber sitzen.

Ich hoffe sehr, dass Sie über diese Zusammenhänge nochmals nachdenken und den Einsatz für verfolgte Christen in Ihrem eigenen Land weit oben auf Ihre Prioritätenliste setzen.


Nachtrag vom 13. August 2014:
In einer kürzlichen Mitteilung erklärte die HMK mir gegenüber, sie hätten doch auf mein damaliges Mail geantwortet. Allerdings ist eine solche Antwort nie bei mir eingetroffen; aber rechnen wir nun einmal mit der Möglichkeit, dass ein Mail aus technischen Gründen verlorengegangen sein kann.
Die HMK erklärt auch, sie leisteten doch einen „punktuellen Einsatz“ auch für Familien in Deutschland (Seelsorge, Angebot des Rechtsbeistands). Das ist begrüssenswert. Nur, was ich dabei vermisse, ist die öffentliche Stellungnahme. Zu früheren Zeiten war es einmal die Politik der HMK gewesen, Fälle von Verfolgung möglichst weit bekannt zu machen, da das Unrecht in einem Staat umso weniger überhandnehmen kann, je mehr Menschen davon wissen und öffentlich dagegen Stellung beziehen. Davon scheint man nun abgerückt zu sein.

Christenverfolgung in Deutschland – Offener Brief an „Open Doors“ Deutschland

6. Juni 2013

Sehr geehrte Organisation „Open Doors“,

danke für Ihre Antwort auf meine e-Mail vom 22.Mai. Ich muss sagen, ich bin sehr enttäuscht darüber, dass Sie nicht dazu bereit sind, sich für um ihres Glaubens willen verfolgte Mitbürger einzusetzen.

Sie schreiben über den Fall Romeike, er sei „bei weitem nicht mit dem vergleichbar, was Christen in anderen Ländern erdulden müssen.“ Dieser Satz zeugt von einer unbegreiflichen Gefühllosigkeit gegenüber leidenden Menschen. Und das bei einem Mitarbeiter eines Hilfswerks für verfolgte Christen!

Als in den Jahren 2005 und 2006 mehrere russlanddeutsche Baptisten im Raum Paderborn gebüsst und inhaftiert wurden, und mehreren Familien ihre Kinder weggenommen wurden, verglichen sie das Vorgehen der deutschen Behörden ausdrücklich mit der Verfolgung, die sie zuvor in der Sowjetunion erlitten hatten. Wenn Christen, die selber in der Sowjetunion aufgewachsen sind, explizit diese Parallele ziehen, dann muss wohl etwas dran sein.

Körperliche Misshandlungen durch die Polizei, Gefängnisstrafen, gewaltsames Auseinanderreissen von Familien, Zwangsenteignungen – ist das noch nicht genug? Ist es noch nicht genug damit, dass die Kinder deutscher Christen von Staates wegen einer Gehirnwäsche unterzogen werden, deren erklärtes Ziel es ist, sie dem christlichen Glauben, der christlichen Sexualethik und ihren eigenen Eltern zu entfremden? Was muss denn noch alles geschehen, bis Sie deutschen Christen den Status von Verfolgten zubilligen? Müssen erst wieder Menschen in Konzentrationslager verschleppt oder von der Polizei totgeschlagen werden, bis Sie es für nötig halten, etwas dagegen zu sagen?

Die Familie Romeike ist ja nicht die einzige verfolgte christliche Familie in Deutschland. Im vergangenen Monat wurde auch für Thomas und Marit Schaum aus Fritzlar eine sechsmonatige Gefängnisstrafe gefordert, weil sie aus christlicher Überzeugung ihre Kinder selber erziehen. Diese Strafe wurde dann vom Gericht in eine hohe Geldbusse umgewandelt. Ich habe auch diesen Fall in meinem Brief kurz erwähnt, aber Sie sind in Ihrer Antwort überhaupt nicht darauf eingegangen.

