Archive for April 2010

Bedenkenswerte Zitate

21. April 2010

Manchmal haben andere Autoren und Redner schon längst und viel besser gesagt, was ich eigentlich sagen möchte … deshalb hier eine erste Sammlung nachdenkenswertere Zitate. (Weitere werden bei Gelegenheit folgen.)

Über Erweckung und Erweckungspredigt

„Was die alten Erweckungsprediger wie Jonathan Edwards, John Wesley oder Charles Finney eigentlich taten, war: in die Kirchen zu gehen und den Mitgliedern aus der Schrift zu beweisen, dass sie noch gar keine Christen waren und zuerst wiedergeboren werden mussten.“
(Andrew Strom, sinngemäss wiedergegeben aus einer Predigt.)

„Wenn Jesus dieselbe Botschaft gepredigt hätte, die die Pfarrer heute predigen, dann wäre er nie gekreuzigt worden.“
(Leonard Ravenhill)

„Als Prediger kann man nicht ausgewogen sein. Eine Botschaft, die niemanden ärgert, verändert auch niemanden.“
(Wolfgang Simson, sinngemäss wiedergegeben aus einer Predigt.)

„Eine Predigt ist armselig, wenn sie keinen Anstoss erregt; wenn sie die Hörer weder mit sich selber noch mit dem Prediger unzufrieden macht.“
(George Whitefield)

„Ich bin überzeugt, dass viele Evangelikale nicht wirklich und ernsthaft bekehrt sind. Unter den Evangelikalen ist es sehr gut möglich, Mitglied zu werden, durch Osmose hineinzuströmen, durch die Zellen der Kirche zu tröpfeln, und nie zu erkennen, was es bedeutet, aus dem Geist geboren zu werden und im Blut (Jesu) gewaschen zu sein. Vieles von dem, was als fortgeschrittenes Leben ausgegeben wird, ist nichts als grundlegendes Christentum. Da ist nichts Fortgeschrittenes daran; es ist nur das, wo wir alle hätten anfangen sollen…
Was wir brauchen, ist was die alten Methodisten eine gesunde oder ernsthafte Bekehrung nannten. Es gibt einen Unterschied zwischen einer Bekehrung und einer ernsthaften Bekehrung. Leute, die sich nie ernsthaft bekehrten, haben den Geist nicht, um sie zu erleuchten. Wenn sie die Bergpredigt lesen oder die Abschnitte der Briefe, die ihnen sagen, wie sie leben sollten, oder die Lehrabschnitte, die sagen, wie sie leben können, dann werden sie davon nicht berührt. Der Geist, der sie schrieb, bezeugt nichts in ihren Herzen, weil sie nicht aus dem Geist geboren wurden. Das ist häufig der Fall.“
(A.W.Tozer)

„Die ganze Kirchengeschichte ist eine einzige lange Geschichte dieser Tendenz, sich auf dieser Erde niederzulassen und sich dieser Welt gleichzustellen; hier Annahme und Popularität zu suchen und das Element des Konfliktes und der Pilgerschaft auszuschalten. Das ist die allgemeine Tendenz. Deshalb ist es sowohl äusserlich wie auch innerlich ein kostspieliges Ding, ein Pionier zu sein.“
(Theodore Austin Sparks)

„Kirche wie alle sie kennen, verhindert Kirche wie Gott sie will.“
(Wolfgang Simson)

„Eine unheilige Kirche! sie ist unnütz für die Welt, und ohne Achtung vor den Menschen. Sie ist ein Greuel, das Gelächter der Hölle, die Abscheu des Himmels. Die schlimmsten Übel, die je über die Welt gekommen sind, sind über sie gebracht worden von einer unheiligen Kirche.“
(C.H. Spurgeon)

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Wir Freizeitchemiker (6.Teil): Natriumacetat – Übersättigte Lösung

12. April 2010

Es ist wieder einmal an der Zeit, einen kleinen Einblick in unser Heimschul-Chemielabor zu geben. Wir fabrizierten einen einfachen Wärmebeutel:

Natriumacetat (CH3COONa) entsteht, wenn man Essigsäure mit einer natriumhaltigen Base neutralisiert, wie z.B. Natriumbikarbonat (Backsoda). Diese Reaktion ist an sich schon interessant, weil dabei viel Kohlendioxid freigesetzt wird; wenn man eine grössere Menge Essig mit Soda vermischt, schäumt es tüchtig. So kann man z.B. einen künstlichen „Vulkan“ machen; oder man kann mit dem entstehenden Kohlendioxid eine Flamme auslöschen. (Da Kohlendioxid schwerer ist als Luft, kann man es z.B. aus einem Becher in einen anderen „giessen“. Eine Kerze, die im Becher brennt, löscht dabei aus.)

Um möglichst reines Natriumacetat zu erhalten, sollte der Essig w.m. genau neutralisiert werden. Man kann entweder die benötigten Mengen ausrechnen und abmessen (sofern man die Konzentration des Essigs kennt), oder man kann es ausprobieren, indem man allmählich mehr Soda in den Essig gibt, bis es nicht mehr schäumt. Dabei muss jedoch die Flüssigkeit ständig geschüttelt und/oder erhitzt werden, damit kein Kohlendioxid im Wasser gelöst bleiben kann. Ist die Lösung zu basisch, schäumt sie bei Zugabe von Essig; ist sie zu sauer, dann schäumt sie bei Zugabe von Soda.
(Für unser Experiment brauchten wir einen Liter fünfprozentigen Essig und 70g Soda.)

Evtl. kann man Natriumacetat auch kaufen (hier bei uns aber nicht).

Von der Lösung bei schwacher Hitze (ca. 90ºC) das Wasser verdampfen, bis nur noch wenig Wasser vorhanden ist. Nach dem Abkühlen sollte sich ein leicht feuchter Teig bilden, etwa so weich wie Plastillin; er kann aber körnig sein, das macht nichts. (Sollte die Masse ganz hart werden, muss man wieder ein wenig Wasser dazugeben.)

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