Hier eine (längst nicht vollständige) Liste weiterer Fälle:

  • Im September 2012 wurde einem Elternpaar in Darmstadt die elterliche Sorge für ihre vier Kinder entzogen, weil sie diese aus christlicher Verantwortung zuhause ausbildeten.
  • Im Jahre 2010 wurden in Salzkotten mehrere christliche Elternpaare während bis zu 40 Tagen inhaftiert, nur weil sie aus Glaubens- und Gewissensgründen ihre Kinder nicht an der pornographischen Schultheateraufführung „Mein Körper gehört mir“ teilnehmen lassen wollten.
  • Die christlichen Aktivisten Johannes Lerle, Günter Annen und Winfried Pietrek verbrachten insgesamt über ein Jahr in Haft, weil sie Flugblätter gegen die Tötung ungeborener Kinder geschrieben und verteilt hatten.
  • Im Jahre 2008 wurden Jürgen und Rosemarie Dudek aus Archfeldt zu 90 Tagen Gefängnis verurteilt, weil sie ihre Kinder selber erziehen.
  • Im Jahre 2007 wurde die 15-jährige Melissa Busekros in Nürnberg von einem Aufgebot von fünfzehn(!) Polizisten von zuhause entführt und in einer psychiatrischen Klinik interniert, obwohl sie völlig gesund war. Gleichzeitig wurde ihren Eltern mitgeteilt, ihnen sei hiermit die elterliche Sorge für Melissa entzogen. Auch in diesem Fall bestand ihr einziges „Verbrechen“ darin, dass sie aus Glaubens- und Gewissensgründen ihre elterliche Verantwortung wahrgenommen und Melissa selber erzogen hatten.
  • In den Jahren 2005 und 2006 wurde mehreren russlanddeutschen Baptisten im Raum Paderborn das Sorgerecht über ihre Kinder entzogen; mehrere wurden inhaftiert und gebüsst; und einige dieser Familien flohen ins Ausland. Der Hauptverantwortliche dieser Verfolgung, Landrat Sven Adenauer, gab als Motiv an: „Fundamentalisten haben bei uns nichts zu suchen.“
  • Im April 2000 brachen drei Polizisten gewaltsam in das Haus von Johann Harder in Schloss Holte-Stukenbroch ein, warfen Möbel um und zerbrachen seine Kamera, als er die angerichteten Verwüstungen fotografieren wollte. Dann führten sie seine elfjährige Tochter Anna ab. Der Schock bewirkte, dass Harders Frau ihrem Baby keine Milch mehr geben konnte. Harder musste zudem Bussgelder von mehreren tausend Euro bezahlen, und eine Gefängnisstrafe wurde angedroht.
  • Bereits im Jahre 1985 wurde der Professorin Adelgunde Mertensacker aus Dortmund der Lehrauftrag entzogen, weil sie in einer Vorlesung gesagt hatte: „Das menschliche Leben beginnt mit der Zeugung. … Abtreibung ist Tötung eines Menschen in der Entwicklung.“
  • (Editiert) In einem weiteren Fall bin ich von der betroffenen Familie gebeten worden, ihren Namen nicht bekanntzugeben.

Die Anzahl der Fälle, die nicht öffentlich bekannt werden, dürfte beträchtlich höher sein. Es wird geschätzt, dass zur Zeit rund 40 deutsche Familien – mehrheitlich bibeltreue Christen – aus ähnlichen Gründen Gerichtsprozesse hängig haben. Dazu kommt eine wahrscheinlich noch höhere Zahl von Familien, die nur deshalb nicht Verfolgungsopfer wurden, weil sie rechtzeitig ins Ausland flüchten konnten.

  • Aber einige von ihnen werden nicht einmal im Ausland in Ruhe gelassen. Im Jahre 2009 erschienen auf Geheiss der deutschen Behörden zwei Sozialarbeiter und zwei Polizisten am vorübergehenden Aufenthaltsort der Familie Wunderlich in St.Leonard (Frankreich), und führten ihre vier Kinder ab, weil sie „sozial isoliert“ seien und weil „Fluchtgefahr“ bestünde (wobei keines dieser Argumente der Wahrheit entsprach).

Deutschland wird damit punkto staatlicher Christenverfolgung innerhalb der westlichen Welt höchstens noch von Mexiko und Kuba übertroffen.

Eigentlich wäre die Aufklärungsarbeit über diese Dinge ja Ihre Aufgabe, nicht meine!

Sie schreiben auch, dass die Familie Romeike „über die HSDLA hervorragend vertreten ist“. Ja, wunderbar. Aber mit dieser Aussage stellen Sie sich ja selber an den Pranger. Warum müssen überhaupt ausländische Organisationen eingreifen in einem Land, wo es bereits „Hilfswerke für verfolgte Christen“ gibt? Doch nur, weil diese Hilfswerke (inbegriffen das Ihre) ihren Auftrag im eigenen Land nicht auszuführen bereit sind! Sie setzen sich für verfolgte Christen am anderen Ende der Welt ein; aber wenn Christen in Ihrer nächsten Nähe betroffen sind, dann müssen Geschwister aus Übersee kommen, um ihnen zu helfen. Dieser Umstand macht Ihre ganze Arbeit äusserst unglaubwürdig.

Was würden Sie von einem Hilfswerk mit Sitz z.B. in China oder in Pakistan halten, welches Menschenrechtsverletzungen in Europa anprangert, aber sich keinen Deut um die aus Glaubensgründen Inhaftierten in ihrem eigenen Land schert?

Im übrigen hat die deutsche Regierung – im Gegensatz z.B. zu Pakistan oder Iran – in keinem einzigen der mir bekannten Fälle aufgrund des Einsatzes von ausländischen Christen ihre Verfolgungspolitik geändert. Im Gegenteil, es gibt Hinweise, dass darauf abgezielt wird, die Arbeit von „ausländischen Ratgebern“ zu verbieten. Ein verstärkter Einsatz von in Deutschland beheimateten Werken wie des Ihren drängt sich daher auf.

Sie weisen darauf hin, dass die Familie Romeike durch Presseberichte bereits bekannt ist. Das mag in diesem speziellen Fall zutreffen; viele andere Fälle werden aber höchstens, wenn überhaupt, in der Lokalpresse erwähnt. Und manche dieser Presseberichte dienen den Betroffenen überhaupt nicht, sondern verstärken nur das Klischee von den „bösen Fundamentalisten“, womit überzeugte Christen gedanklich in die Nähe von Al-Qaeda-Terroristen gerückt werden. Ihre Leiden unter der staatlichen Verfolgung kommen dagegen in diesen Berichten kaum zur Sprache. Es ist Ihnen sicher bekannt, dass die deutschen Medien mehrheitlich dem christlichen Glauben gegenüber nicht gerade wohlwollend eingestellt sind.

Mir scheint, Ihnen ist nicht klar, was dies für den Fortbestand Ihres eigenen Werks bedeutet. Wenn die Entwicklung hin zum totalitären Polizeistaat unwidersprochen weitergeht, dann wird das in absehbarer Zeit auch für Ihre Arbeit das Aus bedeuten. Gerade die sogenannte Homeschool-Bewegung ist in Deutschland die einzige noch funktionierende Bewegung gegen den Staatstotalitarismus:

„Man muss den grösseren Zusammenhang erfassen, in den die Kriminalisierung des Heimunterrichts – und auch der Widerstand dagegen – gehört. (…) Insgesamt geht es um die umfassende Entmachtung der Familie, wobei der Anspruch des Staates auf Bildung der Kinder nur ein Teil des Ganzen ist.
(…) Tatsächlich leisten Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten, nicht nur einen wichtigen Dienst an diesen selbst, sondern auch an unserer Gesellschaft: An ihrem Platz stellen sie sich der Tendenz entgegen, den Oikos bis zur völligen Bedeutungslosigkeit zu entkernen. Sie entziehen sich dem Anspruch des Staates, sich für alle Lebensbereiche zuständig zu erklären und wirken damit seiner Totalisierung entgegen. Und dafür sollte man ihnen auch dann dankbar sein, wenn man selbst einen anderen Weg geht.“
(Zeitschrift „Factum“, Oktober 2012. Siehe http://www.geiernotizen.de/dienst-an-der-ganzen-gesellschaft.)

Sie wissen sicher, dass die deutsche Regierung ihre Verfolgungspolitik damit begründet, man wolle „die Entstehung religiöser Parallelgesellschaften verhindern“. Wenn das die Richtlinie staatlicher Politik ist, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis mit derselben Begründung z.B. auch Freikirchen verboten werden. Mit Ihrem bewussten Nicht-Engagement im eigenen Land sägen Sie den Ast ab, auf dem Sie selber sitzen.

Ich hoffe sehr, dass Sie über diese Zusammenhänge nochmals nachdenken und Ihre Haltung revidieren.

Warum Evangelikale verfolgten Homeschool-Eltern in Deutschland helfen sollten

2. Juni 2013

Schätzungsweise etwa tausend deutsche Kinder werden von ihren Eltern aus christlicher Überzeugung selber unterrichtet. Gründe dafür sind u.a. der biblische Erziehungsauftrag; zunehmende Gottesfeindschaft, Okkultismus und Unmoral (Stichwort Sexualkundeunterricht) an den Staatsschulen; sowie pädagogische Gründe (die Familienumgebung erlaubt eine viel bessere Betreuung, sowie Rücksichtnahme auf die Eigenheiten und Bedürfnisse der Kinder).

Aber in Deutschland werden diese Familien von den Behörden brutal unterdrückt und verfolgt; eine beträchtliche Zahl von Kindern wurden ihren Eltern weggenommen und in Heime gebracht. Es wird geschätzt, dass gegenwärtig rund 40 deutsche Homeschool-Familien vor Gericht stehen. Eine grössere Anzahl solcher Familien sind bereits ins Ausland geflohen.

Der wohl bekannteste Fall ist die Familie Romeike, die 2010 in den USA politisches Asyl erhielt, aber noch ein Berufungsverfahren hängig hat. Bei einer allfälligen Rückschaffung nach Deutschland würden sie das Sorgerecht für ihre Kinder verlieren, sowie (aufgrund eines Enteignungsverfahrens) ihr Hab und Gut, und würden wahrscheinlich zusätzlich zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt.

Hier eine (längst nicht vollständige) Auswahl weiterer Fälle:

Im September 2012 wurde einem christlichen Elternpaar in Darmstadt die elterliche Sorge für ihre vier Kinder entzogen.

Im Jahre 2010 wurden in Salzkotten mehrere christliche Elternpaare während bis zu 40 Tagen inhaftiert, nur weil sie aus Glaubens- und Gewissensgründen ihre Kinder nicht an einer pornographischen Schultheateraufführung teilnehmen lassen wollten. (Es handelte sich in diesem Fall nicht um Homeschooler.)

Im Jahre 2008 wurden Jürgen und Rosemarie Dudek aus Archfeldt zu 90 Tagen Gefängnis verurteilt.

Im Jahre 2007 wurde die 15-jährige Melissa Busekros in Nürnberg von einem Aufgebot von fünfzehn(!) Polizisten von zuhause entführt und in einer psychiatrischen Klinik interniert, obwohl sie völlig gesund war. Gleichzeitig wurde ihren Eltern mitgeteilt, ihnen sei hiermit die elterliche Sorge für Melissa entzogen.

In den Jahren 2005 und 2006 wurde mehreren russlanddeutschen Baptisten im Raum Paderborn das Sorgerecht über ihre Kinder entzogen; mehrere wurden inhaftiert und gebüsst; und einige dieser Familien flohen ins Ausland. Der Hauptverantwortliche dieser Verfolgung, Landrat Sven Adenauer, gab als Motiv an: „Fundamentalisten haben bei uns nichts zu suchen.“

Im April 2000 brachen drei Polizisten gewaltsam in das Haus von Johann Harder in Schloss Holte-Stukenbroch ein, warfen Möbel um und zerbrachen seine Kamera, als er die angerichteten Verwüstungen fotografieren wollte. Dann führten sie seine elfjährige Tochter Anna ab. Er musste zudem Bussgelder von mehreren tausend Euro bezahlen, und eine Gefängnisstrafe wurde angedroht.

Deutschland wird damit punkto staatlicher Christenverfolgung innerhalb der westlichen Welt höchstens noch von Mexiko und Kuba übertroffen.

Das Beschämendste daran ist, dass prominente evangelikale Führungspersönlichkeiten ihren eigenen Glaubensgeschwistern in den Rücken fallen. So beeilte sich im Fall der Paderborner Baptisten die Leitung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) zu erklären, die betroffenen Familien gehörten keiner Gemeinde ihres Verbandes an, und es handle sich um „illegale Kleinstschulen, die ohne irgendeine staatliche Kontrolle vermutlich sektiererische Inhalte an Kinder weitergeben“.

Während ausländische Hilfswerke wie z.B. der US-amerikanische und der argentinische Zweig der „Hilfsaktion Märtyrerkirche“ über diese Verfolgung in Deutschland berichtet haben, ist mir bis heute kein deutscher Gemeindeverband und kein deutsches Hilfswerk für verfolgte Christen bekannt, die sich in irgendeiner Weise für die Verfolgten in ihrem eigenen Land eingesetzt hätten.

Die deutsche Regierung verletzt mit ihrer Verfolgungspolitik nicht nur Art.16.3. und 26.3. der Universellen Erklärung der Menschenrechte, sondern auch ihr eigenes Grundgesetz, welches den Eltern das Recht auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder garantiert. Gemäss einer Erklärung des Bundesverfassungsgerichts von 1982 ist darunter ein „natürliches Recht“ zu verstehen, das „den Eltern nicht vom Staate verliehen worden ist, sondern von diesem als vorgegebenes Recht anerkannt wird“.

Dennoch behandelt die evangelikale Führungsspitze diese aus Glaubensgründen Verfolgten wie Kriminelle – nicht anders als die Stellungnahmen der staatshörigen Leiter der registrierten Kirchen gegen die Untergrundkirchen im seinerzeitigen Ostblock. Es scheint den Kirchenleitern nicht klar zu sein, dass sie damit den Ast absägen, auf dem sie selber sitzen.

Die deutsche Regierung hat deutlich erklärt, dass es ihr weder um die Bildung noch um das Wohl der betroffenen Kinder geht, sondern einzig und allein um die politische Verfolgung Andersdenkender: Es stünde im Interesse der Allgemeinheit, „die Bildung religiöser und weltanschaulicher Parallelgesellschaften zu verhindern“ (Urteil des Bundesgerichtshofs vom November 2007). Wenn das die Richtlinie staatlicher Politik ist, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis mit derselben Begründung z.B. auch Freikirchen verboten werden.

Gerade die Homeschool-Bewegung ist in Deutschland die einzige noch funktionierende Bewegung gegen den Staatstotalitarismus:

„Man muss den grösseren Zusammenhang erfassen, in den die Kriminalisierung des Heimunterrichts – und auch der Widerstand dagegen – gehört. (…) Insgesamt geht es um die umfassende Entmachtung der Familie, wobei der Anspruch des Staates auf Bildung der Kinder nur ein Teil des Ganzen ist.
(…) Tatsächlich leisten Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten, nicht nur einen wichtigen Dienst an diesen selbst, sondern auch an unserer Gesellschaft: An ihrem Platz stellen sie sich der Tendenz entgegen, den Oikos bis zur völligen Bedeutungslosigkeit zu entkernen. Sie entziehen sich dem Anspruch des Staates, sich für alle Lebensbereiche zuständig zu erklären und wirken damit seiner Totalisierung entgegen. Und dafür sollte man ihnen auch dann dankbar sein, wenn man selbst einen anderen Weg geht.“
(Zeitschrift „Factum“, Oktober 2012. Siehe http://www.geiernotizen.de/dienst-an-der-ganzen-gesellschaft.)

Deshalb – sowie aus schlichter brüderlicher Solidarität – sollten sich deutsche Evangelikale für ihre verfolgten Glaubensgeschwister in Deutschland einsetzen.

Unterzeichnen Sie diese Petition zugunsten einer verfolgten christlichen Familie!

20. Mai 2013

Im Januar 2010 hat die deutsche Familie Romeike in erster Instanz politisches Asyl in den USA erhalten, weil sie in Deutschland verfolgt werden aufgrund ihrer Entscheidung, ihre Kinder selber zu erziehen und auszubilden. Bei einer allfälligen Rückkehr nach Deutschland würde ihnen der Entzug ihrer Kinder drohen (sprich staatliche Entführung), sowie die Enteignung ihrer Güter und evtl. auch eine Gefängnisstrafe. Dies alles, weil sie aus christlicher Überzeugung ihr Menschen- und Elternrecht auf die Erziehung ihrer eigenen Kinder wahrnehmen.

Ich habe damals hier einen kurzen Bericht über jenes Gerichtsurteil geschrieben.

Vor wenigen Tagen hat jetzt ein Berufungsgericht jene erstinstanzliche Entscheidung umgestossen – merkwürdigerweise aber aufgrund einer Entscheidung von nur drei der fünfzehn amtierenden Richter. Ein Bericht darüber kann hier eingesehen werden:

http://derblauebrief.net/dieselbe-verfolgung-wie-vorher/

Die HSLDA,  welche die Romeikes rechtlich vertritt, wird weiter für ihre Freiheit kämpfen und das Urteil anfechten. Gleichzeitig ist eine Petition an die amerikanische Regierung lanciert worden, um eine allfällige Abschiebung der Familie Romeike nach Deutschland zu verhindern. Diese Petition kann von Menschen aus der ganzen Welt unterzeichnet werden. (Zuerst auf  „Create an Account“ klicken, Namen und E-Mail-Adresse eingeben. Dann muss noch ein Bestätigungs-Link in einem eingehenden e-Mail angeklickt werden, wonach die Petition unterzeichnet werden kann.)

https://petitions.whitehouse.gov/petition/immediate-action-requested-romeikes%E2%80%94grant-permanent-legal-status-persecuted-german-homeschool-family/06vqtgCp

Bitte schreiben Sie auch an Organisationen, die sich für verfolgte Christen einsetzen, wie z.B. die „Hilfsaktion Märtyrerkirche“ oder „Open Doors“. Solche Organisation, die sich weltweit gegen Christenverfolgung einsetzen, sollten zuallererst aktiv werden, wenn ein Fall ihr eigenes Land und ihre eigenen Mitbürger betrifft.

Der Blog „Der blaue Brief“ berichtet regelmässig über den Fall.